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Thema: CMOS Gatter als Komperator ?

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Benutzer Stammmitglied Avatar von JonnyBischof
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    Ich versuch mal die Schaltung nachzuvollziehen:

    Also, der 74HC14 ist ein Schmitt-Trigger (invertierend).

    Das Gatter schaltet also nur, wenn du mit der Eingangsspannung entweder sehr nahe an die Versorgungsspannung oder sehr nahe an GND kommst. Wenn du dich irgendwo in der Mitte dazwischen hin und her bewegst, passiert nichts.

    Mit der Z-Diode willst du die Eingangsspannung bei konstanten 1.2V halten. (R = Vorwiderstand für die Z Diode).
    -> 1.2V ist deine Schaltschwelle, bei welcher der "Komparator" schalten soll.


    Beim Aufstarten mit VCC = 2.7V liegst du mit 1.2V am Eingang etwa in der Mitte des Schaltbereichs -> "keine Änderung", somit Anfangszustand unbekannt da Eingangsspannung weder nahe VCC noch GND ist.


    Wenn VCC nun absinkt, so wird das Gatter logisch '0', sobald VCC ~= 1.2V erreicht (Eingang erreicht Schmitt-Trigger Schwelle).
    -> Dieser Teil dürfte funktionieren.


    Wenn VCC wieder ansteigt, so wird sich nichts verändern, weil die Eingangsspannung sich wiederum nur in den undefinierten Bereich zwischen den Schaltschwellen des Schmitt-Triggers bewegt.
    -> keine Änderung.


    So wie ich das sehe, funktioniert die Schaltung im momentanen Zustand nicht, weil die untere Schaltschwelle nie erreicht wird und der Ausgang somit nie den Zustandswechsel von logisch '0' auf logisch '1' machen kann. Dies müsste jedoch beim Aufstarten passieren, damit es später beim Erreichen der kritischen Akkuspannung wieder von '1' auf '0' schalten kann.

    Vielleicht kannst du das Gatter "initialisieren", indem du z.B. einen Kondensator parallel zur Z-Diode schaltest, welcher beim Einschalten dafür sorgt, dass die Eingangsspannung kurzzeitig 0V beträgt (lange genug, dass das Gatter schalten kann)?
    mfG
    Jonny

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
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    Hallo Jonny!

    Danke dir für deinen gescheiterten Versuch die Schaltung nachzuvollziehen. Die Frage habe ich nur deshalb gestellt, weil ich immer sowohl sinnloses Basteln als auch Kommentare vermeinden versuche. Bild  
    Geändert von PICture (03.07.2012 um 20:18 Uhr)
    MfG (Mit feinem Grübeln) Wir unterstützen dich bei deinen Projekten, aber wir entwickeln sie nicht für dich. (radbruch) "Irgendwas" geht "irgendwie" immer...(Rabenauge) Machs - und berichte.(oberallgeier) Man weißt wie, aber nie warum. Gut zu wissen, was man nicht weiß. Zuerst messen, danach fragen. Was heute geht, wurde gestern gebastelt. http://www.youtube.com/watch?v=qOAnVO3y2u8 Danke!

  3. #3
    Benutzer Stammmitglied Avatar von JonnyBischof
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    Hm, jetzt versteh ich nicht mehr was du wolltest...

    Wenn die Schaltung doch funktioniert, würd ich aber gern wissen, wie Bild  
    mfG
    Jonny

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
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    Das ist bisher noch nicht ausprobierte Schaltung ("verrückte Idee"), die ich, falls niemand ein Denkfehler findet, aufbauen und prüfen werde. Bild  

    Vereinfachte Erklärung (basierend auf Datebblätter für CMOS):

    Umschaltpunkt ohne Hysterese Ug = 1/2 VCC
    Hysterese Uh = 1/3 VCC
    oberer Umschaltpunkt mit Hysterese Uhh = Ug + Uh = 2/3 VCC
    unterer Umschaltpunkt mit Hysterese Ulh = Ug - Uh = 1/3 VCC
    Rechnerich komme ich dann für VCC = 2,7 V auf Uhh = 1,8 V und für VCC = 2 V auf Ulh = 0,6(6) V.

    Ich bin eben nicht sicher, was sich mit Varieren der VCC ändert und das muss ich praktisch ermitteln, da ich die Zenerspannung aus "dem Bauch" genommen und nur ums Prinzip gefragt habe. Bild  
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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Ich habe gerade Mal in ein Datenblatt von NXP gesehen:
    Spannung für eingehendes L->H: ca. 0.6VCC .. 0.5VCC (Abnehmend mit steigender Versorgungsspannung)
    Spannung für eingehendes H->L: ca. 0.26VCC .. 0.31VCC (Zunehmend mit steigender Versorgungsspannung)

    Was bedeutet das für deine Schaltung? Du wirst mit Vin = 1.2V bei einer Unterschreitung von VCC = ca. 2,2V ein eingehendes High (und damit als Ausgangssignal ein Low) bekommen. Wenn dann die Versorgungsspannung wieder steigt, wird der Komparator bei einer Überschreitung von ca. 4,2V auf High umschalten.

    Hoffe mich nicht verrechnet zu haben, die Werte wurden aus dem NXP-Datenblatt extrapoliert.

    mfG
    Markus
    Geändert von markusj (03.07.2012 um 17:42 Uhr) Grund: Link Datenblatt
    Tiny ASURO Library: Thread und sf.net Seite

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
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    Hallo markusj!

    Auf so eine Bestätigung habe ich gewartet, also herzlichsten Dank ! Bild  

    Jetzt kann ich es ruhig aufbauen und damit spielen. Eigentlich am wichtigsten für mich ist, dass der Motor erst beim vollem Akku (ca. 2,7 V) eingeschaltet wird und die Abschaltspannung wäre praktisch egal, weil die Schaltung sowieso unter 2 V angeblich nicht geht. Dann muss ich nur, für konkreten Exemplar vom IC, für mich optimale Vin mit Trimmpoti finden, da ich die Schaltung nur einmal brauche.
    MfG (Mit feinem Grübeln) Wir unterstützen dich bei deinen Projekten, aber wir entwickeln sie nicht für dich. (radbruch) "Irgendwas" geht "irgendwie" immer...(Rabenauge) Machs - und berichte.(oberallgeier) Man weißt wie, aber nie warum. Gut zu wissen, was man nicht weiß. Zuerst messen, danach fragen. Was heute geht, wurde gestern gebastelt. http://www.youtube.com/watch?v=qOAnVO3y2u8 Danke!

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Das wird nicht reichen. Der Spannungshub 2V .. 2,7V reicht nicht aus, um den Motor einzuschalten. Es geht nur die Gegenrichtung (aus). Zum Zurücksetzen müsstest du über die 4,2V kommen. Du könntest dir damit behelfen, die Eingangsspannung weiter zu reduzieren.

    Moment, Mal schnell ausrechnen:
    L->H (2V): 1,2V und H->L (2V): 0,52V
    L->H (2,7V): 1,62V und H->L (2,7V): 0,7V

    Damit kannst du über einen Poti (Spannungsteiler) dafür sorgen, dass Vin knapp unter 0,7V liegt. Dann schaltet der Trigger von einem vorherigen Low-Ausgang (letztes Eingangssignal: High) auf High-Ausgang, weil 0,7V unter der Schwellspannung liegt. ABER: Du kriegst das nur genau einmal hin. Zum Zurücksetzen müsste Vin über 1,2V (bei leerem Akku) bzw. 1,6V (bei vollem Akku) kommen. Die Hysterese ist zu groß (bzw. im falschen Bereich)

    Ich würde dir eine Schaltungsalternative vorschlagen, bei der du eine bessere Kontrolle über die Hysterese hast:
    Referenzspannung -> Widerstand -> Inverter (ohne Schmitt-Eigenschaft) -> Rückkoppelung zum Eingang des Inverters über einen weiteren Widerstand.
    Damit kannst du über das Verhältnis der beiden Widerstände einstellen, wie groß die Hysterese ist. Die Hysterese selbst sollte symmetrisch um den Umschaltpunkt des Inverters angeordnet sein, bei Bedarf kannst du die Referenzspannung entsprechend nach oben/unten "verbiegen", um da optimal zu liegen.

    mfG
    Markus

    Noch ein Nachtrag: Akkus mögen Tiefentlade-Schutschaltungen. Wirklich Bild   Ein Verzicht bedeutet einen vorzeitigen Tod des Akkus.
    Geändert von markusj (03.07.2012 um 19:30 Uhr)
    Tiny ASURO Library: Thread und sf.net Seite

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