So, wie vorgeschlagen eröffne ich hier den Thread. Mir ist folgendes aufgefallen im RN-Wissen: http://www.rn-wissen.de/index.php/Servos

Von der Standard-Pulsdauer 20 ms kann je nach Servomodell erheblich abgewichen werden. Besonders zu erwähnen ist, dass mit Periodenzeiten von 10 ms bereits erfolgreich gearbeitet wurde, klick hier für Posting und ganzen Thread. Dabei muss aber die Pulsdauer entsprechend angepasst werden, bei 10 ms beispielsweise beträgt dann die Pulsdauer maximal 10 % der Periodenzeit, schwankt also für die Endstellungen zwischen 0,5 ms (500 µs) und 1 ms.
Der Absatz ist leider ein wenig indifferent und teilweise - nach meinem Wissen - nicht ganz korrekt.

Die 20ms Pulsdauer stimmen imho für Analogservos. 20ms Pulsdauer sind aber nicht die "Standard-Pulsdauer" für Modellbauservos im allgemeinen.

Zwei Dinge erscheinen mir wesentlich zu korrigieren bzw. zu erweitern:

1. Die Unterscheidung zwischen Analogservos und Digitalservos sollte man weiter ausführen. Für Analogservos sind 20ms die Standard-Periodendauer. Und viele Analogservos vertragen es auch, daß man mit kürzeren Periodendauern arbeitet. 70Hz dürften alle verkraften. Wichtig ist aber, daß man Analogservos ruiniert mit zu hohen Taktraten. Je nach Analogservo ist das Servo innerhalb kürzester Zeit durchgebrannt. Darauf sollte man im Artikel unbedingt hinweisen.

Digitalservos hingegen haben eine weitaus kürzere Standard-Periodenzeit. Die langsamsten Digitalservos vertragen eine PWM mit 270Hz und 330Hz ist wohl die Standard Periodendauer von Digitalservos. Das heißt aber nicht, daß man Digitalservos nicht auch mit 50Hz - also 20ms Periodendauer ansprechen kann, funktioniert natürlich auch, ist aber nicht der "Sinn" von Digitalservos.

Es gibt dann sogar digitale Modellbauservos die mit 560Hz - das sind Periodendauern von nur 1,8ms (Achtung, nicht Pulsdauer sondern wirklich die ganze Periode) - angesteuert werden können.

Einen aufschlußreichen Überblick über Servos findet man z. Bsp. hier: http://www.beastx.com/service_servoliste.html

Und damit komme ich zum zweiten, viel wichtigeren Punkt:

Dabei muss aber die Pulsdauer entsprechend angepasst werden, bei 10 ms beispielsweise beträgt dann die Pulsdauer maximal 10 % der Periodenzeit, schwankt also für die Endstellungen zwischen 0,5 ms (500 µs) und 1 ms.
2. Wenn man die Periodendauer verändert muß man / darf man NICHT die Pulsdauer verändern wie im RN-Wiki vorgeschlagen. Ein Analogservo behält die Servomitte bei 1,5ms. (Und (ca.) 1ms bzw. 2ms Pulsdauer für die jeweiligen Endausschläge) Egal ob die Periodendauer 20ms oder 10ms beträgt. Auch die Digitalservos haben die Mittelstellung bei 1,5ms selbst wenn sie mit 330Hz angesteuert werden. Eine Ausnahme bilden jene Servos die mit 560Hz angesteuert werden. Da die gesamte Periode nur 1,8ms dauert wurde hier die Mittelstellung auf 760µs gelegt. Die Endausschläge liegen bei diesen Servos bei (ca.) 360µs und 1160µs.

Wozu gibt es übheraupt solche Servos: Viele finden es unnötig und man liest oft davon, daß 50Hz weitaus schnell genug sind um Servos anzusteuern. Für viele Anwendungen mag das auch stimmen. Bei einem schnellen 560Hz Digitalservo kann man aber schon nach 1,8ms einen neuen Positionsbefehl schicken, da haben die anderen u. U. noch nicht mal das ganze Signal für die Position erhalten geschweige denn ist die Periodendauer um. Und auch die "Standard-Digitalservos" haben mit ihrer Periodendauer von 3ms die Möglichkeit knapp 7 mal eine neue Position zu erhalten bevor ein Analogservo die nächste Position erhält.

LG
Ernst