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Thema: Wie äzt ihr Eure Platinen?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Wie äzt ihr Eure Platinen?

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    Hallo Zusammen,
    ich wollte in den letzten Tagen mal wieder eine Platine ätzen. Leider hatte ich kein Natron für die Entwicklung bzw. keine Salzsäure und Sauerstoffperoxid mehr da. Also eine Bestellung aufgegeben.
    Als Antwort kam zurück, dass seit dem 1.2.2021 keine Säuren, Laugen usw. mit mehr als 15% Konzentration an Privatpersonen mehr verkauft werden dürfen.
    Schöner Scheißdreck!!!! Was mach ich nun? (Welcher scheiß Sesselfurzer hat sich das wieder ausgedacht?)
    Mit Eisen III Clorid habe ich keine guten Erfahrungen gemacht! Mit der obengenannten Mischung habe ich selbst 0,3mm dicke Leiterbahnen sehr sauber ätzen können. Muss da Nichts anwärmen oder dergleichen.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    29
    Ähmmm, da gab es doch mal so gelbes "Trockenfutter", dass man in Wasser auflösen muss, auch nicht mehr?


    https://www.roboternetz.de/community/threads/43824-Platinen-Ätzen?highlight=platine+%E4tzen+herstellen

    https://www.roboternetz.de/community...zen+herstellen


    Selber entwerfen und aus China schicken lassen. Problem dabei ist nur, dass ich immer eine Mindestzahl bekomme, so stapeln sich die Platinen im Schrank und müssen entsorgt werden. Aber der Preis ist so weit i.O., finde ich. Und die Platinen kann man selber nicht besser herstellen, insbesondere, wenn es um Packdichte geht (Leiterbahnen durch IC-Beinchen ziehen usw.). Interessant ist auch, dass man mehrere Zwischenlayer verwenden kann, dann werden die Platinen aber teurer. Aber zweiseitig ist ja kein Problem. Zweiseitig selbst belichten und ätzen geht auch, aber nicht so genau, wie maschinell.


    MfG
    Geändert von Moppi (28.02.2021 um 18:03 Uhr)

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Ich benutze folgendes:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Aetzmittel.jpg
Hits:	15
Größe:	46,9 KB
ID:	35445


    Bei Reichelt gibt es ein Ähnliches, hat eine etwas andere Artikelnummer:
    https://www.reichelt.de/-tzmittel-na...ct=pol_3&nbc=1

    Siro

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von White_Fox
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    Gar nicht.

    Ich habe - vor vielen Jahren - mal etwas mit Natriumpersulfat und Lackstift experimentiert, aber beim experimentieren ist es geblieben. Und heute sind meine Ansprüche derart hoch (mal davon abgesehen daß dafür keinen Platz habe), daß ist mit Hobbymitteln nicht mehr zu machen. Impedanzkontrollierte Leiterkarten, Durchkontaktierungen (und davon viele), Lötstopplack, ENIG-Oberflächen, und ich will oft auch mehr als zwei Lagen...

    Die Sauerei würde ich mir heute nur antun, wenn Prozesstechnik mein Hobby wäre. Das ist es aber nicht.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker
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    Tonermethode und Eisen-III-Clorid (Conrad) funktioniert für den Hausgebrauch ganz gut.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte Avatar von Tido
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    Zum Entwickeln nutze ich seit Jahren schon Abflussreiniger aka "Rohrfrei".
    MfG
    Tido

    ---------------------------------------------------
    Have you tried turning it off and on again???
    ---------------------------------------------------

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Ich mache meine Platinen alle selber, max zweiseitig, dafür aber richtig durchkontaktiert (galvanisch).
    Je nachdem, welche kleinste Größe ich auf dem Layout habe, fräse ich die Platine mit der CNC oder aber, wenns genauer sein muss, ätze ich mit HCL+H2O2.
    Dass man Säuren mit mehr als 15% nicht mehr bekommt, wäre mir neu. Hab gerade auf Amaz... geschaut, Salzsäure 33% spottbilig. Wasserstoffperoxid gibts schon länger nur noch mit 12% glaub ich, aber das reicht auch dicke, dann nimmt man einfach weniger Wasser.
    Natriumpersulfat hab ich früher benutzt, allerdings hat mich die Aufheizerei immer genervt, obwohl ich ne Küvette mit Heizstab hatte.
    Eisen-3-Chlorid hab ich nie benutzt, weils wohl etwas "gröber" sein soll und man den Fortschritt auch nicht besonders gut sieht.
    Meistens nutze ich Negativ-Laminatlack von Bungard, so kann man notfalls nochmal neu anfangen, sollte man einen Fehler gemacht haben.
    Früher hab ich Positiv beschichtete Platinen von Bungard genommen, war immer sehr zufrieden mit der Qualität! Das hab ich mit 20g/1l NaOH entwickelt, das Laminat mit Natriumhydrogencarbonat(??).

    Zum Belichten verwende ich einen UV-LED-Strahler, ist normalerweise als Schwarzlicht auf Partys o.ä. gedacht, hat aber eben 405nm und 50W, viel besser als der Halogenstrahler (500W) den ich davor hatte, der hat einfach zuviel Hitze produziert.

    Gruß
    Chris

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Crazy Harry
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    Ammonium- oder Natriumpersulfat auf 50°C und unbedingt bewegen oder mit Luftsprudler.
    Entwickler ist übrigens Natriumhydroxyd (Natronlauge).
    Ich laß mir in einer Druckerei Belichtungsfilme drucken, möchte aber bald mal mit UV-Laser-Direktbelichten anfangen. Einen Laser mit 3500mW (China-mW!) auf einem XY-Tisch hab ich mir schonmal besorgt.
    Ich programmiere mit AVRCo

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von Andree-HB
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    Zitat Zitat von Crazy Harry Beitrag anzeigen
    ...möchte aber bald mal mit UV-Laser-Direktbelichten anfangen. Einen Laser mit 3500mW (China-mW!) auf einem XY-Tisch hab ich mir schonmal besorgt.
    ...dafür reichen wenige Milliwatt völlig aus - mit (aufgedrehten) 3.5W belichtest Du nicht, sondern brennst UV-Lack ab.....mit so einer Leistung schneide ich (in mehreren Durchgängen) 4mm Sperrholz auf meinem "Haus-Laser"


  10. #10
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Das mit den Platinen aus China funktioniert zur Zeit noch, aber ab 2022 soll es keine Zollfreigrenze mehr geben. Dann wird Zoll schon ab dem 1. Cent fällig und man muss die Sachen beim Zollamt abholen, oder viel Geld für einen Zolldienstleister investieren. Denn der Zoll hat ja ach so Arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten.

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