-         
Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Ultraschallsensor Problematik

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    27.07.2018
    Beiträge
    10

    Ultraschallsensor Problematik

    Anzeige

    Guten Abend,

    ich habe mir einen sehr billigen Roboter, zum selbst bauen, gekauft.

    https://www.banggood.com/DIY-L298N-2...l?rmmds=search

    Ist übrigens wegen der Qualität nicht zu empfehlen, aber das ist ein anderes Thema.

    Jedenfalls habe ich ihn soweit gebracht, dass er mithilfe seines Ultraschallsensor Hindernisse erkennt
    und darauf entsprechend reagiert. Fährt er auf eine Wand zu, hält er an, guckt links und rechts und wählt die Richtung,
    bei der die gemessene Distanz am größten ist. Funktioniert auch eigentlich ganz gut.

    Das Problem besteht darin, dass der Ultraschallsensor die Oberflächen nicht wirklich erkennt, wenn sie
    schräg auf den Sensor gerichtet sind. Sprich der Roboter fährt stur vor die Wand.
    Natürlich kann ich bei dem niedrigen Preis nicht viel erwarten, jedoch reicht es mir trotzdem nicht.

    Ich habe bereits versucht das mit Programmierung wett zu machen, indem ich beispielsweise den Sensor
    während der Fahrt, kontinuierlich links und rechts schwenken lasse, damit er schräge Oberflächen erkennt.
    Dass dies sehr unzuverlässig ist, versteht sich von selbst denke ich.

    Nun möchte ich den Ultraschallsensor durch ein zuverlässigeren Sensor austauschen.
    Ich hätte beispielsweise an Laser oder sowas gedacht. Bevor ich nun aber Geld
    ausgebe, frage ich lieber hier im Forum, in der Hoffnung, dass mir jemand weiterhelfen kann.
    Ich würde mich über Hilfe sehr freuen!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
    Registriert seit
    11.12.2007
    Ort
    weit weg von nahe Bonn
    Alter
    33
    Beiträge
    2.709
    Das Problem mit der Reflektivität wirst du immer haben, das ist fast nicht vermeidbar

    Das Problem dieses speziellen typs ist einfach dass er eine zu große Keule hat, du solltest es mal mit schaumstoffband als trichter versuchen um ihn ein wenig gezielter sehen zu lassen, vielleicht hilft das schon (oder vll. reicht schon ein bisschen klebeband)
    Es gibt 10 Sorten von Menschen: Die einen können binär zählen, die anderen
    nicht.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von HaWe
    Registriert seit
    09.10.2014
    Beiträge
    3.289
    Zitat Zitat von Ceos Beitrag anzeigen
    Das Problem mit der Reflektivität wirst du immer haben, das ist fast nicht vermeidbar

    Das Problem dieses speziellen typs ist einfach dass er eine zu große Keule hat, du solltest es mal mit schaumstoffband als trichter versuchen um ihn ein wenig gezielter sehen zu lassen, vielleicht hilft das schon (oder vll. reicht schon ein bisschen klebeband)
    ich würde es auch so machen, und zusammen mit einem Sharp GP2D12 etc auf einen beweglichen Servo montieren, der radarmäßig hin-und-her schwenkt.
    Denn sowohl US als auch IR haben Ihre Schwächen, je nach Hindernismaterial, und mit beiden könnte man kombiniert immer den kürzesten gemessenen Wert, geglättet per Lowpassfilter, als Entfernungsmaß verwenden.
    Notiert man diese Werte nach Servo-Ausrichtungswinkel und Entfernungsstrecke, in einem Koordinatensystem um den Robot herum, bekommt man eine schon recht brauchbare Karte der Robot-Umgebung.
    Kennt man die echte Ausrichtung des Robots, kann man durch Herumfahren sogar eine grobe Raumkarte erstellen.
    ·±≠≡≈³αγελΔΣΩ∞ Schachroboter:www.youtube.com/watch?v=Cv-yzuebC7E Rasenmäher-Robot:www.youtube.com/watch?v=z7mqnaU_9A8

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
    Registriert seit
    02.09.2009
    Ort
    Berlin (Mariendorf)
    Beiträge
    977
    Zitat Zitat von Ceos Beitrag anzeigen
    Das Problem mit der Reflektivität wirst du immer haben, das ist fast nicht vermeidbar
    Je rauher die Oberfläche ist, desto eher kommt abseits der Flächennormalen ein verwertbares Echo zurück. IR-Entfernungssensoren dürften da in den meisten Fälle bei schrägem Lichteinfall
    besser funktionieren. Die Kombination aus US und IR hat bzgl. der Erkennungssicherheit nur Vorteile.

    Zitat Zitat von Ceos Beitrag anzeigen
    Das Problem dieses speziellen typs ist einfach dass er eine zu große Keule hat
    Ne. Je schmaler die Schallkeule ist desto eher verliert man auch noch die grenzwertigen Reflexionen im Randbereich. Breiter ist hier eher vorteilhaft. Klar - die Richtungsauflösung verschlechtert sich mit der Breite der Keule.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
    Registriert seit
    11.12.2007
    Ort
    weit weg von nahe Bonn
    Alter
    33
    Beiträge
    2.709
    Ne. Je schmaler die Schallkeule ist desto eher verliert man auch noch die grenzwertigen Reflexionen im Randbereich. Breiter ist hier eher vorteilhaft. Klar - die Richtungsauflösung verschlechtert sich mit der Breite der Keule.
    falsch, eine breite keule bedeutet auch mehr echo und störpegel vom boden und teppichkanten, so verliert man empfindlichkeit für schwache echos
    Es gibt 10 Sorten von Menschen: Die einen können binär zählen, die anderen
    nicht.

  6. #6
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
    Registriert seit
    30.01.2004
    Ort
    München
    Alter
    65
    Beiträge
    12.496
    Nach meiner Erfahrung ist bei der relativ großen Wellenlänge von 8mm die Glattheit der meisten Oberflächen und die Spiegelwirkung die dadurch auftritt ein deutlicher Effekt. Eine etwas schräg angefahrene Wand wird dabei nicht als Hindernis erkannt. Hier kann eine etwas breitere Rihtcharakteristik helfen.
    Die Störungen kommen zeitlich unabhängig und sind dadurch (solange sie schwächer sind) vom zu messenden Signal recht gut entkoppelt. In einer stark gestörten Umgebung wird man entsprechend mit Mehrfachmessung arbeiten müssen.

    Schlimmstenfalls ist es im Einzelfall ganz anders, die Sharpsensoren sind aber in jedem Fall auch zu empfehlen.

  7. #7
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    27.07.2018
    Beiträge
    10
    Wow danke für die ganzen Antworten!
    Nun ich habe einen "Avoidance Sensor", also einen Infrarotsensor zu dem Roboter hinzugefügt. Der Infrarotsensor
    erkennt schräge Oberflächen. Die Kombination aus Ultraschall- und Infrarotsensor scheint den Roboter
    deutlich "unabhängiger" zu machen.

    Das "Radarprinzip" ist mir zuerst auch eingefallen. Ich finde die Lösung nur nicht so schön, da man
    den Roboter auch etwas langsamer fahren lassen muss, da der Sensor im richtigen Moment auf die Oberfläche zeigen muss.

    Das mit der Karte hört sich auch sehr interessant an und ich werde diese Lösung mit dem Radar auf jeden Fall nachholen.
    Programmiertechnisch stelle ich mir das relativ anspruchsvoll vor, aber genau darin besteht ja der Reiz.

    Gut ich habe trotzdem ein Problem.
    Wenn ich den Infrarotsensor mit dem Sensorshield verbinde, erkennt der Infrarotsensor dauernd ein Signal.
    Wenn ich den Sensor mit einem anderen Arduino verbinde, funktioniert der Sensor ganz normal.
    Dies ist mein erster Roboter, den ich baue und programmiere. Ich habe von Elektrotechnik leider nicht
    sehr viel Ahnung. Was muss ich beachten, damit der Sensor auf dem Sensorshield normal funktioniert?

Ähnliche Themen

  1. HC595 Schieberegister ESD Problematik
    Von MisterFQ im Forum Elektronik
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 03.06.2014, 10:40
  2. ultraschallsensor
    Von Owen im Forum Sensoren / Sensorik
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 15.04.2013, 07:45
  3. Ultraschallsensor
    Von Laren im Forum Sensoren / Sensorik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 18.01.2008, 17:26
  4. Ultraschallsensor
    Von e_f1986 im Forum Sensoren / Sensorik
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 04.01.2008, 17:43
  5. MC im Auto betreiben - Problematik Unterspannung
    Von Andree-HB im Forum Elektronik
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 04.10.2006, 12:08

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •