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Thema: Motor entstöhren?

  1. #1
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    Motor entstöhren?

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    Tag Zusammen,
    ich habe vor kurzem wegen meinem Praxissemester ein kleines Roboterprojekt gestartet. Ich komme eigentlich ganz gut vorwärts, aber jetzt hat mich ein Bachelorant in der Firma darauf angesprochen, dass meine DC-Motoren (Link folgt) unbedingt entstöhrt gehören. Was meint ihr, muss man das Ding wirklich entstöhren? wenn ja, wie?
    Gruß, Thomas

    LINK:
    https://www.conrad.de/de/getriebemot...z-1573543.html
    Geändert von Toran (20.03.2018 um 09:36 Uhr)

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    JA!

    Ein DC-Motor hat einen Kommutator, da gibt es Bürstenfeuer.
    Jeder Funke ist eine EM-Störung. und zwar eine breitbandige.
    Die ersten Funksender waren Funkensender.
    Auch wenn das bei kleinen DC-Motörchen nicht weit reicht, nimm doch mal ein billiges UKW Transitorradio und geh mal mit der Antenne dicht an den Motor (wärend der läuft).
    Da dürfte es je nach Leistung schon bemerkbare Störungen geben.
    Und selbst wenn nicht. Der Motor hat ja Kabel und die Elektronik des Roboters auch.
    Die Störungen können sich da schön im System ausbreiten.

    Für den RC-Modellbau gibt es sogar extra Entstörsätze für die Fahrmotoren.

    "dc-motor entstören" ist ein guter Suchbegriff für Suchmaschinen.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von White_Fox
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    Zum Entstören von Gleichstrommotoren nimmt man in der Regel Kondensatoren. Je einen Kondensator zwischen die Kontakte und je einen zwischen Motorgehäuse und Motorkontakt.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    Ich habe zufälligerweise den gleichen Motor hier liegen und hab mal eine Test gemacht.
    Das Oszilloskopkabel habe ich nur neben den Motor gelegt, ohne es irgendwie anzuschließen,
    den Motor habe ich dann laufen lassen.
    Ich glaube anhand des Bildes erkennt man, warum man die Motoren entstören sollte
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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    @ Siro
    Wenn Du jetzt noch ein Bild mal den selben Motor mit Entstörung machen kannst, ware das eine schöne Grundlage für einen RN-Wissen Artikel über Motor Entstörung.

  6. #6
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    http://rn-wissen.de/wiki/index.php?t...en_Ansteuerung
    Ganz unten findest du einen Absatz zur Entstörung

    MfG Hannes

  7. #7
    Wie weit bist du den damit?

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    Wie gewünscht:

    Ich habe mal versucht die Entstörung ein bissle zu dokumentieren.
    Da gibts jetzt sicher einiges zu meckern am Prüfaufbau, aber es ist schon deutlich zu erkennen, was die Entstörung bewirkt.

    Damit ich ungefär gleiche Ergebnisse bekomme, habe ich einen 1M Ohm Widerstand "isoliert" an der Seite des des Motors befestigt.
    Der ist nirgends angeschlossen, da hängt nur der Ossi dran. Damit habe ich einen definierten Abstand zur Störquelle und einen Eingangswiderstand am Ossi von 1M.

    Der Motor wurde stets mit 3,2 Volt im Freilauf ohne Getriebe betrieben.

    1. Versuch ohne Kondensatoren.
    Reichlich Störungen

    2. Dann habe ich eine 100nF direkt parallel zur Motorwicklung geschaltet.
    Das brachte eigentlich nichts.

    3. Dann habe ich einen Kondensator 100nF von einer Motorwicklung zum Motorgehäuse geschaltet
    Das sieht schon wesentlich besser aus.

    4. Nun wurde auch noch der zweite Pin vom Motor über 100nF ans Gehäuse geschaltet.
    Nun waren die Störungungen quasi weg.


    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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  9. #9
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Hey, das ist doch richtig anschaulich.
    Der Aufbau ist so ganz gut.
    Zwichen Störquelle und gestörtem System kommt es zu keiner Veränderung des Aufbaus wärend der Test. Und man sieht deutlich was die Entstörung bewirkt.

    Ich habe mir gleich mal Dein Bild und den Text abgespeichert.
    Ist schon einfach und anschaulich.

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