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Thema: MPLABX und PM3 Programmer

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    MPLABX und PM3 Programmer

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    Ich muss mal meinen Frust los werden und bitte schon vorab um Entschuldigung

    Ich benutze seit Jahren den sündhaft teuren PM3 Programmer von Microchip, 791,- Euro
    plus den Schnellspannsockel für 201 Euro....
    Dieses "Superteil" benötigt übrigens 5 mal länger zum programmieren als ein 10 Euro Programmer PicKit3

    Nun wollte ich mit MPLABX meinen Hexfile auf die SD Karte des Programmers schieben,
    damit unsere Produktionsabteilung "Standalone" die Chips programmieren kann.


    Ich habe einen ganzen Tag verbracht um das hinzubekommen....
    Wer programmiert bitte so eine Mist, das ging ja schon immer ziemlich bescheiden mit dem Vorgänger MPLAB ohne X
    aber jetzt fühlt man sich zurück versetzt in die Steinzeit.

    Ich benötige 3 Programme:
    MPLAB IDE
    MPLAB IPE
    MPLAB Drivere Switcher.

    Die Menüführung ist ABSOLUT Katastrophal und völlig unverständlich.
    Die Kommunikation mit dem Programmer über USB scheint mit 100 Baud oder weniger abzulaufen.
    Es bleibt also immer genügend Zeit für Kaffee. (das ist übrigens das einzig Positive in diesem Thread )

    Während der Versuche meine Datei nun auf die Karte zu bekommen, hat der Programmer sich mindesten 5 Mal geupdatet.
    Natürlich ohne Nachfrage, ich wollte das garnicht.

    Nachdem ich unverständlicherweise mit dem Driver Switcher irgendwas umngestellt habe,
    muß man nun MPLAB IPE geladen.
    Was man hier wie machen soll ????
    Naja hab mich da durchgewurschtelt und irgendwann die Taste gefunden um die Datei auf die SD Karte zu übertragen.
    Theoretisch zumindest, denn dann kam die Meldung
    Ich soll das Programm mit Administratorrechten starten.
    Das heisst also: alle mühsamen Einstellungen sind verloren und ich bin raus.....
    Also neuer Start "Als Admin" ausführen,
    nun kommen die nächsten Meldungen: irgendwas mit Jave soll ich bestätigen.
    Ich hab nix mit Java am Hut, ich wollt nur ne Datei zum Programmer schicken....

    Die Vorgehensweise innerhalb vom Prograqmm "IPE" will ich hier jetzt nicht erläutern,
    die vielen Schritte in merkwürdig, versteckten Menüs mit Passwortabfragen tue ich euch hier nicht an.

    Fazit: Hallo Microchip, Was soll der Scheiss ?????

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Ich HASSE microchip innig für ihre IDE aber ich bin nun mal gezwungen sie zu nutzen

    ich benutze hier den ICD3 mit MPLABX udn der tut es eigentlich ganz gut

    die IDE und IPE sind in Java programmiert, daher musstest du dafür Berechtigungen erteilen

    die IDE basierte mal (keine ahnung wieviel davon übrig ist) auf einer Art von Java Eclipse (javabeans oder so) wurde aber völlig entstellt und versaut#

    was ich dir raten kann, ist das Projekt mit eigenen makefiles neu zu erstellen und in normalem Eclipse (oder welche C-fähige IDE dir auch immer gefällt) zu programmieren und mit einem JTAG Flasher über die JTAG Schnittstelle zu flashen sofern auf dem Chip vorhanden oder alternativ die IPE zu benutzen um das File zu laden
    Es gibt 10 Sorten von Menschen: Die einen können binär zählen, die anderen
    nicht.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Zitat Zitat von Ceos Beitrag anzeigen
    Ich HASSE microchip innig für ihre IDE aber ich bin nun mal gezwungen sie zu nutzen
    Ich habe früher eigentlich keine IDE benutzt sondern einen Editor und make, hab mich aber wegen der PICs an MPLABX gewöhnt. Das angenehme ist, es läuft auch problemlos unter Linux.

    die IDE basierte mal (keine ahnung wieviel davon übrig ist) auf einer Art von Java Eclipse (javabeans oder so) wurde aber völlig entstellt und versaut#
    Es ist nicht Eclipse sondern netbeans, geschrieben in Java, daher ist Linux und Windows auch kein Problem. Ich vermute, netbeans als vergurktes Eclipse zu bezeichnen, kommt nicht bei jedem gut an (sicher nicht bei den Entwicklern von netbeans). Ich hab mich so an netbeans gewöhnt, daß ich es inzwischen auch für C und Javascript benutze. Es gibt aber, so wie für die PICs, massig Plugins für andere Sprachen und Umgebungen.

    Über die Vorlieben bei IDEs kann man nun trefflich streiten, mir gefällt, wenn sie nicht vom Chiphersteller/Compilerbauer stammt und sowohl auf Linux als auch auf Windows läuft.

    Ich benötige 3 Programme:
    MPLAB IDE
    MPLAB IPE
    MPLAB Drivere Switcher.
    Der Switcher ist eine Windows-Krücke. Die ist nötig, weil Windows sich den Treiber von MPLAB (ohne X) gemerkt hat, der nicht zu MPLABX passt. MPLAB wird nun schon seit Jahren nicht mehr unterstützt, wer da noch den alten Kram auf der Platte hat, braucht den Switcher oder muß sich gut in der Registry auskennen. Wenn ich mal was unter Windows mache, dann in einer VM. Da wird der Switcher zwar auch installiert, aber da dort nie MPLAB drauf war, nicht angefasst.

    Zitat Zitat von Siro Beitrag anzeigen
    Ich benutze seit Jahren den sündhaft teuren PM3 Programmer von Microchip, 791,- Euro
    plus den Schnellspannsockel für 201 Euro....
    Dieses "Superteil" benötigt übrigens 5 mal länger zum programmieren als ein 10 Euro Programmer PicKit3
    Das "seit Jahren" beschreibts schon. Das Teil ist ja steinalt, es hat ja sogar noch eine serielle dran. Es stammt aus einer Zeit, da gabs noch gar kein MPLABX. Daß das auch mit USB kaum schneller als mit der seriellen ist, verwundert mich nicht. Aber wenn der Entwicklungs-PC auch so alt ist, sollte das kaum auffallen. Ist wie überall in der Elektronik: neue Teile sind viel billiger, dafür aber schneller.

    Diese ganze Nullkraftsockel Geschichte muß man sich doch nicht mehr antun. MCUs und FPGA kann man doch im eingelöteten Zustand programmieren. Bei den PICs kostet es drei Pins, bei einem FPGA möglicherweise etwas mehr. Da kann man dann auch mal einen Lagerbestand an fertigen Boards updaten. Bei mir gabs für die Produktion immer einen eigenen Programmer mit Rechner. Ein gebrauchter Laptop war immer zu finden, darauf nur das Betriebssystem und das entsprechende Programm. Die passenden Inhalte kamen aus dem lokalen Netz.

    Aber mal ehrlich, einen Tag Arbeit statt 10€ für einen weitern PICKIT auszugeben (auch der könnte Stand-allone) ist doch kein wirklich guter Plan.

    Zitat Zitat von Ceos Beitrag anzeigen
    was ich dir raten kann, ist das Projekt mit eigenen makefiles neu zu erstellen und in normalem Eclipse (oder welche C-fähige IDE dir auch immer gefällt) zu programmieren und mit einem JTAG Flasher über die JTAG Schnittstelle zu flashen sofern auf dem Chip vorhanden oder alternativ die IPE zu benutzen um das File zu laden
    Das ist keine wirkliche Alternative. Debuggen auf Source-Level ist das für mich das wichtigste bei MPLABX. Breakpoints, Single-Step und Daten namentlich auch in Strukturen ansehen und das identisch für alle Prozessoren, für mich vom PIC12 bis zum PIC24. Und, da ich mich an netbeans gewöhnt habe, gleich weiter auf dem PC in der gleichen Oberfläche. Kurz gesagt, ich bin zufrieden.

    MfG Klebwax
    Strom fließt auch durch krumme Drähte !

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Es ist nicht Eclipse sondern netbeans, geschrieben in Java, daher ist Linux und Windows auch kein Problem. Ich vermute, netbeans als vergurktes Eclipse zu bezeichnen, kommt nicht bei jedem gut an
    irgendwas mit beans wars, ja netbeans nicht javabeans ;P

    ich hab nie gesagt das netbeans schrott ist, ich meinte mplabx ist eine hochgradig vermurkste variante von netbeans .... PS ist trotzdem eclipse drunter netbeans erwuchs aus eclipse, hat sich aber irgendwann selbstständig gemacht :P
    Es gibt 10 Sorten von Menschen: Die einen können binär zählen, die anderen
    nicht.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Zitat Zitat von Ceos Beitrag anzeigen
    ich meinte mplabx ist eine hochgradig vermurkste variante von netbeans
    Kannst du mal erklären, was du unter "hochgradig vermurkst" vestehst? Ich find keinen wirklichen Unterschied zur C-Variante für den PC. Der einzige Unterschied ist für mich: Debug läuft statt auf dem PC selbst auf der Zielhardware, etwas langsamer natürlich, und Build erzeugt ein Elf und programmiert ihn auf den PIC statt einfach ein PC-Executable zu erzeugen. Die restlichen Unterschiede haben auch nur mit den unterschiedlichen Run-Time Umgebungen zu tun (begrenzte Anzahl von HW-Breakpoints, SFR view, Config Register etc).

    Da ich Eclipse nicht kenne, kann ich die Unterschiede der drei IDEs, Visual Studio, Eclipse und netbeans nicht beurteilen. Was aber klar ist, weder Eclipse noch das Studio (da gibts was für die AVRs) kann ohne ein Plugin die speziellen Eigenheiten eines µCs berücksichtigen. Wie man mit einem Plugin aber eine IDE vermurksen kann, leuchtet mir nicht ein.

    MfG Klebwax
    Strom fließt auch durch krumme Drähte !

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    Hallo nochhmal zum Programmer:

    Ich hab auf meiner SD karte vom "PM3" 15 verschiede Hexfiles für die entsprechenden PIC Projekte.
    Die Produktion konnte bis gestern auch super damit arbeiten. Bis vor dem Update.....

    Das wird natürlich inzwischen auch im System programmiert, nicht mehr über den DIL Sockel.
    Das der Programmer gänzlich veraltet ist muss ich natürlich zustimmen.
    Der kleine PicKit kann (glaube ich) nur eine Datei als Standalone verwalten, das geht natürlich nicht in meinem Falle.

    Da ich nun grad festgestellt habe, dass durch das neueste Update garkeine Datei mehr von der SD Card funktioniert,
    werde ich den PM3 jetzt entsorgen. Ein kleiner Laptop mit dem PicKit3 bzw. ICD3, wo dann die entsprechende Datei von Platte geladen wird,
    ist jetzt die preiswerte, moderne, funktionierende Alternative....

    Mit der MPLAB Ide selbst, war ich eigentlich recht zufrieden, zumindest mit der alten, mit der neuen MPLABX
    habe ich noch nicht so viel gemacht.
    Ich mag zum Beispiel den Simulator, wo ich ohne Hardware schonmal einige Routinen oder auch Hardware testen konnte.
    Mit Pin Stimulus usw. hab ich damals viel probiert. Das möchte ich auf keinen Fall schlecht machen.

    Ging nur um den Programmer, der anscheinend nicht mehr zeitgemäß ist und den merkwürdige "IPE"

    Die IPE Software finde ich einfach nur Grütze.
    Irgendwo gabs früher auch mal ein Configuration Fenster, wo man die entsprechende Bits einstellen konnte,
    das finde ich garnicht mehr. Habe mir aber eh angewöhnt es im Sourcecode zu setzen, dann landet es auch gleich im Hexfile.

    Bin auch nach 20 Jahren noch ein echter "PIC" Fan (Beruflich und Privat) und benutze sie immer wieder gerne.
    Grade im RC-Modellbau und Eisenbahn.
    Die Leidenschaft liegt dabei hauptsächlich bei den 8 Pinnern wie 12F1840 der sogar mit 32 MHz taktet.

    Siro

    {edit}
    Ich sehe grad, es gibt ja da einiges Neues. TPG1LG1 zum Beispiel, der kann wohl 4 Programme als Standalone bereit stellen.
    Und 168 Euro ist auch nicht die Welt. Oder der TPG100009 mit 6 Programmen.

    den ganzen Tag heute wieder versaubeutelt, aber der PM3 macht nur noch Mist.
    Mittels IPE und dirket programmieren geht jetzt, aber über SD-Karte (auch nach neuer Formatierung) keine Chance,
    der Code läuft einfach nicht mehr. Programmer meldet aber keinen Fehler.
    schon zweimal alles neu formatiert und neue Files drauf gespielt mit dem IPE Programm.
    Eine Datei habe ich jetzt, die läuft.....warum die anderen nicht gehen, keine Ahnung.
    Geändert von Siro (26.01.2018 um 13:57 Uhr)

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Kannst du mal erklären, was du unter "hochgradig vermurkst" vestehst?
    die Dateiverwaltung ist gruselig, nur virtuelle ordner, wenn ich eine datei anlegen muss ich entweder raten oder mindestens 4-5 zusätzliche clicks machen damit sie im richtigen ordner landet

    die SVN ist weniger als halbherzig, beherrscht keine externals und wenn man nicht einmal im projekt etwas mit einem andern SVN client macht als MPLAB sonst kann MPLAB das projekt nicht mehr verwalten

    es bootet extrem langsam im vergleich zu einem C-Eclipse, die makefiles sind verwirrend, durch die virtuelle ordnerstruktur ist es unmöglich das projekt ohne die IDE zu compilieren

    dass das debuggen gefühlt 10 mal langsamer und unzuverlässiger läuft als mit dem gnu-debugger hast du ja schon selber bemerkt (PS er kann ja nichtmal den richtigen einsprung opunkt finden, wenn cih einen breakpoint setze ist es zufall ob er an der markierten zeile oder irgendwo drüber oder drunter anhält)

    ich könnte sicher noch ein paar weiteer punkte aufzählen, aber ich habe selten eine schlechtere umgebung erlebt .... bin aber gezwungen sie zu nutzen weil meine lieben kollegen aus der tochterfirma ja auf das PIC schwören und ihre Projekte nicht modular verwalten sondern lieber irgendwelchen code aus unterschiedlichen versionen zusammenkopieren und dann in einem projekt verrühren .... ich bin nicht stolz auf diesen teil unserer firma
    Es gibt 10 Sorten von Menschen: Die einen können binär zählen, die anderen
    nicht.

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