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Thema: Und speziell nochmal nur Lötkolben ...

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied Avatar von RoboTrader
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    Und speziell nochmal nur Lötkolben ...

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    Vielen Dank für eure Hilfe, nun hängt es noch am Lötkolben!

    Hierzu habe ich sämtliche Beiträge hier im Forum und auch Bewertungen bei diversen Online-Shops durchforstet. Da es so viele Meinungen wie Lötkolben zu geben scheint - und nochmal mehr Anwendungsgebiete - möchte ich hier meine Vorauswahl vorstellen:

    1. Lötkolben, weil günstiger, statt Lötstation, denn zum ablegen kann ich mir etwas bauen und ich investiere lieber in einen anständigen Lötkolben, der auch flexibel mitzunehmen ist.
    2. Ich möchte einfach ein paar Pins löten (nur Elektronik), natürlich auch mal einen IC, aber ich habe Fingerspitzengefühl und möchte eine feine Spitze nutzen, brauche dazu aber nicht verschiedene Modelle. Ausserdem eben ein "Erstgerät", da mein alter ERSA wirklich nur für Grobes gedacht ist.
    3. Scheinbar sollte man nicht unter 50W zugreifen und auf ein langes Kabel fürs "Handling" achten.
    4. China-Sets scheinen oft unzuverlässig zu sein und man spart am falschen Ende.
    5. Im Set mit Lötzinn, Lötfett und Entlötlitze oder Pumpe dachte ich an bis zu 50,-, falls realistisch. Wie gesagt, was Stabiles zum Starten, aber falls ich das oft nutzen sollte, kann ich gerne auf ein hochwertigeres Gerät umsteigen.


    Mehr fällt mir dazu nicht ein. Welches Modell würdet ihr empfehlen?

    Danke euch!
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker
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    Einen einzelnen Kolben kann ich nicht empfehlen. Spätestens wenn Du mal 'nen mittleren Stecker löten willst, lernst Du die Temperaturregelung einer Station zu schätzen und ungeregelte 50W sind für Platinen eigentlich zu viel.
    So was bei Reichelt liegt schon fast in Deinem preislichen Rahmen: https://www.reichelt.de/Diverse-Loet...1&SEARCH=%252A
    Getestete Haltbarkeit: 3 Jahre der Kolben (meist ist dann der Tempsensor hin, es gibt aber preiswerten Ersatz), 10 Jahre die Station (sagte in V1 bei mir danach keinen Mucks mehr, Controller oder Display defekt).
    Wenn Du Weller&Co präferierst, dann hält's wahrscheinlich auch 30 Jahre, Du bezahlst es aber auch entsprechend.
    (Meine Güte, lötet in 30 Jahren noch jemand per Hand?)

    Zubehör immer einzeln kaufen. Beiliegendes Lötzinn o.ä. immer wegschmeißen. Das Zubehör hat nicht umsonst seinen Preis. Lötfett braucht man zum Platinen löten in der Regel nicht, da die Seele des Zinns Flussmittel enthält. Bei selbstgeätzten Platinen hilft Lötlack. Bei gefertigten Platinen/Loch- oder Streifenraster muss der schon drauf sein.
    Bei THT hilft Entlötlitze nur begrenzt, da ist ne Entlötsaugpumpe besser.
    Bei SMD musst Du drauf achten, dass die Entlötlitze feinadrig ist (z. B. https://www.reichelt.de/Entloetpumpe...5&SEARCH=%252A
    saugt wesentlich besser als
    https://www.reichelt.de/Entloetpumpe...A&SEARCH=%252A
    , kostet aber auch. Mit dem 99 Cent -Kram kriegst Du 'nen TQFP-Controller o.ä. nicht vernünftig vom überschüssigen Lot befreit. Ich hab's probiert, bin fast wahnsinnig geworden und habe doch wieder die teure Entlötlitze gekauft.
    Geändert von Holomino (25.11.2017 um 16:15 Uhr) Grund: Wortfindungsstörung

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Rabenauge
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    Ich hab viele Jahre mit nem einfachen, billigen 25W-Lötkolben gelötet.
    Natürlich:fürs Grobe hab ich auch nen 100er....alles kann so ein Kleiner nicht.
    Ausgemustert hab ich den Kleinen deshalb, weil die Lötspitze nicht wechselbar war. Irgendwann sind die halt fertig, gerade bei den ganz billigen Dingern.
    Seitdem hab ich eine, auch ganz einfache, Lötstation, die lediglich ne grobe Temperatureinstellung hat. Nix mit Anzeige oder so Spielereien, keine echte Regelung (braucht man nicht wirklich, auch wenn es durchaus Vorteile haben kann). Kam, glaub ich, so um die 30, zusammen mit bissel Zubehör (mehrere Lötspitzen, wichtig!), dritte Hand mit Lupe, Schwamm (auch wichtig), Entlötpumpe (hervorragendes Werkzeug, auch wenn manchmal Entlöt-Litze besser ist). Hat 48W, genügt damit schon auch mal für nen Blechstreifen, wenn man ne stärkere Spitze einsetzt.
    Vorteil von dem Ding ist halt, dass man den Lötkolben vernünftig verräumen kann (weil ein Halter dran ist), dem Schwamm immer parat hat (liegt in nem angebauten Schälchen daneben) und man eben die Temperatur zumindest grob einstellen kann. Letzteres _braucht_ man nicht-ist aber schon praktisch.
    Ich würd sowas als Mindest-Einstiegsgerät empfehlen. Wenn ne Temperaturregelung (Regelung-die billigen schätzen nur!) dran ist, noch besser. Kostet aber auch....
    Grüssle, Sly
    ..dem Inschenör ist nix zu schwör..

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied Avatar von RoboTrader
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    Zitat Zitat von Rabenauge Beitrag anzeigen
    [...] Seitdem hab ich eine, auch ganz einfache, Lötstation, die lediglich ne grobe Temperatureinstellung hat. [...]
    Das hört sich für mich stimmig an. Könntest du mir da Firma und Modell nennen?
    Und dritte Hand, Schwamm und Entlötpumpe kann ich, denke ich, beliebig bestellen, aber welche Spitzen sind denn sinnvoll. Würde 2-3 zu Beginn nehmen. Was ist da passend?

    Danke für die Hilfe. Ich mache auch niemanden dafür verantwortlich, wenn's mir doch nicht gefällt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Könnte es dieses Set hier sein:
    https://www.amazon.de/gp/product/B005903KBM

    Ich tendiere gerade auch zu einem ersten billigeren Set und dann merke ich mit der Zeit, was ich brauche und für meine Anwendungen sinnvoll ist. Und dann wird ein gutes Exemplar gekauft, welches lange hält. Einzig das Argument, dass es dafür dann keine neuen Spitzen mehr gibt, ist für mich einleuchtend, aber irgendwo finde ich schon passende Stücke.
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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Rabenauge
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    Ja-sieht meinem sehr ähnlich. Andere Farbe- meine ist grau, und der Lötkolben hat nen gelben Gummiüberzug.
    Auch hatte ich das Döschen, den Seitenschneider und Zinn nicht bei.
    Braucht man auch nicht, Seitenschneider kauft man nen ordentlichen (der dann mehr als das ganze Geraffel kostet *grmbl), Lötzinn hol ich ausm Ramschladen (wichtig: lieber kein bleifreies nehmen, das Zeug lötet sich...erbärmlich), und in der Dose das wird wohl Lötfett sein- nie gebraucht.
    In deinem Set sind fünf Spitzen enthalten, war in meinem auch so- die genügen bisher (hab das Ding jetzt zwei, drei Jahre uuungefähr in Gebrauch), bisher hab ich eigentlich nur die feine und die flache benutzt.
    Hersteller, Name?
    China....ich guck mal was aufm Etikett steht...Fixpoint AP2.
    Das ist wahrscheinlich der Nachbar von Edi-Tronic.

    Weiteres Zubehör (nicht wichtig, aber praktisch) ein gewöhnlicher Nagelknipser. Geht wunderbar, um hervorstehende Beinchen von Leiterplatten abzuzwicken.
    Ausserdem eben Entlötlitze. Benutz ich nur, wenn es gar nicht anders geht (weil man die wegschmeisst, im Gegensatz zur Entlötpumpe), daher hab ich keine Ahnung, woher die mal stammte.
    Mal nem Elektriker auf dem Kreuz geleiert, oder so...
    Grüssle, Sly
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  6. #6
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    In dem genannten Set fehlt mindestens eine Pinzette. Eine gerade spitze Pinzette ist für mich beim Löten unentbehrlich und eine Kreuzpinzette auch sehr nützlich.
    Geändert von witkatz (28.11.2017 um 07:30 Uhr)

  7. #7
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    Ich möchte euch nochmals herzlich für die Meinungen und Tipps danken!

    Ich hatte mich für den etwa 30-Euro-Komplett-Set-Lötkolben entschieden. Heute war mein erster richtiger Löt-Tag, bei dem ich nur das Material aus dem Set verwendet habe: Bleifreies Lötzinn, Lötfett und den Lötkolben. Ich musste doch auf etwa 330°C hochregeln, damit das Lötzinn schmolz und ohne Lötfett konnte ich kein gutes Ergebnis erreichen. Aber auch kleinere Lötarbeiten habe ich ganz anständig hinbekommen, indem ich kurz die Lötspitze in das steinharte Lötfett getippt habe, dann an Lötfläche und Draht und dazu kurz danach das Lötzinn. Bin zufrieden, auch, wenn ich nun weiss, weshalb mir immer wieder die Empfehlung zu bleihaltigem Lötzinn begegnet ist.
    Zum Reinigen habe ich mich auch gegen den feuchten Schwamm entschieden und nutze nur ein Tuch zum abreiben.
    Durch das kurze Kabel zur Lötstation habe ich gleich mal kurz das Kabel mit dem Lötstab touchiert ... naja, somit ist die Rückgabe schon ausgeschlossen.

    Danke also und frohes Robotern, Löten und Programmieren!
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  8. #8
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    Schön zu hören das es gut geht. Trotzdem ein paar Tipps.
    Höhere Temperaturen verwenden. In der Ausbildung haben wir mit 350°C gelötet, mittlerweile löte ich mit 370°C (bzw bei höherem Wärmebedarf auch mehr).
    Ohne Lötfett löten, sollte auch ohne funktionieren. Flussmittel sollte im Zinn sein (wenn Elektronikzinn).
    Zum Reinigen habe ich lange Zeit einen Schwamm verwendet, jetzt verwende eine Abstreifwolle (z.b. https://www.reichelt.de/Loetspitzenr...E&SEARCH=%252A)

    Lötzinn verwende ich ein Edsyn SAC5500 0,5mm, das ist ein Sn95,5AgCu0,7 Zinn, also Pb frei und ohne Probleme (https://www.distrelec.de/de/loetdrah...500/p/18249078), bei Bedarf verwende ich zusätzlich Flussmittel. Löten und speziell Entlöten funktioniert mit Flussmittel besser.

    MfG Hannes
    Geändert von 021aet04 (09.12.2017 um 20:21 Uhr)

  9. #9
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    Zitat Zitat von 021aet04 Beitrag anzeigen
    Schön zu hören das es gut geht. Trotzdem ein paar Tipps.
    Gerne. Danke!

    Zitat Zitat von 021aet04 Beitrag anzeigen
    Höhere Temperaturen verwenden. In der Ausbildung haben wir mit 350°C gelötet, mittlerweile löte ich mit 370°C (bzw bei höherem Wärmebedarf auch mehr).
    Ohne Lötfett löten, sollte auch ohne funktionieren. Flussmittel sollte im Zinn sein (wenn Elektronikzinn).
    Zum Reinigen habe ich lange Zeit einen Schwamm verwendet, jetzt verwende eine Abstreifwolle (z.b. https://www.reichelt.de/Loetspitzenr...E&SEARCH=%252A)
    350-370° hört sich gut an, werde ich ausprobieren. Dachte erst, es wäre schädlich für die Teile, aber ich bin schnell und dann ist es besser, es erhitzt auch schneller, als dass ich ewig halten muss.
    Diese Wolle kenne ich nicht, aber bekommt man die auch anderswo? Ich frage morgen mal bei Conrad, bin wahrscheinlich dort.

    Zitat Zitat von 021aet04 Beitrag anzeigen
    Lötzinn verwende ich ein Edsyn SAC5500 0,5mm, das ist ein Sn95,5AgCu0,7 Zinn, also Pb frei und ohne Probleme (https://www.distrelec.de/de/loetdrah...500/p/18249078), bei Bedarf verwende ich zusätzlich Flussmittel. Löten und speziell Entlöten funktioniert mit Flussmittel besser.
    Sicher gut, aber extrem teuer ... puh. Kannst du da auch etwas günstigeres empfehlen?

    Einen schönen Abend!
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  10. #10
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    Die hohe Temparatur ist kein Problem, wichtig ist das du nicht zu lange lötest. Das kann speziell bei zu niedrigen Temperaturen passieren. Wenn ich eine Streifenrasterplatine löte, reinige ich auch noch mit einem Scotch-brite bzw feinem Schmirgelpapier.
    Die Wolle war bei meiner "neuen" Lötstation dabei (habe diese https://www.reichelt.at/XYTRONIC-Loe...EARCH=xytronic)

    Lötzinn habe ich diese von mir gepostete. Habe diese aber schon einige Zeit (mehrere Jahre). Eventuell gibt es welche mit weniger Gewicht (diese hat 500g).

    MfG Hannes

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