Wenn der Motor plötzlich mit voller Drehzahl losläuft, brauchst du den FET nicht mehr zu testen, er ist durchlegiert. Er wird auch sicherlich ziemlich heiß, kannst du leider durch Anfassen nicht überprüfen, die ganze Schaltung liegt ja direkt am Netz. Bei solchen Schaltungen, die einerseits Spannungen haben, die lethal sein können und die außerdem direkt mit dem Netz verbunden sind, ist das Entwickeln, Messen und Testen nicht leicht.
Es ist dir klar, daß dein Nano Netzpotential hat! Sollte der FET nicht nur durchlegieren sondern auch noch das Gate durchbrechen, grillt dir die gleichgerichtete Netzspannung den Nano und alles was daran angeschlossen ist. Also bisher: Glück gehabt.Der Mosfett ist ein IRFP460A ist jetzt glaub ich schon der 10te oder so. Dieser Mosfett war schon vorher drin, ich steuere ihn mit einem Arduino Nano mit einem 1Kohm Widerstand dazwischen.
Bei deiner Ansteuerung fallen mir zwei Dinge auf: die Gatespannung ist viel zu gering. 10V sollten es schon sein, besser die in den Diagrammen gezeigten 16V. Er steuert also nicht richtig durch, das lässt ihn heiß werden. Das 1 kOhm am Gate macht ihn zusätzlich extrem langsam. Das lässt ihn noch einmal wärmer werden. 0 Ohm wären da angesagt. Insgesamt ist die Selbstzerstörung des FETs schon in der Schaltung angelegt und so unvermeidbar.
Ich hab zwar keine Angst vor Netzspannung, aber Respekt. Daher vermeide ich den Umgang mit ihr und insbesondere mit gleichgerichteter, wenn immer es möglich ist. Wenn ich unbedingt selbst eine eigene Motorsteuerung realisieren will, finde ich leicht etwas mit 6000 Touren und 350W mit einer wesentlich ungefährlicheren Spannung wie z.B. 36 oder 48V. Da kann man vernünftig messen, auch mal das Scope anklemmen und muß sich nicht bei jedem Handgriff überlegen, ob das gerade ungefährlich ist.
Wenn man aber bei den 325V bleiben will. sollte man eine galvanische Trennung der Ansteuerung vorsehen. Ein kleines 12V Netzteil versorgt einen kräftigen FET-Treiber. Dieser wird über einen Optokoppler vom Nano angesteuert. Möglicherweise noch ein Relais, mit dem man die ganze Motorschaltung vom Netz trennt. Damit können dann auch Entladewiderstände eingeschaltet werden, damit die Kondensatoren zuverlässig entladen und der Motor abgebremst wird.
Insgesamt solltest du das Ganze noch einmal gründlich überdenken.
MfG Klebwax








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