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Brandgefahr besteht prinzipiell bei unsachgemäßer Benutzung, unabhängig vom Hersteller/Herstellungsland.
Mein Acer Notebook Netzteil wird im ordnungsgemäßen Betrieb warm genug, das ich es bei Schmerzen einfach mal als Wärmeacku auf mich lege.
Das heist im Umkehrschluß, damit es nicht brennt bzw. die Themrische Sicherung anspricht müssen fünf Seite ihre Wärme frei abstrahlen können.
also in eine Sofaritze verschwinden lassen ein Kissen drauf liegen lassen, sind unsachgemäße Benutzung und führen durch Wärmestau eventuell zum Brand (kommt auf den Flammpunkt der umgebenden Stoffe an).
Analog gilt das auch für Handy Ladegeräte. nimmt man die als günstiges 5V Netzteil und baut die womöglich noch in beengte Räume ein wo ein Wärmestau entstehen kann, dann kommt es nur auf die Belastung an ob da eine gefährliche Wärmemenge entsteht oder nicht.
Belastet man ein 1A Netzteil dauerhaft mit 50mA ist das Risiko geringer wie wenn man das selbe Netzteil dauerhaft mit 995mA belastet.
Nimmt man ein Netzteil. das für Dauerbetrieb ausgelegt ist, ist das Risiko geringer wie bei einem Netzteil, das für gelegentlichen Betrieb während einer kurzen Zeitspanne gedacht ist.
Ein Handyladegerät ist so ein Kanidat, der vermutlich nie für einen Dauerbetrieb konzipiert wurde.
Da kann neben einer Brandgefahr ganz einfach auch ein vorzeitiges Ableben erfolgen.
Wenn man es täglich eine Stunde zum Laden nimmt entspricht eine kalkulierte Lebensdauer von 2000 Stunden, etwa 5 Jahren und 6 Monaten.
Nimmt man es im 7x 24 Dauereinsatz, dann sind 2000 Stunden grade mal 2 Monate und 23 Tage.
Geändert von i_make_it (13.03.2017 um 12:01 Uhr)
interessanter Aspekt, wie kann man so eine "Degeneration" denn bemerken? Ich hab Amazon Fire TVs die eigentlich nur sowas wie ein USB Netzeteil benutzen, dass man auch bequem zum (schnellen) laden des Handy benutzen kann.
2 davon sind bei mir im Dauereinsatz seit ca. 1 Jahr (naja gefühlt 80% im Standby)
Es gibt 10 Sorten von Menschen: Die einen können binär zählen, die anderen
nicht.
Von Degeneration habe ich nicht gesprochen, obwohl die Bauteilermüdung ein wesentlicher Faktor ist.
Eher von "planned Obsolescence" bzw. davon das man bei der Konstruktion eines System bestimmte Vorgaben hat und ggf. eine begrenzte Lebensdauer von vorneherein plant.
Antriebswellen für den Rennsport sind z.B. auf genau ein Rennen ausgelegt, von "arbeitet nicht mehr im optimalen Bereich bis hin zu kurz vor kaputt ist da beim Wechsel alles drin.
Bei einem PKW im "normalen" Straßeneinsatz kann so eine Antriebswelle aber auch mal 10 bis 15 Jahre halten.
Oder wenn ich die Statik eines kleinen Regals berechnen Soll nehmen ich halt andere Sicherheitsfaktoren wie wenn es um Kranbau oder Aufzüge geht.
Genauso kann man bei Schaltungen einen 16V, einen 35V oder einen 63V Elko nehmen (um mal ein Bauteil rauszupicken).
Bei identischer Belastung kurz unterhalb der Grenzwerte des 16V Elkos wird dieser funktionieren, aber Alterung und Spannungsspitzen werden dessen mittlere Lebensdauer deutlich geringer halten wie die der 63V Version.
Oder bei mir hier, Festplatten.
Zwichen den Platten für PCs und Notebooks und den Serverplatten ist ein deutlicher Unterschied im MTBF Wert (und dem Preis).
Eine günstige PC Festplatte ist halt nicht für den 7x24 Einsatz in einem Server vorgesehen.
Wenn die Platten 8 Jahre halten sollen, hat man halt über 70000 Stunden beim Server gegenüber knapp 17000 Stunden (8h x 5d x 52w) beim PC.
Ist ja beim Homo-Sapiens auch so, das nach einer bestimmten "Betriebszeit" die Ausfälle immer mehr werden. die MTBF nennt sich bei uns halt durchschnittliche Lebenserwartung.
Und wir sind halt auch ein Modell was nicht für den 7x24 Einsatz vorgesehen ist sondern eher so für 7x16.
PS: erkennen kann man so was kaum.
Bei jedem Halbleiter ist es ja so das die p-n Übergänge ab der Herstellung altern.
Einfach weil Dotierungsatome im Gitter auch mal wandern können.
http://www.elektroniknet.de/halbleit...agen-1377.html
Generell kann man sagen bei Halbleitern sind größere Strukturbreiten langliebiger als hochmoderne mit unter 1µm.
Aber wer hat da schon Einfluß drauf wenn er nicht selbst der Hersteller ist.
Wenn man selbst Einfluß nehmen will (wird verdamt teuer) kann man sich die Bautiellisten der ESA und NASA ansehen mit freigegebenen Bauteilen für Weltraummissionen.
Da kommt es auf die Störfestigkeit gegen Ionisierende Strahlung an und das die Bauteile auch eine 20 Jahres Mission überstehen ohne auszufallen.
https://escies.org/download/webDocumentFile?id=65443
(PDF zum Downloaden)
Geändert von i_make_it (14.03.2017 um 16:16 Uhr)
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