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Thema: Falsche Feuchteanzeige ??

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von oderlachs
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    Falsche Feuchteanzeige ??

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    Hallo Freunde !

    In meiner Winterarbeit habe ich für meine Garagen etwas gebastelt, einen Klimalogger. Alles soweit ok, aber wenn ich das "Präziszions-Haar-Hygrometer" mit der Anzeige vom DHT22 in Sachen Feuchte vergleiche , bekomme ich "feuchte Augen".
    Zeigt mir das Haarhygrometer zBsp. jetzt 75% an, habe ich an der Feuchteanzeige eines DHT 37,50% , also nur die Hälfte des anderen Wertes. Dies schwankt natürlich etwas je nach DHT, also der einzelnen Sensoren. Es bewegt sich aber so immer etwa im selben Bereich.

    Ist hier nun etwas total falsch, oder sind es zwei unterschiedliche Messwerte, die anders Interpretiert werden müssen??

    Ich habe drei Hygrometer zur Verfügung, die alle den etwa gleichen Anzeigewert bringen, ebenso aber auch ca . 10 versch. DHT Sensoren, die sich im Auslesewert auch nicht viel unterscheiden.
    Ich denke, dass ich da einen Fehler , bei Betrachtungsweise der Messwerte mache.

    Kann mir da vieleicht ein Kenner des Faches eine Info geben ??

    Vielen Dank schon im voraus !

    Gerhard
    Arduinos, STK-500(AVR), EasyPIC-40, PICKIT 3 & MPLABX-IDE , Linux Mint

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Da der DHT22/AM2302 über einen Single Bus, seriell komuniziert und seine Daten in Form von 5 Bytes ausibt, sollte man mal da ansetzen und sich das Programm ansehen.

  3. #3
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    Ich denke schon, dass die beiden Messgeräte das selbe messen, also die relative Feuchte.
    Ein paar Ideen:
    Haarhygrometer brauchen regelmäßige Konditionierung bei hoher Feuchte. In einem dichten Gefäß (z.B Plastiksack) zusammen mit einem feuchten Tuch für mehrere Stunden: die Anzeige sollte dann nahe 100% stehen. Erst danach ist das Gerät einsatzbereit. Die Konditionierung muss gelegentlich wiederholt werden.
    Bezüglich der kapazitiven Sensoren habe ich wenig Erfahrung, allerdings ist die wenige Erfahrung dahingehend, dass man deutliche Fehlmessungen erwarten kann. Über den speziellen Sensor kann ich nichts sagen.
    Für eine Kalibrierung bietet sich ein unabhängiges Meßgerät an, relativ einfach im Selbstbau wäre ein Psychrometer (sie z.B. hier).

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von oderlachs
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    Vielen Dank Euch beiden , werde weiter probieren....

    Gerhard
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  5. #5
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    .. einen Klimalogger .. aber wenn ich das "Präziszions-Haar-Hygrometer" mit der Anzeige vom DHT22 in Sachen Feuchte vergleiche , bekomme ich "feuchte Augen"..
    Also ein Haarhygrometer mag präzise sein, aber es altert - und es kann mal schneller und mal langsamer altern. Recht genaue Ergebnisse bekommt man mit nem Aspirationspsychrometer nach Aßmann (und hier) oder mit vergleichbaren Geräten. Ziemlich einfach, gerade wie geschaffen für den Selbstbau, ist das Schleuderpsychrometer das auf dem gleichen Messprinzip aufbaut - und den gleichen Auswertetabellen. Das gabs früher z.B. auf vielen (Segel-)Flugplätzen. Man braucht halt zwei entsprechend genaue Thermometer (bitte vorher Anzeige in ein paar Punkten abgleichen) im Bereich etwa 0°C bis 30°C - die möglichst auf ein halbes Grad genau abgelesen werden können. Mit so etwas könntest Du Dir also einfach Referenzwerte beschaffen.

    Anmerkung: Präzision ist messtechnisch die so genannte Wiederholgenauigkeit. Die kann extrem gut sein auch wenn die gemessenen Werte weitab der tatsächlichen Werte liegen. Dagegen ist die Übereinstimmung der Messergebnisse mit den tatsächlichen Werten als Genauigkeit zu bezeichnen. Es gibt also Präzision ohne Genauigkeit und Genauigkeit ohne Präzision *gg*.
    Ciao sagt der JoeamBerg

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von oderlachs
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    Hallo OberAll..

    Danke für Deine Aufklärung, ich würde ja ein kommerz. Messgerät mal kaufen, nur für was Professionelles blätter ich wohl mehr als meine Rente hin und die "Preiswerten" sind auch nur Schätzeisen.
    Ich werden mal den DHT ins Wasser stecken dan auf 100% ecihen...lach.

    Muss mal sehen wie ich das hinbekomme..mal in der Landwirtschaft rumfragen die haben im Getreidelager bestimmt da was, oder halt mal an der Schule im Physikunterricht(-cabinett) nachfragen.

    Gerhard
    Arduinos, STK-500(AVR), EasyPIC-40, PICKIT 3 & MPLABX-IDE , Linux Mint

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Der DHT22/AM2302 hat ja einen kapazitiven Sensor, da ist die Genauigkeit nicht so groß +-1,5% können es durchaus sein,
    Aber ich denke mal daß ein 50% Fehler eher in der Verarbeitung der digital gelieferten Daten liegt denn im Sensor.

    Versuche doch mal mit einem großen Müllbeutel und etwas Reis einen geschlossenen Aufbau mit unter 45%RH zu realisieren in dem dann beide Arten von Hygrometer stecken.
    Eventuell gibt es ja bei der Verarbeitung der Daten ein Problem mit dem highbyte-RH. Das dürfte bei einem Wert von kleiner 256 ja dann wegfallen, da im Highbyte dann nur Nullen stehen.
    Falls Du es nicht schon hast, das ausführliche Datenblatt:
    http://akizukidenshi.com/download/ds/aosong/AM2302.pdf
    Das ist umfangreicher als der China Waschzettel zum DHT22.

    Sollte es bei niedriger Luftfeuchte zu (annähernd) übereinstimmenden Ergebnissen kommen, kannst Du mit einer übersättigten Kochsalz(NaCl)lösung bei 20°C auf 75-76%RH kalibrieren.
    Luftdichter Behälter, Kochsalz rein, anfeuchten, Messgeräte mit Abstand über das Salz, Behälter schließen, ggf. mit Wärmequelle nachhelfen damit sich 20°C im innern einstellt.
    Damit kannst Du beide Geräte dann auf +-0,5% (Bei genau 20,0°C) kalibrieren.

    So kann man auch ein aus Cellophanfolie selbst gebautes Hygrometer kalibrieren. (Steht auf meiner To Do Liste für meinen Großneffen)
    Geändert von i_make_it (31.01.2016 um 10:42 Uhr)

  8. #8
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    Danke ImakeIt !

    Das "Dumme" an der ganzen Sache ist ja , das ich den Code nicht selber erst mal geschrieben , welcher zur Berechnung dient. Ich verwende zZt noch rumliegende Arduinos samt DataloggerShields usw. . Das heist die Messverfahren oder Code-Beispiele sind von Adafruit, DF-Robot bzw. Sparkfun die ich jetzt erst mal verwende. Ich kann nicht glauben das dabei alles Falsch sein soll.
    Aber ich glaube unsere Apotheke hat sowas wie eine Klimakammer, da könnten sie mal meine Hygrometer testen..vielleicht.
    Das werde ich bestimmt noch hinbekommen, wie das zu deuten ist. Schliesslich werde ich die Garagen nicht extra mit Klimaanlagen ausstatten wenn da was von zu hoher oder niedriger Feuchte angezeigt wird.
    Mir ist das nur etwas zu stark in der Abweichung vorgekommen...wir werden sehen.
    Es geht schliesslich darum, die trockenere Luft, falls das Aussen der Fall sein sollte, nach innen zu Pusten...bzw die feuchtere von innen nach aussen.(Innen-/Aussen-Temperatur natürlich dabei berücksichtigt)


    Gerhard
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  9. #9
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    Du kannst ja mal ein Sketch schreiben, mit dem Du den Single Bus ansteuerst und dann die zurückkommenden Daten per Terminal am PC ausgibst.
    Dann kannst Du das von hand umrechnen und feststellen was dabei rauskommt.

    Apotheke, Klimakammer. Kann man machen wie gesagt ein großer, transparenter, Müllbeutel reicht. wenn man etwas Bindedraht hat, macht man sich einen Rahmen.
    Eine Fahradbirne kann als Heizung dienen.
    Die Salzlösung zum kalibrieren des Haarhygrometers und dann Reis um die Luftfeuchte zu senken und bei einem niedrigen Wert die Ergebnisse zu vergleichen.
    Das kann man selbst machen.

    Was halt irritiert, ist das 10 verschiedene DHT falsch messen sollen. Entweder sind das fakes, oder der gemeinsame Nenner ist der Programmcode, der vermutlich immer der selbe ist und so die durch die Tolleranz leicht unterschiedlichen Messwerte der Sensoren alle in der selben Art und Weise verfälscht.
    Geändert von i_make_it (31.01.2016 um 12:01 Uhr)

  10. #10
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    Hallo Gerhard,

    So ein Faktor 2 ist bei binärer Verarbeitung immer sehr verdächtig.

    Da kann der Messwert um eine Bit-Position verschoben sein, also im Prinzip ein Komma-Fehler.
    Im Dezimalsystem ergibt ein Komma-Fehler einen Faktor 10.

    MfG Peter(TOO)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

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