Hallo Besserwessi !
Vielen Dank für deine Antwort.
Ich möchte möglichst kurz (max. ein paar Stunden) in permanenter Temperatur messen um z.B. feststellen, was in meiner neugekaufter batterieloser Uhr mehr Strom braucht: die Uhr oder der Goldcap.![]()
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Vielen Dank für deine Antwort.
Ich möchte möglichst kurz (max. ein paar Stunden) in permanenter Temperatur messen um z.B. feststellen, was in meiner neugekaufter batterieloser Uhr mehr Strom braucht: die Uhr oder der Goldcap.![]()
MfG (Mit feinem Grübeln) Wir unterstützen dich bei deinen Projekten, aber wir entwickeln sie nicht für dich. (radbruch) "Irgendwas" geht "irgendwie" immer...(Rabenauge) Machs - und berichte.(oberallgeier) Man weißt wie, aber nie warum. Gut zu wissen, was man nicht weiß. Zuerst messen, danach fragen. Was heute geht, wurde gestern gebastelt. http://www.youtube.com/watch?v=qOAnVO3y2u8 Danke!
Ich glaube, das kann man wirklich nur rechnerisch ermitteln, direktes Messen wird wohl kaum drin sein.
Der Entladestrom eines Kondensators liegt in Bereichen, die für die meisten Messgeräte und Netzteile unter Rauschen fallen würden.
Wenn du den parasitären Parallelwiderstand mal mit 1MOhm annimmst und dein Cap eine Spannung von 5V aufweist, dann fließen gerade mal 5µA.
Damit man das einigermaßen genau messen kann, brauchst du Meßgeräte, deren Widerstand äußerst präzise, hoch und vor allem bekannt sein muß.
Wenn du ein Oszilloskop hast könntest du ja mal versuchen, herrauszufinden, wie hoch der Einfluss deines Gerätes bei einer Messung ist. Wenn du den Strom gut genug abschätzen kannst, könntest du einen Widerstand (ein paar MOhm) in Reihe zum Kondensator schalten, das Ganze an ein Netzteil anschliessen, den Spannungsabfall über Reihenwiderstand und Kondensator messen und aus diesen Messungen den Parallelwiderling des Kondensators ermitteln. Zumindest theoretisch.
Praktisch stehst du jetzt vor folgenden Problemen:
-Wenn wir jetzt mal die Kapazität 0,1F annehmen (kleiner Cap!) und einen Reihenwiderstand von 500kOhm (würde bei 5µA einen Spannungsabfall von 2,5V machen) dann kommst du auf eine Zeitkonstante Tau, die man schon in Tagen angeben kann. Einen Zustand, den man als hinreichend stationär annehmen könnte, würde sich nach etwa 5 Tagen einstellen (bei gerade mal 8 Tau).
-In dieser Zeit eine konstante Temperatur zu gewährleisten ist ohne umfangreiche Laborausstattung kaum machbar, Temperaturschwankungen werden dir das Ergebnis in schlecht abschätzbarer Weise versauen.
-Dazu kommt noch das Problem nichtidealer Messgeräte. Die Messwiderstände von Oszilloskopen dürften in etwa der Größenordnung liegen, wie es auch der parasitäre Parallelwiderling deines Caps ist. Dementsprechend unbrauchbar wird dann auch die Messung ausfallen.
Es hat schon seinen Grund warum sowas niemand misst...sondern immer nur indirekt erfasst und errechnet wird.
Danke für deinen Beitrag und sorry, dass ich ihn unkomentiert lasse.
Der gemessene Selbstentladestrom vom Goldcap ist unter 0,1 µA, also für mich wirklich unmessbar, was mich sehr freut.
Geändert von PICture (09.11.2013 um 14:12 Uhr)
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