Es geht also um die dynamische Freisetzung von Energie aus einem Federspeicher. Der Auflademechanismus des Speichers (Servo) soll die Dynamik der Freisetzung nicht behindern. Ein weiterer (noch nicht explizit angesprochener) Aspekt ist, dass die Masse der hoch beschleunigten Bauteile einigermaßen gering gehalten werden soll, der Motor soll also nicht gerade an der Stelle mit den höchsten Beschleunigungen sitzen.

Die Sache mit dem Seil gefällt mir eigentlich deshalb nicht, weil Seile die Tendenz haben von ihren Führungselementen abzuspringen, wenn sie nicht ständig auf Zug gehalten werden. Eine Ausnahme bilden kurze und relativ steife Seile, ein steifes Seil verbietet sich aber im gegebenen Konstruktionsvorschlag, weil sich im Bereich des Gelenks eine starke Krümmung ergeben muss. Dieses starke Umbiegen des Seils ist ebenfalls kritisch zu sehen (auf Hinblick auf die Lebensdauer des Seils).
Um die Unsicherheit mit dem Seil zu beseitigen, würde ich vorschlagen, die Entkopplung des Motors bei der Auslösung der Feder anders als über die eher unkontrollierte Bewegung des Schlappseils zu realisieren. Es gibt ja einfache technische Möglichkeiten, z.B. Linear: ein Zapfen in einem Langloch oder Rotatorisch: zwei Scheiben auf einer gemeinsamen Welle mit jeweils einem Zapfen als Mitnehmer, die Momentenübertragung ist nur möglich durch Berührung der Mitnehmer. Eine Aufladung der Feder kann dann immer noch mit einem Seil erfolgen um den Motor an eine günstigere Stelle zu plazieren, das Seil kann aber eindeutiger geführt werden. Bei der gesamten Konstruktion ist natürlich auch noch die Hemmung (Solenoidbremse) zu berücksichtigen (diese ist vermutlich auch relativ schwer).