Bei den kurzschließen des Motors im PWM Betreib muß man die verschiedenen Zeitskalen beachten. Im PWM Betreib wird der Motor nur für etwa 1 ms oder weniger kurzgeschlossen. In dieser Zeit sorgt die Induktivität der Spulen dafür das der Strom weiter in die selbe Richtung fließt wie zuvor.

Zum Bremsen wird auch kurzgeschlossen, aber länger. Wenn der Motor vorher lief, wäre es effektiver die ersten etwa 2 ms die Transostoren alle offen zu lassen, damit sich das Magnetfeld in der Spule abbauen kann, wird aber fast nie gemacht. Nach einiger Zeit ist das Magnetfeld vom Antrieb abgebaut und der Strom fleißt dann in die andere Richtung als beim PWM. Dann wirkt der Kurzschluß als Bremse.

Daran sieht man auch, das man die PWM Frequenz nicht zu niedreig wählen darf, denn dann macht man wirklich abwechseln Vollgas und Vollbremsung. Eine niedreige PWM Frequenz geht nur, wenn man mit Freilaufdioden arbeitet, so dass der Strom nur in die eine Richtung weiter fließen kann.