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Thema: Audiosignal zum Schalten nutzen

  1. #1

    Audiosignal zum Schalten nutzen

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    Hallo,

    Ich habe hier ein ganz besonderes Problem: Nämlich möchte ich den Audioausgang des Computers zum Schalten einer Lampe nutzen.
    Der Grund ist, dass die Lampe aus einer Flash-Anwendung gesteuert werden soll, die natürlich anderwärtig nicht auf die Hardware zugreifen kann.

    Im Prinzip kann das nicht sonderlich schwer sein. Ich denke, man braucht

    1. einen Gleichrichter (der schon bei kleinen Spannungen funktioniert, siehe auch https://www.roboternetz.de/phpBB2/viewtopic.php?t=39453)
    2. eine kleine Verstärkerschaltung
    3. einen Transistor, der dann das Schaltsignal erzeugt
    4. ein Relais

    So meine Vorstellung, vielleicht geht es ja alles noch einfacher oder sogar in einem Bauteil.

    Es würde also reichen, wenn die Lampe bei Signal an ist und ohne Signal aus. Also wie eine Lichtorgel, nur ohne Frequenzunterscheidung.

    Meine Kenntnisse reichen aber nicht aus, dafür eine Schaltung zu entwickeln (löten könnte ich sie). Kann mir jemand unter Arme greifen?

    Viele Grüße
    retani

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Moin,

    also, so wie ich das verstehe, kannst du dafür einen Operationsverstärker nehmen, der Verstärkt das Signal, soweit, dass es nutzbar wird. Entweder als normaler Wechselstromverstärker ,mit einem Kondensator am Eingang (entkoppelt) , oder als Komparator geschaltet, am besten mit Hysterese, damits nicht aus geht, nur weils leiser wird. Der Ausgang treibt einen Transistor, der das Relais schaltet. Freilaufdiode an der Relaisspule nicht vergessen. Der Gleichrichter kann dabei fast entfallen, ich weiß allerdings nicht, was deine Software erzeugt, Töne, oder wirklich Musik/Sprache, sodass du ein Frequenzgemisch hast, und zwischendrin auch gerne aussetzer. Dann könnte man noch ein Flipflop bauen oder als IC dazu nehmen. Alternativ könnte ein Kondensator vor dem Schalttransistor noch etwas den Schaltvorgang verzogern.

  3. #3
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    Ich würde es so ähnlich machen: OP als Wechselspannungsverstärker, dann gleichrichten mit einem Kondensator glätten. Nun käme es drauf an, welcher Zweck verfolgt wird und welcher Art die Eingangsspannung ist: direkt auf einen Schalttransistor wie vorgehend beschrieben oder auf einen weiteren OPVerstärker mit Schalthysterese und dann auf einen Schalttransistor...

  4. #4
    Hallo,

    Vielen Dank für die Antworten. Ich habe das mal versucht, nachzuvollziehen, und das sieht dann so aus (Anhang).

    Das Audiosignal kann ich steuern, also ist vielleicht wirklich kein Gleichrichter nötig.

    Was meint ihr? Fehlen da noch Widerstände? Macht das überhaupt Sinn? Die 12V würde ich vom Computernetzteil nehmen, kann ich den Audioausgang wirklich mit der gleichen Masse verbinden? Meine Erfahrung ist ziemlich gering, also würde ich euch bitten, auch einen Blick auf die Details dieser Skizze zu werfen (richtiger Transister, Dioden richtig herum?).

    Merci,
    retani
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken op_180.jpg  

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Zum Erkenne von Tönen gibt es auch spezieller Ton Decoder, z.B. LM567, NE567. Da wird getestet ob in dem Audiosignal eine bestimmte Frequenz (ca. +-10%) mit genügend Amplitude vorhanden ist.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Die Schaltung geht so noch nicht:

    Die Diode müßte parallel zur Relaisspule, als Freilaufdiode. Man muß die Schaltschwelle für den Operationsverstärker (oder komperator) etwas über GND setzen (z.B. 0,1 V aus einem Spannungsteiler). Dann bräuche man noch etwas Glättung und Hysterese, damit das Relais dann wirklich eine Gleichspannung kriegt. Die Hysterese kriegt man durch einen Widerstand vom Ausgang zum nicht invertierenden Eingang des OPs.

    Für die Glättung gibt es mehrere Möglichkeiten, eine wäre den Transistor gegen Masse Schalten zu lassen und das Relasi dann nach +12 V. Vor die Basis kommen dann 2 Widerstände in Reihe, und in die Mitte ein Kondensator gegen GND.

  7. #7
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    Die Idee mit dem Soundkarteninterface für FLASH ist echt interesannt. Allerdings würde ich einen kleinen Mikrocontroller nehmen und mit einem DTFM-Decoder (gibts für AVRs schon fertig) die Ausgabemöglichkeiten erweitern. Dann kannst du mehr machen, als nur eine Lampe zu schalten.
    Vielleicht kannst du mit der Soundkarte und Actionscript auch einen Rückkanal realisieren. Dann hätte man ein langsames IO-Interface für FLASH.

    Gruß,
    SIGINT

  8. #8
    Hallo Besserwessi, meinst du so?

    Den Spannungsteiler und die Diode habe ich jetzt verstanden. Nach meinen Berechnungen müsste R1 = 119*R2 sein (?). R5 so in der Größenordnung von R2? Und R4 < R3?
    Die Schaltung für die Glättung ist mir noch nicht so klar. Ist sie so richtig?

    @SIGINT: Mehr machen wäre natürlich noch toller. In einem Audiosignal kann schon ziemlich viel drin sein. Aber das klingt nun noch komplizierter.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken op2_113.jpg  

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Die Schaltung mit der Glättung und dem Transistor ist so richtig. Die Hysterese noch nicht. Da würde ich den Spannungsteiler von der versorgungsspannung an den + Eingang des Ops legen und auch den Widerstand vom Ausgang. Das Eingangssignal kommt dann an den - Eingang. Wegen des Bias Stroms muß dann noch ein Widerstand gegen Masse.

  10. #10
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    Ich hab mir mal einen Umschalter mit Relais gebaut. Das Signal wird entweder auf den Fernseher oder auf die anderen 4 Boxen geschalten.

    Leider musst ich feststellen das für Audiosignal mit etwas mehr Leistung bzw. Spannung (Was du denke ich mal mit einem OP verstärker haben wirst) Relais absolut unbrauchbar sind.

    Sobald eine bestimmt Leistung erreicht ist, fangen die Relais zum Flattern an (schließ und öffnet ständig)

    Also ein Relais würde ich dir nicht empfehlen, lieber eine "Endstufe" noch mal hinter dran hängen... z.B. eine Tyristor oder der gleichem.

    Grüße

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