Man kann nicht einfach ein Schaltsignal oder in deinem Fall zwei Schaltzustände auf eine Trägerfrequenz von 433 oder 868 MHz packen.
Die Funkmodule haben einen Eingang für digitale serielle Signale.
Man könnte also ein Rechtecksignal auf so ein Sendemodul geben und dieses am Empfängermodul wieder empfangen (u.U. invertiert)
Je nach Modultyp können Frequenzen bis 2,5kHz oder bei einigen bis 10kHz verarbeitet werden. Vergleichbar mit der Baudrate einer seriellen Schnittstelle.

Um z.B. unterschiedliche Schaltbefehle zu übertragen kann man sich also unterschiedliche Bitmuster überlegen und diese auch senden.
Es ist aber sehr ungünstig mehrere gleiche Bitfolgen wie 10000001 oder 11111110 zu senden. Deswegen gibt es immer wieder Probleme, wenn man mit dem Seriellen Ausgang des µC unbedachte Befehle versendet.
Um diese Probleme zu umgehen sollte man Bitfolgen z.B. nach der Manchestercodierung senden.


Wenn man sich aber darüber nicht so sehr den Kopf zerbrechen möchte, kann man die erwähnten Encoder / Decoder verwenden.
Diese brauchen einen Widerstand der die Oszillatorfreqenz bestimmt (welche die Funkmodule noch ab können). Je nach Typ haben diese 8 bis 10 Adressinputs. Man kann die Anschlüsse also in einem beliebigen Bitmuster auf Masse und Versorgungsspg. legen. Einige haben für noch mehr Kombinationsmöglichkeiten einen TriState Input welcher auch noch offen gelassen werden kann.
Die gleiche Adresse (Schlüssel) stellt man dann auch beim Decoder auf der Empfängerseite ein und ist somit sehr sicher vor Fehlfunktionen durch Störungen.
Weiterhin haben die ICs z.B. 4 parallele Dateninputs an die die Taster angeschlossen werden. Der Decoder hat dann 4 Datenoutputs.
Die Encoder verfügen meist noch über ein Enable Pin, der über dioden mit den Tastern verbunden werden kann.
Der serielle Ausgang des Encoders wird mit dem Sendemodul verbunden und der Ausgang des Empfängers wird mit dem Eingang des Decoders Verbunden.
Das ganze geht auch ohne Funk mit einem Kabel. Man kann also 4 Schaltkanäle über einen Leiter (+GND) übertragen.
Den HT12 Decoder gibt es auch mit einer Latch Funktion, welcher den Schaltzustand am Ausgang bis zum nächsten Zustandswächsel behält auch wenn die Sendetaste nicht mehr gedrückt ist. Ohne Latch ist der Ausgang nur so lange aktiv wie die Taste des Senders gedrückt ist (tastfunktion).
Dies sollte erst einmal reichen.
Die Datenblätter findet man sicher auch bei Conrad.

Bei der Funkklingelgeschichte hatte ich mir mal einige beim Praktiker zugelegt als es diese für 3,95 im Angebot gab.
Der Sender und Empfänger sind Batteriebetrieben und beinhalten auch solche Encoder / Decoder ICs welche mit anderen Holtek IC baugleich sind. Sind aber anders beschriftet (OEM).