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Nennt sich dann Autoguiding...Zitat von satrup
Aber ich möchte wie gesagt erstmal schauen wie gut das ohne Leitrohr funktioniert, und bei einem Dobson wird onehin keine der Achsen auf Polaris ausgerichtet. Resultat ist natürlich Bildfelddrehung, weshalb ich das Teleskop auch so umbauen möchte, daß es um seine eigene Achse drehbar ist.
Es ist mir klar, daß es recht unwahrscheinlich ist auf die Art aus einem Dobson ein uneingeschränkt fototaugliches Gerät machen zu können, aber das ist irrelevant. In erster Linie geht es mir um die Motorisierung des Teleskops zur visuellen Beobachtung, zumal ich onehin bisher keine geeignete Kamera habe. Das heisst aber natürlich nicht daß die Genauigkeit egal ist, denn die Nachführung sollte zumindest so gut sein, daß das Teleskop ruhig und möglichst vibrationsfrei das angepeilte Objekt in der Mitte des Gesichtsfelds hält.
Aber was könnte ich sonst verwenden?Mit einem Gummireibrad kannst du so etwas nicht machen.
Lässt sich nicht exakt ausststeuern.
Es wäre halt sinnvoll wenn ich die Motoren einfach wegklappen könnte, denn ich möchte das Teleskop auch noch ganz normal "manuell" nutzen können, und die Objekte will ich auch selbst suchen (das soll mir die Steuerung nicht abnehmen).
So viele Treppen und so wenig Zeit!
Hi,
den ansatz von Babbage finde ich interessant:
warum spiegelst du das Bild von deinem Teleskop nicht aus (z.B. am Okular), und gibst das auf dem Maussensor?
Ein yC könnte ja dann, wenn sich das Objekt x pixel nach links bewegt hat, einfach den Motor einschalten, bis es sich wieder x Pixel nach rechts bewegt hat.
(x kann ja auch nur 1 oder 2 pixel sein)
(evtl. brauchts noch nichteinmal ein yC dafür. Über die Quadratur anschlüsse und einen zähler lässt sich sowas bestimmt auch diskret aufbauen.)
Ich glaube, für den Einsatz in einem Teleskop bekommst du so die genauesten Werte, genauer als jede DVD.
Denn der Radius von diesem 'inkremental drehwertgeber' beträgt bei einem nahen Objekt von ca. einem Lichtjahr 9,460528 · 10^15 m
CK
poste doch mal fortschritte
Hallo,
ich hätte einen anderen Lösungsvorschlag:
Motor > Getriebe > Incrementalgeber > Getriebe > Teleskop
Wenn der Teil des Getriebes hinter dem Incrementalgeber aussreichend steif ist, also sich nicht übermässig verformt, kann man die Winkeländerung des Teleskops mit dem Incrementalgeber erfassen.
Das Einzige Problem dabei ist das Umkehrspiel, also der Versatz, wenn die Drehrichtung geändert wird. Diese Umkehrspiel kann man aber einmal bestimmen und in der Steuerung speichern und beim Drehrichtungswechsel berücksichtigen.
Auf diese Weise werden auch CNC-Maschinen mit einer Genauigkeit von wenigen 1/100mm gebaut. Die einzige Herausforderung besteht dann darin, das Getriebe bzw. dessen Einzelteile möglichst steif auszuführen und so reibungsarm wie möglich zu lagern, sowie für eine ausreichende Temperaturstabilität der Umgebung zu sorgen.
Wenn man das noch weiter treibt, kann man das Teleskop auch noch Federbelasten um so eine Vorspannung in eine Richtung zu erhalten. D.h. Der Motor dreht das ganze nur in eine Richtung und die Feder zieht es zurück in die Andere, während der Motor die Position hält. So wird nur eine Flanke der Zahnräder im Getriebe belastet. Dadurch wird das Spiel im Getriebe noch weiter minimiert und das Umkehrspiel vermindert sich.
In CD-Laufwerken findet man noch eine weitere Möglichkeit, das Spiel zu minimieren : Federgespannte Zahnräder. Das sind im Prinzip zwei Zahnräder auf einer Welle, die durch eine Feder gegeneinander gespannt werden und auf ein gemeinsames Ritzel greifen. Eines davon ist mechanisch fest mit der Wele verbunden, das andere nur darauf gelagert und durch die Feder auf das andere Zahnrad gekoppelt. Durch die Federspannung werden beide Zahnflanken des Ritzels mit jeweils einer Zahnflanke eines Zahnrades belastet, ohne eine mechanische Beschädigung durch zu geringes Flankenspiel zu riskieren.
Es gibt also mehrere Möglichkeiten, solche genauigkeiten zu erreichen, ohne das die Sensoren dafür in utopische Preisregionen schweben.![]()
Bei einem Teleskop kommt hinzu, daß man vorher berechen kann, mit welcher Geschwindigkeit und in welcher Richtung sich ein Objekt bewegt. Dadurch kann man die Bewegung des Teleskopes vorher berechnen und minimiert so ungewolltes Spiel im Antrieb noch weiter.
Zusammenfassend würde ich sagen, daß man die Genauigkeit und die Auflösung folgendermassen zustande bringt:
Incrementalgeber möglichst nah am Motor,
Alle Getriebestufen hinter dem Incrementalgeber aus Metallzahnrädern mit abgerundeten Flanken,
Alle Getriebestufen hinter dem Incrementalgeber kugelgelagert,
das Teleskop Federgespannt rücklaufen lassen,
Federvorgespannte Zahnräder in den Stufen nahe am Incrementalgeber,
Richtung und geschwindigkeit der Nachführung vorher berechnen, um möglichst wenige Änderungen der Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit durchführen zu müssen.
Florian
ich entwickle momentan eine vollautomatische teleskopsteuerung - dabei wird die position ueber die schrittmotorpulse bestimmt (86400 pulse/umdrehung)
die genauigkeit reicht locker aus, um beliebige objekte zielsicher zu finden.
da bei dieser koppelnavigation sicher kleinere fehler auftreten wird die position des teleskops vor jedem start durch einen fixpunkt resetted - ist man einmal am himmel kann man die teleskopposition auch durch eingabe der aktuellen koordinaten aus der sternenkarte neu setzen!
geplant ist eine automatische korrektur der teleskopposition durch auswertung der photos der kamera und abgleich mit einer datenbank.
weitere informationen zum projekt: www.skyscanner.de
die ausführlichsten informationen sind unter downloads - lernleistungsbericht
evtl. koenntest du mir auch ein bischen ausführlichere informationen zum projekt selbst geben, sodass man sich da eventuell austauschen kann?
gruß, ben
dieses problem haben wir uebrigens mit der sog. "scheiner-methode" gelöstZitat von satrup
Hallo Leute,
So eine Konstruktion nennt man "Off Axis Guider", das ist die Alternative zum Leitrohr.Zitat von CKTV
Beide Varianten benötigen allerdings eine Kamera (ich glaube nicht daß ein Maussensor empfindlich genug wäre)
@Florian
Klingt gut, aber ich denke da wäre dann ein Reibradgetriebe sinnvoller
(denn das wäre dann auch ohne Federn spielfrei)
@Ben
So machen es die gängigen (GoTo-)Montierungen ja auch wenn ich mich nicht irre,
da wäre also auch wieder ein spielfreies Getriebe sinnvoll.
Inzwischen habe ich mich von der ursprünglichen Idee verabschiedet, und tendiere eher dazu eine Hufeisenmontierung (Bild) zu bauen.
Dafür müsste ich aber erstmal einen neuen Tubus für das Teleskop konstruieren, und momentan habe ich einfach nicht genug Geld für sowas.
Vielleicht baue ich fürs erste einfach eine Äquatorialplattform für meinen Dobson...
Damit kann man zwar nur etwa eine Stunde am Stück "freihändig" beobachten,
aber dafür ist es wohl die mit Abstand günstigste Variante. (und sehr leicht zu bauen)
Ist halt alles leider sehr "normal"...
aber wenn das Ungewöhnliche zu teuer und/oder zu kompliziert ist, muss man eben doch auf Bewährtes zurückgreifen.
Gruß,
Felix
So viele Treppen und so wenig Zeit!
Hallo,
Ich glaube nicht, daß man ein Reibradgetriebe Spiel- und schlupffrei bauen kann, lasse mich aber gerne einer besseren belehren.aber ich denke da wäre dann ein Reibradgetriebe sinnvoller
Florian
Das Problem wird eine irgendwie lesbare Markierung auf dem Umfang der Scheibe mit hinreichender Auflösung sein. Ich habe da eine andere Idee:
Wie wäre es, die Scheibe nicht mittig zu drehen, quasi als Excenter laufen zu lassen und mit einem außen fest installierten Abstandssensor den Abstand zum Scheibenrand zu messen. Dann braucht man keine Markierung und man kann jedem Abstand einen Winkel zuordnen ...
Ich bin jetzt zu faul, das nachzurechnen, aber mit sowas hier:
http://www.tem-technologie.de/produk.../l5/index.html
oder sowas hier (konfocale Systeme):
http://www.allsens.de/laser_techdat.html#LDM
bekommt man Auflösungen bis in den nm-Bereich.
Allerdings kann man die Scheibe wahrscheinlich garnicht so genau herstellen. Man muss sie also einmal drehen und dabei ein "Höhenprofil" aufzeichnen und später wie eine Look-up-Table benutzen. Mit 2 Sensoren und Interpolation wird das noch genauer. Aber bestimmt nicht billig ...
Frank
Hallo,
leider komme ich mal wieder reichlich spät und wie ich beim letzten Post gerade gelesen habe, ist meine Idee nun auch schon angekratzt worden.
Wenn ich also reichlich hohe Winkelauflösung haben wollte, würde ich folgendes machen:
Jeder kennt doch die gute alte Laserinterferometrie:
Externes Bild anzeigen
So würde ich dieses Prinzip auf eine Kreisbewegung anwenden. Im Gegensatz zu Frank-Findus würde ich etwas spiegelartiges spiralförmig an diese "Scheibe" anbringen. So in etwa:
Externes Bild anzeigen
Dabei ist spiralförmig seitlich an dieser Scheibe ein/der Spiegel angebracht, der dann das Laserlicht reflektiert.
Der Abstand L würde dann indirekt die Winkelauflösung bestimmen.Kostenknackpunkte wären hier natürlich die Sache mit dem Spiegel - wer weiß, vielleicht reicht ja schon hochglanzpolierter Stahl - und dieser halbdurchlässige Spiegel, den ich dann außerhalb der Scheibe anbringen würde.
Ich habe hier grad den katalog von Edmund Optics vor mir liegen. Da gehen die kleinsten bei 175€ los (5mm Kantenlänge), 206€ für 20mm, 281€ für 35mm.
Externes Bild anzeigen
Also auch das sehr kostspielig.
Die Frage ist auch: wie muss die Spirale verlaufen, damit sie immer im gleichen Winkel reflektiert - macht sie das bei gleichem radialen Anstieg sowieso? Dürfte ja fast.
...
Allerdings ist diese Lösungsvariante auch ohne Maussensor...![]()
Grüß
NRicola
Gurken schmecken mir nicht, wenn sie Pelz haben!
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