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Thema: Ebbe und Flut

  1. #1
    Benutzer Stammmitglied
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    Ebbe und Flut

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    Hi,
    now we come to something komplete different *g*
    Ich mag gern Rätsel bei denen es um alltägliche Dinge geht, bei denen scheinbar alles völlig klar ist, die dann bei näherer Betrachtung aber doch nicht so klar sind.
    Hier mal ein kleines "Rätsel" aus dem Bereich Erdkunde:

    Ebbe und Flut
    Bekannterweise entstehen Ebbe und Flut durch die Gravitation des Mondes.
    Da die Erde sich unter der vom Mond erzeugten Welle durchdreht, sollte man erwarten, daß die Dauer eines Ebbe/Flut-Zyklus genau der Rotationzeit der Erde, also 24 Stunden, entspricht.
    Tatsächlich gibt es aber alle 12 Stunden Ebbe und Flut.

    Warum?

    Grüße
    Marvin
    2B or not 2B = FF

    Wenn etwas klemmt, wende keine Gewalt an,
    nimm einfach nen größeren Hammer.

  2. #2
    Benutzer Stammmitglied
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    Die Anziehungskräfte von Mond und Erde und die Fliehkraft der Erde bringen das Meerwasser in eine dynamische Schwingung.
    In einer Wäscheschleuder wird die Fliehkraft deutlich, indem die Wäsche durch die Rotation der Trommel nach außen gedrückt wird.
    Auf die Beziehung Erde - Mond übertragen hieße das erst einmal, dass ohne Mondeinwirkung sich das Wasser auf der Erde in einer Ebene (um die Erde verteilt) befinden würde (weder Ebbe noch Flut).
    Da aber auf der mondnahen Seite der Erde die Anziehungskraft des Mondes stärker ist als die Fliehkraft der Erde, wird hier das Meerwasser zum Mond hingezogen, es entsteht ein Wasserberg,die Flut.
    Auf der vom Mond abgekehrten Seite der Erde ist die Fliehkraft der Erde wiederum größer als dieAnziehungskraft des Mondes; es entsteht ein weiterer Wasserberg. Somit herrscht auch hier die Flut.
    Aus den dazwischen liegenden Gebieten fließt das Wasser ab. Dort herrscht Ebbe.
    Durch die Drehung der Erde ändert sich auch die Lokalität der Krafteinwirkung des Mondes auf die Erde. Somit wandert sozusagen die Flut über den Erdball (bezogen auf den ersten Standpunkt der Flut).
    Anders ausgedrückt erreicht der Punkt, an dem jetzt die Flut im mondnahen Bereich herrscht, alle 12 Stunden die Position, an dem die Flut im mondabgekehrten Bereich herrscht.
    Tue Recht und scheue niemanden \/

  3. #3
    Benutzer Stammmitglied
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    Hi pc-gott70
    Zitat Zitat von pc-gott70
    Da aber auf der mondnahen Seite der Erde die Anziehungskraft des Mondes stärker ist als die Fliehkraft der Erde, wird hier das Meerwasser zum Mond hingezogen, es entsteht ein Wasserberg,die Flut.
    Fliehkraft hat mit dem Entstehen der Flut auf der mondzugewanden Seite nichts zu tun, die Fliehkraft, die durch die Erdrotation entsteht, wirkt hier der Gravitation des Mondes auch nicht entgegen, im Gegenteil.

    Schon nicht schlecht Deine Antwort, denn Fliehkraft hat tatsächlich was damit zu tun, aber ein entscheidendes Detail fehlt.
    Wodurch entsteht den diese Fliehkraft auf der mondabgewanden Seite? Die Fliehkraft, die dadurch entsteht, dass die Erde um ihren Mittelpunkt rotiert, ist es nicht, denn diese wirkt rund um den Äquator gleich stark, würde also keinen Wellenberg verursachen.

    Marvin
    2B or not 2B = FF

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  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    denn Fliehkraft hat tatsächlich was damit zu tun
    hat sie nicht! es gibt sie nämlcih gar nicht!!!

    mal schnell in der wikipedia spicken...
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tide


    mond und erde kreise um eine gemeinsamen schawerpunkt, der aufgrund des großen massenunterscheids innerhalb der erde liegt. somit gibt es die eine flut, weil der mond anziegt, die andere wegen der trägheit des wassers, das durch die zentripetalkraft in form der schwerkraft nicht unten bleibt...

  5. #5
    Benutzer Stammmitglied
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    Zitat Zitat von uwegw
    hat sie nicht! es gibt sie nämlcih gar nicht!!!
    Ja, stimmt schon, nur wenn ich den eigentlich falschen, aber allgemein üblichen, Begriff Fliehkraft benutze, weiss jeder was gemeint ist. Bei Zentripetalkraft sieht das schon anders aus, aber eigentlich hast Du schon recht.
    Und Wikipedia hat natürlich auch recht
    Grüße
    Marvin

    P.S.
    Hab grad mal den Artikel in der Wikipedia gelesen, und festgestellt, das die auch von Fliehkraft sprechen. Wenn also sogar die allwissende Wikipedia das so sieht, dann sollte man das mit der Fliehkraft/Zentripedalkraft nicht so eng sehen
    2B or not 2B = FF

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  6. #6
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    Fliehkraft = Zentrifugalkraft
    Fliehkraft !=Zentripetalkraft

    MfG

    Michael

  7. #7
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    Entschuldigung wenn ich einfach so weiter frage, wenn das Problem für die Erde gelöst ist, wie ist es auf dem Mond? Es gibt dort kein Wasser, aber die entsprechende Gravitationsverschiebung.

    Mit welcher zeitlicher Periode stellt ein Beobachter die Gravitationsverschiebungen auf dem Mond fest, sodass er beim Vorhandensein von flüssigen Meeren Flutwellen feststellen würde?

    Würde es auch etwa einen halben Tag dauern, oder länger?
    Oder sogar kürzer, weil er ja kleiner ist, der Mond?
    Manfred

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Da der Mond keine Rotation hat, düfte sich ein statischer Zustand einstellen. Dauerflut auf der Erdabgewandten Seite. Auf der Erdzugewandten ist wie in der Staatskasse ständig Ebbe.


    MfG

    Michael

  9. #9
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    Der Mond hat wohl eine Rotation, sonst täten wir ja nicht immer die selbe Seite sehen, es verhielte sich dann wie die Gondel im Riesenrad.
    Soweit ich weiß, ist der ganze Mond im Ebbe/Flut-verformten Zustand, deswegen ist er ja stabil ausgerichtet.
    Ich verweise aber auf den Text meiner Signatur
    mfg robert
    Wer glaubt zu wissen, muß wissen, er glaubt.

  10. #10
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    Dann kann ich dem auch nichts weiter hinzufügen, die Flutberge werden für einen Beobachter auf dem Mond stabil bleiben. Es wird sich dann wohl auch nicht lohnen es noch auszuprobieren.

    Der Mond hat wohl eine Rotation, sonst täten wir ja nicht immer die selbe Seite sehen
    Nebenbei, es gibt sicher auch Leute die nicht immer die selbe Seite vom Mond sehen, sondern zwischendurch auch mal woanders hinschauen.
    Manfred

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