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Thema: Lowcut-Filter E-Gitarre

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Lowcut-Filter E-Gitarre

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    Hallo zusammen,

    heute widme ich mich mal wieder meinem Gitarrenequipment.
    Ich nutze seit einiger Zeit ein Zoom MS-50G, ein Multieffektgerät, mit dem ich eigenlich auch recht zufrieden bin.
    Da ich nun jedoch mein Equipment umstelle, würde ich das Effektgerät in Zukunft durch ein analoges Noisegate und einen analogen Low-Cut-Filter ersetzen.

    Zies ist es den Frequenzbereich zwischen 80-400Hz (per Poti wählbar) um einen Wert abzusenken (ebenfalls per Poti wählbar).

    Beim Zoom hab ich festgestellt, dass der Parametrische EQ auf den am stärksten dämpfenden Einstellungen im bereich zwischen 300-400Hz den von mir gewünschten Effekt erzielt, wenn ich den Lowcut vor dem Gitarrenverstärker vornehme.
    Wenn ich den Effekt jedoch nach der Vorstufe des Amps, also im Effektloop, vornehme, habe ich den gewünschten Effekt nicht mehr.

    Theoretisch kann ich einen Highpass-Filter mit einem Kondensator und einem Widerstand aufbauen.
    Da ich jedoch quasi parametrisch die Grenzfrequenz, sowie die Dämpfung einstellen können möchte, hab ich mal ein wenig gesucht und keine einfache (also von mir verständliche) Schaltung für diesen Zweck gefunden.

  2. #2
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    Hängt gfs an den Impedanzen. An eine Gitarre was lastiges dranzuschrauben, ist immer schlecht. Immer Preamp mit high-Z Eingang und dann auf Kleinsignalebene filtern. Ein Idee wäre einen Kanalzug aus einem Mischpult zu nehmen, wenn es was Hochwertiges sein soll. Die gibt es als plugin oder Austauschteil für unterschiedliche Modelle.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    An die Gitarre will ichs nicht schrauben, eher ein eigenes Pedal bauen
    Aber ich kenn jetzt auch keinen Kanalzug an nem Mixer, bei dem ich nen einstellbaren Low-Cut hätte, also wo ich wirklich die Grenzfrequenz verstellen kann.

    Als Notlösung könnte ich mir noch vorstellen nen Drehschalter zu nehmen und mehrere vorbestimmte RC-Glieder als Low-Cut dran zu bauen und dann in z.B. 6 Stellungen von 50-300Hz wählen zu können. Aber 50Hz sind schon ein relativ großer Bereich. Ich hab auch bei verschiedenen VST-Plugins festgestellt, dass die eingestellte Frequenz stark variieren kann. Ich hab die selbe Gitarre schon bei 100Hz und auf nem anderen VST-Setup mal bei um die 250Hz beschnitten, bis ich meinen Sound hatte.

    Ideal wäre vermutlich ein Dreh-Kondensator in Verbindung mit nem Poti.
    Geändert von Cysign (14.02.2018 um 22:10 Uhr)

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von White_Fox
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    Und ein Filter (Ordnungszahl > 1) mit Operationsverstärker? Wie wäre es damit?
    Damit hättest du wenigstens eine ernsthafte Dämpfung, nicht nur die lumpigen 20dB.

    Hier z.B. wäre was zum Lesen dazu. Zwar ein wenig einfache komplexe Mathematik, aber um die kommt man bei Filtern erster Ordnung schon nicht mehr herum.
    https://home.zhaw.ch/hhrt/EK2/Aktive..._active_v5.pdf

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Genau sowas würde ich ja gerne machen. Aber ich weiß noch nicht aus welchen Komponenten.
    Hab die Tage mal ein bisschen in der Bucht nachgesehen, aber DrehKos findet man da nur bis 390pF. Und auch nur ohne ordentliche Drehachse, die man am Gehäuse nach außen führen könnte...

    Hast du denn ne Ahnung, welche Ordnungszahl sinnvoll wäre dafür?
    Oder ob man sogar den Faktor variabel gestalten könnte?
    Geändert von Cysign (16.02.2018 um 21:50 Uhr)

  6. #6
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    Vielleicht hilft Dir das weiter.

    Das ist ein parametrischer Equalizer.
    Die Frequenz wird üblicherweise mit einem Stereopotentiometer eingestellt.
    Oben das Poti für Gain
    und links das Poti für die Güte
    In dieser Form wird das gern in Mischpulten verwendet.

    Operationsverstärker würde ein TL074 gehen.
    Die Versorgung müsste hierbei symetrsich sein z.B. +-12 Volt

    Siro
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken param_eq_sheet.jpg  
    Geändert von Siro (16.02.2018 um 22:55 Uhr)

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von White_Fox
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    Zitat Zitat von Cysign Beitrag anzeigen
    Genau sowas würde ich ja gerne machen. Aber ich weiß noch nicht aus welchen Komponenten.
    Naja, theoretisch bleiben dir genau drei Sorten von Komponenten: Verstellbare Kondensatoren, verstellbare Widerstände und verstellbare Induktivitäten. Letztere sind teuer, materialaufwändig, für deine Zwecke allgemein schlecht in ihren Eigenschaften. Erstere sind nur in relativ beschränkten Wertebereichen erhältlich. Also bleiben dir nicht mehr viele Möglichkeiten.

    Zitat Zitat von Cysign Beitrag anzeigen
    Hast du denn ne Ahnung, welche Ordnungszahl sinnvoll wäre dafür?
    Oder ob man sogar den Faktor variabel gestalten könnte?
    Schau dir vielleicht erstmal an, was die Ordnungszahl über den Filter überhaupt aussagt. Danach überlege dir, was und wieviel du davon willst. Bedenke dabei, das Habenwollen und Brauchen nicht dasselbe sind.
    Und danach kann man dir vielleicht bei der Umsetzung deines Willens helfen.

    Was vielleicht auch noch eine Möglichkeit wäre: Füttere einen Mikrocontroller mit deinem Signal, lasse diesen etwas rechnen und diesen das Errechnete ausgeben.
    Das ist nicht unbedingt einfacher (du solltest dich halt etwas mit digitaler Signalverarbeitung im Allgemeinen und Fouriertransformation im Besonderen befassen), heute aber Stand der Technik.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Ausprobieren, daraum werd ich nicht rumkommen
    Hab in nem anderen Forenbereich gelesen, dass man mit einfachsten Komponenten n weißes Rauschen erzeugen kann, denke mal, ich werd mir eins basteln und dann ein bisschen rumexperimentieren.

    Was die Ordnungszahn ausmacht, weiß ich bereits. Alelrdings dachte ich, dass ich für erste Versuche erstmal einfach irgendwie mit nem Kondensator und nem Widerstand weiter kommen könnte. Auch überlege ich, ob ein DSP hier vielleicht sinnvoll sein könnte, da mit diskreten Bauteilen scheinbar keine so große Flexibilität erreichbar ist wie ich es gerne hätte. Am liebsten wär mir ein Allround-Tool, das ich egal an welchem Amp und egal an welcher Gitarre nutzen kann

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Zitat Zitat von Cysign Beitrag anzeigen
    Hab in nem anderen Forenbereich gelesen, dass man mit einfachsten Komponenten n weißes Rauschen erzeugen kann, denke mal, ich werd mir eins basteln und dann ein bisschen rumexperimentieren.
    Hattest du nicht schon mal über einen Rauschgenerator gesprochen? Ich hatte da unter anderem vorgeschlagen, sich das einfach auf dem PC zu erzeugen oder abzuspielen. Hier ist ein Link (gefunden mit "white noise wav") da kommt Weißes Rauschen aus dem PC-Lautsprecher oder auch aus dem Line-Out.

    White Noise

    MfG Klebwax
    Strom fließt auch durch krumme Drähte !

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