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Thema: Spindel-Lagerung für Linearschlitten

  1. #1

    Spindel-Lagerung für Linearschlitten

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    Hallo zusammen,

    ich habe das Forum hier schon öfter als Informationsquelle benutzt, diesmal mein erster eigener Eintrag.

    Nun zu meinem Problem:
    Ich habe einen Schlitten, der über ein Gleitlager auf einer festen Welle entlanglaufen kann. Der Schlitten soll nun mit einer Spindel bewegt werden. Wie muss ich die Lagerung dieser Spindel anstellen, damit ich keine Probleme bekomme, auch wenn die Achsen der Spindel und der Welle eventuell nicht zu 100% parallel sind? Gibt es hierfür eine einfache, "klassische" Lösung?
    Alles was ich mir bisher dazu ausgedacht habe war doch recht kompliziert, ich bin mir fast sicher, dass ich einfach auf dem Schlauch stehe.

    Die Aufnahmen für die Welle, der Schlitten und auch die Aufnahme für die Lager der Spindel werden 3D-Gedruckt, es besteht also einiges an Gestaltungsspielraum.

    Ich hoffe ich habe mein Problem ausreichend geschildert, falls nicht kann ich gerne weitere Informationen geben.

    Viele Grüße und Danke schonmal!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Üblicherweise werden Führung und Antriebsspindel schön parallel ausgerichtet, das beseitigt eine ganze Menge Stör- und Verschleißquellen.

    Ist das nicht machbar, müssen sowohl Spindelmutter als auch das Festlager der Spindel kardanisch aufgehängt sein.
    Bei dem Verhältniss Spindeldurchmesser zu Spindellänge unterliegt man dann aber drehzahlabhängigen Grenzen die bei einer klassischen Konstruktion mit Festlager und Loslager (was aber nur bei paralleler Ausrichtung geht) sehr viel weiter gesteckt sind.

  3. #3
    Okay, das macht Sinn. Dann werde ich es wohl schaffen müssen die beiden Achsen möglichst parallel zu bekommen.
    Ich schieße gleich noch eine Frage nach:

    Wenn ich eine Spindel bestelle bekomme ich meistens wirklich nur die Spindel als Zuschnitt, ohne Zapfen oder Ähnliches. Wie lagert man diese Spindel, die ja von vorne bis hinten mit einem Trapezgewinde versehen ist, am besten?
    Loslager: Kann man das Trapezgewinde hierfür einfach in ein passendes Kugellager stecken?
    Festlager: Kann ich einfach einen Klemmring auf dem Gewinde der Spindel befestigen und damit eine Klemmring-Kugellager-Klemmring-Kombination erzeugen, die mir als Festlager dient? Oder gibt es hier bessere Lösungen?

    Danke für die Schnelle Antwort übrigens!

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Es kommt darauf an wo man bestellt und was man bereit ist auszugeben.
    Es gibt Shops, bei denen bekommt man fertig konfektionierte Trapez und Kugelumlaufspindeln, die passenden Fest- und Loslagerböcke mit Lagern und die Spindelmuttern.
    Bei manschen sogar Blöcke für Spindelmuttern, die man dann nur noch auf einer Seite abfräsen oder mit Beilageplatten unterfüttern muß um auf das entsprechende Maß zum Rest der Konstruktion zu kommen.

    Das hier wäre z.B. ein Shop der solche fertigen Lösungen anbietet:
    https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_no...umlaufspindeln

    Is halt teurer wie eine ohne Endenbearbeitung.
    Es hat aber halt nicht jeder den Maschinenpark um die Endenbearbeitung mit der notwendigen Präzision durchzuführen.
    Eine Lohndreherei wird auch nicht billiger wie eine fertig gekaufte Spindel.
    Ginge nur mal Makerwerkstätten anzufragen ob die da eine Drehbank haben und falls man nicht selbst die notwendige Ausbildung oder handwerkliche Geschick hat, mal schauen ob man mit jemanden handeln kann.

    ein normaler Klemring wird was den Planschlag angeht nicht so super sein und ein Kugellager entsprechend schnell verschleißen.
    Auch wird der Gewindeaußendurchmesser kaum ein Passmaß für einen Lagersitz haben. Also auch Murks der zu hohem Verschleiß führt.

    Wenn man denn mit Buchsen und Klemmringen/Taperbuchsen die Präzision hinbekomtm die nötig ist, wird man vom Preis teuer sein wie eine fertige Spindel.
    Geändert von i_make_it (03.02.2017 um 18:04 Uhr)

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