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Thema: Roboterarm

  1. #1
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    Beitrag Roboterarm

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    Hey ich habe vor einen Roboterarm zu bauen . Sollte 5 Achsen haben die alle per einem XBox Controller gesteuert werden . Als Board will ich Arduino Uno verwenden . Bei den Motoren bin ich mir nicht ganz sicher sollte ich Servo- oder Schrittmotoren verwenden? Und ich bräuchte Hilfe bei der Mechanik , weiß jemand wo ich vielleicht Pläne für die Mechanik eines Roboterarmes herbekomme? Und hat jemand Verbesserungs Möglichkeiten?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    den Uno mit seinen lächerlichen 2KB RAM halte ich für nicht besonders leistungsstark, und für inverse Kinematik, die man zur Ansteuerung von 5 Achsen auch für eine zielgerichtete Aktion an einem beliebigen Raumpunkt (x,y,z) und der dafür nötigen float-Arithmetik braucht auch nicht für besonders schnell. Vor allem Multitasking ist dafür schon sehr hilfreich, um die Achseln sowohl synchron als auch asynchron zu bewegen - das schafft dann zwar ein MEGA mit Multitasking Libs schon viel besser, aber erst ein Zero oder Due ist dafür wirklich einigermaßen gut aufgestellt (mit Scheduler-Lib und auch DueTimer und einem sehr schnellen SPI für eine wirklich schnelle Grafik-Ausgabe für Monitoring-Zwecke, welche die Aktionen an den Achsen nicht ausbremst).

    Von Arduino.org gibt es übrigens einen fertigen 5DOF (6DOF?) Roboterarm samt einigen sehr simplen Basis-Libs, aber ohne jegliche inverse Kinematik, die muss man erst selber dazu programmieren.
    http://www.arduino.org/products/tink...kerkit-braccio
    Das mitgelieferte Shield samt seiner Libs ist angeblich auch MEGA- und/oder DUE-kompatibel.

  4. #4
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    Die übliche Vorgehensweise bie der Mechanik eines Roboterarms ist es zuerst einmal zu definieren was man mindestens erreichen will und dann was man als nice to have haben will.

    In deinem Fall haben wir bisher nur 5 Achsen.
    Auf Verdacht sage ich mal das soll ein 5-Achse Vertikal Knickarm werden.
    Es könnte aber auch ein kathesisches Portal mit 2 Drehachsen werden oder ein Skara mit 5 Achsen.....

    Also Bauart definieren, welche Lasten er handhaben können soll und die Größe des Arbeitsraums.

    Anhand der Videos die in meinem vorhergehenden Post verlinkt sind, Siehst Du das man mit Modellbau Servos eine gewisse Größe abdecken kann aber das Handlinggewicht und die Positionsgenauigkeit sind nicht all zu berauschend.

    Also kommen noch so Daten wie räumliche Positionsauflösung und das Verhalten beim Verfahren in dein Pflichtenheft (Wunschzettel) mit rein.
    Mit RC-Servos ist ohne weiteres nur ein Pose to Pose möglich.
    Oberallgeiers Archie zeigt das auch mit RC-Servos bessere Bewegungsabläufe möglich sind.

    Dann spielen deine Produktionsmöglichkeiten ein Rolle.
    Bohren, Drehen, Fräsen, Schleifen, 3D-Druck, Laserschneiden etc. Was davon geht, was nicht und in Welchen Dimensionen.

    Danach spielt das Budget eine Rolle. Ein Kunststoff Gleitlager oder ein Kugellager? Lauter Kleinigkeiten die in der Summe schnell in die Tausende gehen können.
    Dabei ist das bisher nur die Mechanik mit Motoren, ggf. Meßsystemen, Antriebsteilen, Lagerungen und den tragenden Elementen.
    Danach kommen bei der Elektronik Motortreiber, Controller und so dazu.
    Zum Schluß das Programmieren.

    Die beiden Letzten Themenkreise kann man beim Bauen erst mal außen vor lassen, aber man sollte vorher schon planen nicht das man auf halben Weg feststellt, etwas kleiner und einfacher wäre für das eigene Nivau erst mal besser gewesen.

    Wenn man damit durch ist, fängt man mit der Konstruktion an.
    Was bekommt man wo und zu welchem Preis zu kaufen?
    Dann kann man den Rest drum rum bauen.
    Die konkreten Pläne sind dann nicht die riesen Schwierigkeit.

    Man fängt mit Dem Greifer an, dann zum Handgelenk, Unterarm, Ellenbogen etc.
    Der Greifer muß nur das Handlinggewicht halten können.
    Das Handgelenk, beides zusammen.
    und so weiter.
    Also wird jedesmal die Last größer. Was vom Lager über die tragenden Teile bis zum Motor auswirkungen in der Dimensionierung hat.


    http://hackaday.com/?s=robot+arm+project
    Hier werden einige Robot arm Projekte vorgestellt.

    Und hier noch einer:
    http://www.instructables.com/id/DIY-robot-arm-/
    Geändert von i_make_it (20.09.2016 um 15:04 Uhr)

  5. #5
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    % Achsen vertikal knickarm arbeitsbereich 50x50 cm last ca 500 g

    Schrittmotoren Kugellager Material Holz

  6. #6
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    Bei einem Handlinggewicht von 0,5kg und einer Armlänge von 0,5m könnte Holz als Werkstoff ggf. schon zu elastisch sein (verformung unter Last und somit veränderung des Tool Center Point gegenüber der selben Achsstellung im unbelasteten Zustand).

    Unabhängig davon fängt man mit dem Greifer an mit dem man die 500g handhaben möchte.
    Da gäbe es dann Elektromagnete, Sauggreifer, usw.
    Ich gehe jetzt mal von einem Greifer mit zwei Fingern aus, der zentrisch greift.

    Da gibt es jetzt die verschiedensten Möglichkeiten.

    Ein Suchbegriff für Ideen wäre: "diy robot gripper" bzw. "robot gripper" bei der Google Bildersuche.

    Was man immer wieder antrifft sind parallel Greifer.

    Hier ein Beispiel für das Funktionsprinzip:
    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	dad.jpg
Hits:	19
Größe:	146,9 KB
ID:	32064

    Setzt man jetzt einen kraftschlüssigen Griff eines Alu Greifers an einem Alu Teil vorraus, hat man einen Reibungskoefizienten von µH=1,0.
    Man kann also einfach mal 0,5kg * 10m/s² = 5N nehmen 10m/s² ist der aufgerundeter Wert für die Erdbeschleunigung (g=9,81m/s²).

    Damit hat man eine Greifkraft die der Greifer aufbringen können sollte um 0,5kg festhalten zu können (es ist sinnvoll mit ungünstigen Werten zu rechnen, damit man immer auf der sicheren Seite ist. Bekommt der Greifer z.B. später Gummiauflagen, erhöht sich die Reibung und man käme mit weniger Kraft aus).
    Mit dem Hebelarm vom Drehpunkt bis zur vordersten Stelle wo der Greifer ein Werkstück greifen kann, erhällt man ein Drehmoment das ein Motor oder dessen Getriebe aufbringen muß.

    So eine Konstruktion wird natürlich bestimmt, durch die Teile die man zukufen muß.
    Bei den Teilen die man selbst herstellt ist man frei in der Gestaltung (zumindest insoweit wie man sie Herstellen kann).
    Geändert von i_make_it (21.09.2016 um 07:47 Uhr)

  7. #7
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    Okverstanden eher alu als holz und was würdet ihr empfehlen servo oder Schrittmotor?

  8. #8
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    Modellbau Servos (RC-Servos) finde ich nicht so toll.
    Standartservos haben eine feste Stellgeschwindigkeit und einen Bereich von meist 180°.
    Also entweder Servos hacken und als Getriebemotroen nutzen oder Spezialservos kaufen.
    Beim Handlinggewicht von 500g sind die meisten Servos eh außen vor und man braucht spezielle.

    Schrittmotoren gehen da schon eher.
    Bei den größeren Modellen aus den von mir verlinkten Videos, sieht man auch das da manchmal Stepper zum Einsatz kommen.
    Ich persöhnlich bin eher ein Fan von DC Getriebemotoren und Drehgebern. (beruflich nehme ich Servomotoren mit Resolver und Drehgebern)
    Servomotoren und RC-Servos haben übrigens nichts miteinander zu tun.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Servo
    https://de.wikipedia.org/wiki/Servomotor
    Geändert von i_make_it (21.09.2016 um 21:48 Uhr)

  9. #9
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    und was würdest du nehmen?

  10. #10
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    Ich nehme meist, DC Motoren mit CPC-Encodern.
    Allerdings heist daß das ich mich auch um alles kümmern muß.
    Also H-Brücke, Motorstromüberwachung, Encoder auswerten, PID Regler, Drehzahl und Positions Regelung.

    Für Dich dürften Stepper erst mal ganz praktisch sein.
    Da hast Du keinen Regelkreis sondern eine Steuerstrecke.
    Motor 1, 100 Schritte, linksdrehend, fertig.
    Solange es keinen Schrittverlust gibt funktioniert das auch.
    Der Aufwand ist halt erst mal deutlich geringer.

    Aus dem Bereich für 3D-Drucker und Selbstbau CNC-Maschinen gibt es auch schon Motortreiber und Boards wie RAMPS(Arduini Shield) und RUMBA für Verschiedene Leistungsklassen.

    Regelungstechnik ist ein eigenes Feld, je nach Vorwissen, Verständniss und Talent kann das auch mal etwas länger dauern bis man da durchsteigt und eigene Regler implementieren kann die dann auch richtig arbeiten und richtig parametrisiert sind.
    Somit kann der Frustfaktor duch die Zeit die man einem Detail hängt recht groß werden.

    Es ist also rein von Deinen Ansprüchen, Fähigkeiten und Vorlieben abhängig.
    Es bringt Dir nichts wenn ich mit meinem Hintergrund Dir jetzt pauschal sage "DC Motor mit Encoder" und Du dran verzweifelst.
    Willst Du es aber so machen, dann empfielt sich parallel zur mechanischen Konstruktiuon (Bei der ja die benötigte Motorleistung raus kommt) mit einem Motor zu experimentieren.

    Also im unbelasteten Zustand den Motor antreiben und und seine Drehzahl und Winkelstellung per Encoder auszuwerten und anschließend zu Regeln.
    Wenn das klappt kommt eine variable Bremskraft dazu damit man die Änderung im Verhalten bei verschiedenen Belastungen in die Regelung mit einbeziehen kann.
    Dann kann man z.B. ein kleines Aufzugmodell bauen um so sachen wie Sanftanlauf und Bremsen zu üben (Federn des Aufzugs).
    Dann kann man mit dynamisch variablen Lasten arbeiten. Z.B. eine Motorwippe die eine Kugel balanciert.
    Dabei kommen dann als Solldaten sowohl Position als auch Geschwindigkeit der Kugel ins Spiel.
    Suchbegriff: "ball on beam balancer"
    https://www.youtube.com/watch?v=eOvNkMFb-8s
    Wenn man am Ende einen Motor im 4 Quadranten Betrieb Regeln kann, hat man an der Stelle den Stand erreicht den auch die Industrie hat.
    Somit käme dann ein DIY Roboterarm regelungstechnisch bei den Antrieben einem Kaufgerät gleich.

    Die schnellsten Erfolge hat man mit einem RC-Servoboard einer Hand voll Servos und etwas Holz oder Plastik. Da hat man die Mechanik in ein paar Stunden zusammengebaut und ein erstes Fahrprogramm ebensoschnell. Allerdings hat man das dann schnell ausgereitzt oder muß sehr tief in die Trickkiste greifen damit das Verhalten wie bei einem richtigen Roboterarm aussieht. (Archies Bewegungsabläufe)

    http://www.roboternetz.de/community/...l=1#post577672
    Vergleiche die Bewegungen aus Post 20 mal mit dem Video aus dem ersten Post.
    http://www.roboternetz.de/community/...l=1#post574445
    Geändert von i_make_it (23.09.2016 um 08:47 Uhr)

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