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Thema: Oszilloskop Masseanschluss wo anschließen

  1. #1
    Odasosam
    Gast

    Oszilloskop Masseanschluss wo anschließen

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    Guten Tag,
    ich bin noch sehr ungeübt was Oszilloskope angeht und habe daher ein paar Fragen an die Experten
    Wenn ich mit einem Oszilloskop (Analog, 1-Kanal) eine Spannung auf einer Schaltung (Platine) messen will, muss ich dazu ja die Krokodilklemme des Tastkopfes an den Masseanschluss der Platine anschließen. Hier meine...
    Frage 1: Darf ich ihn, egal wo, in der Schaltung an der Masse anschließen?
    Frage 2: Wenn ich keine Kennzeichnung der Masse finde, kann ich dann den Minuspol nehmen, wenn ja, egal welchen Minuspol?
    Frage 3: Ich habe eine z.B. Leitung auf der Platine entdeckt, von der ich ausgehe, dass es die Masse ist, gibt es eine Möglichkeit zu prüfen ob es tatsächlich die Masse ist?

    Bei Fragen, nur zu.
    Ich bedanke mich schon mal bei euch!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von 021aet04
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    Grundsätzlich muss man aufpassen das die Masse des Tastkopfes mit der Erdung verbunden ist (bei Standgeräten). Man muss bei Arbeiten am 230V/400V Netz immer einen Trenntrafo verwenden.

    Bei mehrkanaligen Oszilloskopen muss man darauf achten das man nicht einen Kurzschluss über die Masse erzeugt (ich klemme nur eine Masse an).

    Ansonsten ist es egal wo du die Masse anschließt (aber auf die Spannung achten).

    Masse von der Schaltung findet man am Besten wenn man die Spannungsregler sucht. Achte aber darauf das manche Schaltungen mehrere getrennte Massen besitzen.

    MfG Hannes

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Ohja! Den Trenntrafo niemals vergessen ... es ist sehr sehr unschön wenn die Elektronik abraucht ... aber viel mehr Sorgen mache ich mir über mögliche Potentiale im Netz-Spannungsbereich wenn das "China Netzteil" billig gebaut ist z.B.

    @021aet04 Eine Frage, wenn man es ordentlich macht, Trenntrafo zwischen Netz und Schaltung oder zwischen Netz und Oszi ?! Ich habe im Moment nur das Oszi bei mir getrennt, weil ich mir meinen Saft aus dem PC hole und den nicht unbedingt über den etwas klein geratenen Trenntrafo bestreiben mag
    Es gibt 10 Sorten von Menschen: Die einen können binär zählen, die anderen
    nicht.

  4. #4
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    Trenntrafo immer bei der Schaltung. Hat mehrere Gründe.
    Das Oszilloskop hat Filter bzw Schutzfunktionen, die über die Erdung wirken. Trennst du das Oszilloskop deaktivierst du diese Funktionen.

    Zusätzlich bist du ebenfalls geschützt wenn du an der Schaltung arbeitest (misst).

    Manche Schaltungen benötigen aber zwingend direkten Netzanschluss (z.b. Die Elektronik von "Touch Leuchten")

    Ich bin froh das ich ein normales und ein portables Oszilloskop habe, das vereinfacht vieles.

    PS: wenn man schon getrennt ist (z.b. Über PC Netzteil) benötigt man keinen Trenntrafo.

    MfG Hannes

  5. #5
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    ! Achtung beim Messen am PC Lautsprecher mit meinem Hameg Oszilloskop ist mir schon eine Messleitung abgeraucht.

    Ich benutze jetzt generell einen Trenntrafo bei zweifelhaften Messungen für mein Oszilloskop.

    Es gibt ja auch Differenztastköpfe um eventuelle Probleme zu vermeiden. Hier spielt es keine Rolle wo Masse ist.
    Leider sind diese, je nach Ausführung, SEHR teuer.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Das PC-Netzteil ist zwar in dem Sinne ein Trenntrafo, aber es gibt da diverse anschließbare Geräte (Lautsprecher, externe Festplatten, etc.) die einem die Trennung zwecks Optimierung der SChutzleiterverbindung versauen können ... wie gesagt .. ich weis nicht WAS es war oder WO es floß, aber es war genug um 2 Bus-Treiber und einen Spannungswandler zu grillen ... seitdem hab ich hier einen kleinen 150W Trenn-Würfel vor dem Oszi, denn wenn ich meinen Kram mit dem PC verbinde (USB,LAN,Seriell) hab ich immer weider dieses Problem der ungewissen Masse und der Einstreuung ... Aber klar hat du recht dass ich die Schutzmechanismen des Oszi damit aushebel

    beim Raspberry Pi setz ich mittlerweilen auf einen im OS einkonfigurierten WLAN Hotspot damit ich meine physische Verbindung zum PC brauche ... PCs sind böse ... abe rein TRenntrafo in der Leistungskategorie meines Rechners und meiner Peripherie kostet zu viel und ist zu klobig ... jaja ich spare am falschen Ende ich weis Q_Q
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  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Hallo,

    Das einfachste ist, zuerst nur die Tastkopfspitze an den vorgesehenen Massepunkt zu halten und die Masseklemme offen zu lassen.
    Oszilloskop auf DC.

    - Misst man da eine schöne Gleichspannung, ist es sicher nicht als Masse verwendbar, weil ein anderer Punkt der Schaltung über die Erdung mit der Masse des Oszilloskops verbunden ist.
    - Misst man nur eine 50Hz Brummspannung, welche sich auch noch wesentlich in der Amplitude verändert wenn man z.B. das Gehäuse des Geräts anfasst, besteht ziemlich sicher keine Masseverbindung zum Oszilloskop und der Punkt kann als Masse in Betracht gezogen werden.
    - Misst man 0V kann es ein zulässiger Massepunkt sein. Möglich ist aber auch eine virtuelle Masse, welche nicht verwendet werden kann.

    Sicher ist es immer, einfach mal am Gehäuse anzuklemmen. Wenn das Gehäuse nicht galvanisch mit der Schaltung verbunden ist, misst man halt Mist, wie oben beschrieben.
    Ein Problem ist, dass über die Masseleitungen im Gerät Ströme fliessen, welche Spannungsabfälle verursachen.
    Wenn man also am Massepunkt im Netzteil anklemmt und irgend an einem IC-Pin misst, man das eigentliche Signal plus die Spannungsabfälle über die Masseverbindung sieht. Dies ist dann aber nicht das Signal welches wirklich am IC anliegt. Dieses sieht man erst, wenn man am Masse-Pin den ICs anklemmt.
    Ein weiteres Problem ist auch noch, dass man schon Störsignale über das kurze Massekabel am Tastkopf auflesen kann.

    Wenn man die Masseklemme direkt an der Messspitze anklemmt, hat man schon eine einfache Sonde um Magnetfelder zu finden. Siehst du wenn du in die Nähe des Trafos gehst, wenn dieser unter Spannung steht.
    Es ist oft nicht so ganz einfach herauszufinden was jetzt wirklich das Signal ist und was aufgelesene Störungen sind.

    Das Ganze hat auch viel mit Erfahrung zu tun und jeder macht mal einen Kurzschluss beim messen.
    Im Kleinspannungsbereich ist mein Finger oft eine zusätzliche Tastspitze.
    Hält man den Finger zusätzlich zum Tastkopf an den Messpunkt, erkennt man z.B. ob das Signal hochohmig ist. Ist z.B. sehr hilfreich bei Tri-State Ausgängen. Schaltet der Ausgang z.B. von 0V auf hochohmig, ändert sich das Signal zuerst nicht, weil erst die Leitungskapazitäten umgeladen werden müssen. Mit Finger ändert sich das Signal, wenn der Ausgang hochohmig wird.


    Nach diesem Prinzip habe ich schon Software geschrieben, welche erkennt ob eine Erweiterung angeschlossen ist oder nicht. Man schaltet den Pullup aus gibt eine 0 aus, schaltet auf Eingang und liest den Wert ein. Selbiges macht man mit eine 1 und dann beides mit eingeschaltetem Pullup, welcher in diesem Fall recht hochohmig war (>50kOhm). Durch die zusätzliche Kapazität bleibt der Pegel, auch mit Pullup noch ein paar µs auf 0, wenn die Erweiterung angeschlossen ist.

    MfG Peter(TOO)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

  8. #8
    Odasosam
    Gast
    Vielen Dank für Eure Hilfe!
    Besonders Peter(TOO) konnte mir weiter helfen.
    Wenn ich Fragen habe, melde ich mich nochmal. Was denke ich der Fall sein wird
    Gracias

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