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Thema: Pull Down an Eingängen von 297/L298 Kombi

  1. #1

    Pull Down an Eingängen von 297/L298 Kombi

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    Hey

    Hab mir mal die Schaltungen angesehen, die im Netz zur Kombination L297/L298 zu finden sind und bin etwas irritiert, denn bisher habe ich keine mit Pull Down Widerständen an den Eingängen gefunden.
    Sollten z.B. Enable, Clock, CW/CCW, Half/Full und Reset nicht prinzipiell per Pulldown auf Low gezogen werden? Sind nun keine FlipFlops in der Schaltung, die ihren Status abhängig der Geschwindigkeit der Gitter beim Einschalten annehmen, doch wenn die Steuersignale einfach unsauber sind (Chips, Induktionen, etc), kommt nicht "irgendwas" im Chip an, sondern Low. Spricht da was gegen? Wie kommt es, dass die nirgendwo zu finden sind?

    Hatte vor einen Raspberry Pi zu benutzen und per Optokoppler die 3,3V auf 5V hochzuziehen und damit gleichzeitig die Schrittmotorsteuerung galvanisch vom Pi zu trennen (PS: Hat da einen einen Tip für einen schicken Optokoppler-Chip, der nicht so viel Leistung aus dem Pi zieht?). Bevor es nun in den L297 geht, dachte ich an einen Pull Down Widerstand.

    Was mache ich mit dem SYNC Anschluss, wenn ich nur einen Motor ansteuern will?

    Danke im Voraus
    Paddy

  2. #2
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    Sollten z.B. Enable, Clock, CW/CCW, Half/Full und Reset nicht prinzipiell per Pulldown auf Low gezogen werden?
    Man sollte sich mindestens überlegen was passiert, wenn die Versorgungsspannungen trennbarer Schaltungsteile verschieden schnell kommen oder wenn eine Steckverbindung aufgetrennt wird. Der Motor sollte in diesem Fall nicht unkontrolliert laufen, nur weil irgendwo Brummspannung einstreut. Ein Pullup bzw. Pulldown an der richtigen Stelle ist da sinnvoll. Beim L297 könnte der Enable-Eingang ein sinnvoller Kandidat für einen Pulldown sein. Der Status der anderen Eingänge (Clock, CW/CCW, etc.) sind dann ziemlich egal, da müsste man wahrscheinlich nichts extra vorsehen.
    Einfache Optokoppler haben keinen echten Digitalausgang, vielmehr wird der Fototransistor je nach Beleuchtung durch die Eingangs-LED mehr oder weniger niederohmig. Man schaltet den Fototransistor in Reihe mit einem Festwiderstand um eine Spannung für den Digitaleingang zu erzeugen.

    Hat da einen einen Tip für einen schicken Optokoppler-Chip, der nicht so viel Leistung aus dem Pi zieht?
    Ein gewisser Standard ist wohl der CNY17. Der sollte wohl durchaus noch mit 1mA Treiberstrom einigermaßen gehen (ich würde eher auf 10mA auslegen).

    Was mache ich mit dem SYNC Anschluss, wenn ich nur einen Motor ansteuern will?
    Einfach frei lassen.

  3. #3
    Man sollte sich mindestens überlegen was passiert, wenn die Versorgungsspannungen trennbarer Schaltungsteile verschieden schnell kommen ...
    Tun sie ja. Der Pi muss im Zweifelsfall erstmal booten, sofern alles gleichzeitig eingeschaltet wird. Mit Pulldown beim Enable sollte das ja kein Problem sein, da die Motoren bei Low ja erstmal ausgeschaltet sind.
    Wenn der Pi nun das Programm startet, zieht er Enable auf High und die wilde Fahrt kann los gehen.

    Der Status der anderen Eingänge (Clock, CW/CCW, etc.) sind dann ziemlich egal, da müsste man wahrscheinlich nichts extra vorsehen.
    Für die Inputs sieht der L297 ja max 0,6V bei Low und 2V für High vor. Ein Pegel von 0,6V ist ja schnell mal durch Einstreuung erreicht, wodurch der dann im Niemandsland zwischen 0,6 und 2V lustig quasi "Schrödingers Pegel" besitzt... Rechnet man den Preis für den ganzen anderen Kram, der für sowas verbaut werden muss, kosten die 4 weiteren Pull Down 1% Widerstände ja nicht mehr, als das Parkticket beim Conrad oder das Hot Dog nachher beim Ikea. Anders formuliert: Lieber die Pegel sicher auf Low, statt die Kalorien auf den Rippen
    Was die Kopplung angeht, bräuchte man ja nicht einmal einen Pegelunterschied. Der Pi liefert 3,3V und der L297 interpretiert ja bei allem zwischen 2V und 7V ein High.

    Ich hab mal den Plan beigelegt. Bitte nicht an den Jumpern an Stelle der Ein oder Ausgänge stören; eine passende Bauform wollte ich mir später noch überlegen. Der 5er Block oben soll halt per Optokoppler vom Pi getrennt werden (muss noch rein) und die 5V Versorgung hab ich auch noch nicht dran... Ich hab da zwar eine Schaltung mit einem L7805, doch zieht der ja nun recht steil die Temperaturkurve nach oben, wenn der eine höhere Spannung angelegt bekommt. Für den Motor brauche ich ja nun im Chopperbetrieb evtl. mehr als die 12V und damit wären wir in einem Bereich, in dem das Teil massiv Hitze erzeugt. Kann man das nicht irgendwie anders trennen/lösen/etc? Ich muss ja auch auf die gleiche Masse. Wenn ich nun dem L7805 einen Spannungsteiler voraus schalte, tanzt der Pegel, durch die Belastung mit den Motoren, ja sicher eine Polka und da sollte doch eigentlich ein Pegel rauskommen, der eher einer gerichteten Wechselspannung gleicht. Wenn ich damit die ICs beschalte, dürfte ich ja nicht viel gewonnen haben :/

    ..bin ich gerade betriebsblind? O.o

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  4. #4
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    Schaltung mit einem L7805, doch zieht der ja nun recht steil die Temperaturkurve nach oben, wenn der eine höhere Spannung angelegt bekommt. Für den Motor brauche ich ja nun im Chopperbetrieb evtl. mehr als die 12V und damit wären wir in einem Bereich, in dem das Teil massiv Hitze erzeugt. Kann man das nicht irgendwie anders trennen/lösen/etc?
    Die Verlustleistung hängt natürlich stark vom Strom ab, der von der 5V Versorgung gebraucht wird. Ich denke, der Strom wird für L297 und L298 nicht allzu hoch sein, so dass der 7805 kein Problem haben sollte. Einen Spannungsteiler vorzuschalten ist jedenfalls keine Lösung.

    Für die Inputs sieht der L297 ja max 0,6V bei Low und 2V für High vor. Ein Pegel von 0,6V ist ja schnell mal durch Einstreuung erreicht, wodurch der dann im Niemandsland zwischen 0,6 und 2V lustig quasi "Schrödingers Pegel" besitzt...
    Die Optokoppler sitzen sicher dicht am L297, eine Störeinstreuung an der Ausgangsseite des Optokopplers ist damit kaum wahrscheinlich. Wenn man als Beispiel den Pulldown zu 4,7kOhm wählt, muss der Koppler (CNY17) rund 0,5 mA liefern um die 2V High-Pegel zu erreichen, der nötige Strom am Eingang des Kopplers hat etwa die selbe Größenordnung, muss aber die Schwellspannung der Sendediode von 1,25V überwinden. Falls Du nicht direkt unter einem Rundfunksender wohnst und lange Kabel verwendest, wird man das so leicht nicht als Störung einstreuen. Falls Du wirklich noch Sorgen hast, schalte der Sendediode einen Widerstand parallel (einen Vorwiderstand muss sie auch bekommen). Der Strombedarf für den Ausgang des Pi vergrößert sich allerdings durch den Parallelwiderstand.

  5. #5
    Erstmal danke...bevor ich das vergesse!!!

    Also ich wohne nicht direkt unter einem Rundfunksender, doch in der Nähe von etwas ähnlichem: 5m entfernt von einer Straßenbahnleitung.
    Wenn ich Musik mache und was aufnehmen will, mache ich in der Nacht, wenn die Trafos nicht durch die Gegend fahren. Auf einem Singlecoil bekomme ich bei der Gitarre damit ein Störsignal, was ich bei 0,25V einordnen würde, bei Humbuckern etwa die Hälfte (geschätzt über die Lautstärke der Einstreuung auf den Aufnahmen zum maximalen Pegel von etwa 2V bei Humbuckern). In Ermangelung eines Oszilloskops kann ich dir allerdings keinen genauen Wert sagen. Da kaum ein IC richtig dicht ist und die ganzen anderen Einstreuungen dazu kommen, wäre ich da schon lieber vorsichtig. Wenn ich im Vorfeld Fehler ausmerzen kann, brauche ich nachher Stecknadel im Heuhaufen suchen.

    Zurück zu den Vorwiderständen am Koppler:
    3,3V kommen aus dem Raspberry, von denen 1,2V auf den auf die Infrarotdiode des CNY 17 entfallen. Ich muss also noch 2,1V "vernichten". Wenn ich das richtig sehe, sind wir bei 10mA, also R = U / I -> = 210 Ohm = 2,1V / 0,010A also würde ich einen 220 Ohm Widerstand nehmen. Zur Sicherheit noch schnell die Leistung berechnet: 2,1V * 0,010A = 0,021 Watt, also ist 1/4 Watt ok.

    Sollte es doch mit den Optokopplern und den Pulldown/Vorwiderständen gewesen sein, oder? O.o

    Anhang 31079

  6. #6
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    Anhang 31079 aus post #5 kann ich nicht öffnen.

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