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Thema: Verfügbarkeit Atmega

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker Avatar von schorsch_76
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    Verfügbarkeit Atmega

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    Hallo zusammen,
    mich "plagen" gerade ein paar Gedanken. Wie ihr wisst ist seit ein paar Monaten Atmel übernommen worden [1]. Die Atmegas und Co sind ja auch schon seit einigen Jahren auf dem Markt. Habt ihr eine Ahnung wie lange in die Zukunft die 8-Bit AVRs es noch gibt?

    Setze ich bei einem neuen Projekt auf bsp. Raspi oder Beaglebone, wie lange gibt es das noch?

    Wie lange sind solche MCUs in der Regel Verfügbar?

    [1] http://www.golem.de/news/uebernahme-...09-116429.html

  2. #2
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    Hallo,

    ich denke da muss man sich im allgemeinen keine Gedanken machen. Es gibt auch noch diskrete Transistoren, auch wenn es komplexere Bauelemente gibt. So wird es auch noch lange 8-Bit Mikrocontroller geben.

    Was ein Problem sein könnte, ist allerdings, dass auf Dauer sicher nicht alle Typen in allen Gehäusevarianten überleben werden, sondern nur die, die sich gut verkaufen. Siehe Logik-ICs z.B. 74xx, da sind auch die Reihen ganz schön gelichtet worden.

    Raspi und Beaglebone sind ja Boards mit Linux. Die konkreten Modelle werden schneller verschwinden als AT-Mega. Aber das ist da ja kein großes Problem, auf den Nachfolgemodellen läuft auch Linux. Bis auf Sachen wie IO-Zugriff, muss man da beim Wechsel nicht viel ändern.

    Konkrete Zeiten zur Verfügbarkeit einzelner Chips findest Du sicher bei Atmel. Ich habe nur kürzlich mal die Daten meiner NXP Chips gesehen, da wird meistens 10 Jahre Verfügbarkeit garantiert (LPC1768, LPC4088 ) .

    Ganz allgemein könnte sich ein Blick über den 8-Bit Tellerrand zu 32-Bit aber mal lohnen. Aufkommende Dinge, wie Verschlüsselung bei Sensoren, werden kaum mehr bei den 8-Bittern stattfinden.

    Ich erlaube mir noch mal einen dezenten Hinweis auf mbed, da ist Atmel ja auch Mitglied, hat aber noch nichts veröffentlicht. Da kann man 32-Bit ARM Controller verschiedener Hersteller alle mit einer Library programmieren und vergleichen. Nur bei Bedarf steigt man tiefer ein.

    Fertige Boards:
    https://developer.mbed.org/platforms/

    Aktuelle Software (mbed 2.0):
    https://developer.mbed.org/handbook/Homepage

    Aufkommende neue Software (mbed 3.0):
    https://www.mbed.com/en/

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Hallo,
    Zitat Zitat von schorsch_76 Beitrag anzeigen
    Wie lange sind solche MCUs in der Regel Verfügbar?
    Leider gibt's da keine Regeln!

    Das hängt sehr vom Management ab, welche Bauteile aus dem Programm gestrichen werden.

    Texas Instruments hat viele ICs für Grosskunden entwickelt, mit den Recht diese auch selbst zu vertreiben. z.B. gab es vor Jahrzehnten eine interessante Reihe von TRIAC-Controllern, welche mit ein paar wenigen Bauteilen z.B. als Temperaturregler gedacht waren. Als dann der Grosskunde seine Produktion eingestellt hat, hat auch T.I. die Fabrikation ein Jahr später eingestellt. Das war aber immer eine Firmenpolitik von T.I.
    Anders herum wurden T.I. Laserdrucker z.B. von Sharp entwickelt und Sharp durfte diese dann, mit einem Jahr Verzögerung, unter eigenem Namen verkaufen. Allerdings hatten die Tonerkassetten unterschiedliche Nocken, damit man nicht den "falschen" Toner einsetzen konnte. Allerdings war diese Nocke nur aufgeschnappt und konnte ohne Werkzeug entfernt werden.

    1987 wurde Fairchild von National Semiconducter aufgekauft. 1997 beschloss dann NS nur noch die lukrativen Produkte herzustellen und das unrentable Gemüse (Transistoren, 74xx usw.) in Fairchild auszulagern und Fairchild wieder als eigenenständige Firma zu führen.
    Komischerweise machte Fairchild dann enorme Gewinne und entwickelte sogar Produkte wie einzelne Logik-Gatter in einem 6-Pin Gehäuse.

    Die AT89 verwenden die MCS-51 Architektur, welche von Intel 1980 (8051), also vor 35 Jahren, entwickelt wurde.

    Man wird also abwarten müssen, was das neue Management so treiben wird ....

    MfG Peter(TOO)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

  4. #4
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    Zitat Zitat von Peter(TOO) Beitrag anzeigen
    Die AT89 verwenden die MCS-51 Architektur, welche von Intel 1980 (8051), also vor 35 Jahren, entwickelt wurde.

    Man wird also abwarten müssen, was das neue Management so treiben wird ....
    Die Frage ist, was stört das einen Bastler ? Verbraucht er so viele, dass er ständig Nachschub braucht ? Wenn die Dinger mal abgekündigt werden, hat man Zeit genug sich noch welche zu beschaffen. Das werden dann sicher einige machen, wie bei den Glühbirnen.

    Die Bastlerkaravane kann aber schnell weiterziehen, siehe ESP2866. Da stürzen sich Leute drauf, die vorher gesagt haben, sie machen grundsätzlich nur 8-Bit.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker Avatar von schorsch_76
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    Naja, ich bin auf das Thema wie folgt gekommen: Vor 4 Wochen ist mein Garagentorantrieb kaputt gegangen. Logik Platine. Nun ist das ein Antrieb aus den 1970ern von Bosch. Es gab für den Leistungsteil einen Schaltplan. Für die Logik nicht. Jetzt hab ich mir den Schaltplan angesehen und ganz klar erkennen können wie was funktioniert. Nach bischen planen ist meine Platine mit Atmega168 gelaufen. Gut ein 48 hätte auch gereicht, aber der 168 war halt in der Kiste gelegen.

    Ich hab halt jetzt in eine kleine Plastikbox den Schaltplan und (programmierte) Ersatz ICs gelegt und im Antrieb deponiert (hier ist genug Platz). Das ganze hat mich eben auf das Thema "Langzeitverfügbarkeit" gebracht. Mit Logikgattern hätte man das sicher auch machen können welche sicher noch deutlich länger verfügbar sind. Mit dem Atmega lief das aber richtig schnell. Von "Planung" zu "funktioniert" war hier 2 Feierabende.

    Meine Gedanken waren eben: Läuft das auch wieder 40 Jahre? Wenn in 10 Jahren was mit dem Atmega ist, gibts den noch? Klar das ist nur ein Mini-Projekt eines Bastlers ...

    Gruß
    Georg

  6. #6
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    Guten Morgen,

    also so teuer sind die ja nicht, dass man nicht welche weglegen könnte. Ich zehre immer noch von meinen 555, die ich mir vor 20 Jahren mal gekauft habe.

    Aber was bringt Dich auf den Gedanken, etwas was man selbst mit Logik ICs hinbekommt, könnte man nicht kurzfristig von einem AVR auf was anderes bekommen ? Gut, Pinkompatibel vielleicht nicht, und eventuell braucht man Treiber ICs für die Ausgänge.

    Ich habe letztes Wochenende kurzfristig einen LED-Kerzeffekt benötigt und dafür einen Arduino benutzt. Zwei Stunden später sollte ich noch ein Teil bringen und hatte das Arduino Programm in 5 Minuten mit mbed auf einem Freescale Kinetis.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Hallo Georg,
    Zitat Zitat von schorsch_76 Beitrag anzeigen
    Meine Gedanken waren eben: Läuft das auch wieder 40 Jahre? Wenn in 10 Jahren was mit dem Atmega ist, gibts den noch? Klar das ist nur ein Mini-Projekt eines Bastlers ...
    Das grösste Problem sind die Elkos, die halten keine 40 Jahre durch.
    Dann wirst du auch vor Ablauf der 40 Jahre Probleme mit dem Verschleiss der Mechanik bekommen!

    Und in 40 Jahren kannst du die aktuellen µC per Spracheingabe in 5 Minuten programmieren, anstatt in 2 Abenden
    Da wird dann Standardmässig etwas mit mehr Leistung als ein heutiges Linux fest auf dem Chip sein. Netzwerkanbindung über WLAN wird auch schon im Chip vorhanden sein, inkl. der Antenne. Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung!

    Mikroprozessoren gibt es erst seit 1972, also knapp 45 Jahre, vergleiche mal den Intel 4004 mit etwas aktuellem.
    So um 1977 hatte mein CP/M-System mit 8080 ein 32Byte ROM (Keine Kilo!)m für den Bootloader. Mit 48KByte RAM war das System auch sehr üppig ausgestattet. Damals tummelten sich mehrer Benutzer mit nur 16KByte Hauptspeicher auf manchen Multiuser-Systemen!

    MfG Peter(TOO)
    Geändert von Peter(TOO) (14.11.2015 um 16:05 Uhr)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

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