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Thema: Entwicklung eines Syntheseroboters

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Entwicklung eines Syntheseroboters

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    Hallo Zusammen,

    ich bin neu hier im Forum und habe ein paar Fragen zu der "Entwicklung" eines Roboters.

    Ich arbeite in einem Chemielabor an einer Universität und wir verwenden für einige Synthesen einen Syntheseroboter (ich habe also eigentlich gar keine Ahnung von Robotern ). Dieser kann mittels einer „Spritze“ Flüssigkeiten aus Gefäßen entnehmen und diese in andere Gefäße überführen. Des Weiteren kann der Roboter bestimmte Gefäßen schütteln und die Flüssigkeiten aus diesen absaugen.
    Das Gerät ist relativ alt und die Software mit der man den Roboter steuert (diese läuft auf einem normalen PC) ist nicht wirklich bedienerfreundlich. Daher haben wir uns überlegt ein eigenes Gerät zu entwickeln (in Kooperation mit der Informatik, Ingenieuren, Werkstätten…).
    Bevor wir das Projekt wirklich starten würden wir gerne wissen, was für Kosten wir für die Hardware einplanen müssten (Roboterarm, ansteuerbare Pumpen, Spritzenpumpe etc.). Kann jemand von euch dazu einen Preisrahmen nennen?
    Wie sieht es aus mit der Programmierung des Roboters und der einsprechenden Bedienersoftware aus, ist das sehr komplex oder ist sowas vergleichsweise "einfach"? Könnte so etwas auch z.B. ein Student erledigen?
    Ich freu mich sehr auf eure Antworten

    Viele Grüße
    Steffen

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
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    Hallo!

    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Bevor wir das Projekt wirklich starten würden wir gerne wissen, was für Kosten wir für die Hardware einplanen müssten (Roboterarm, ansteuerbare Pumpen, Spritzenpumpe etc.). Kann jemand von euch dazu einen Preisrahmen nennen?
    Mein Vorschlag: ännlichen fertigen und kaufbaren Roboter finden und schauen was er kostet. Als Faustregel für grobe Schätzung könnte man annehmen, dass Software = Hardware = die Hälfte vom Preis ist.

    Auf die Schnelle habe ich das gefunden, wo u.a. die Authoren und Bücherempfehlungen vorhanden sind: http://www.chemgapedia.de/vsengine/v...nth.vscml.html bzw. http://www.chemie.de/whitepaper/4526...tisierung.html.
    Geändert von PICture (29.05.2015 um 19:10 Uhr)
    MfG (Mit feinem Grübeln) Wir unterstützen dich bei deinen Projekten, aber wir entwickeln sie nicht für dich. (radbruch) "Irgendwas" geht "irgendwie" immer...(Rabenauge) Machs - und berichte.(oberallgeier) Man weißt wie, aber nie warum. Gut zu wissen, was man nicht weiß. Zuerst messen, danach fragen. Was heute geht, wurde gestern gebastelt. http://www.youtube.com/watch?v=qOAnVO3y2u8 Danke!

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Wegen Wartung und Reparatur, ist in den meisten Fällen die Anschaffung eines Kaufgerätes oder möglichst vieler fertiger Baugruppen/Subsysteme besser.
    Soll es wirklich eine Eigenentwicklung sein, ist erst mal die "sichtbare" Hardware zu analysieren.
    -Welchen Arbeitsraum hat die bestehende Lösung (X,Y,Z)?
    -Soll die neue Lösung größer werden weil z.B. auch weitere Funktionen/Stationen integriert werden sollen?
    -Welche Bauform ist bisher vorhanden (Portal, Scara, Vertikal Knickarm)?
    -Ist der eigentliche Arm eventuell auf einer Linearachse montiert mit der der Arbeitsraum vergrößert wird?
    -Wie viel Achsen hat der bisherige Arm (Scara 4-Achs/5-6-Achs, Vertikal Knickarm 5-Achs/6-Achs)
    -Sollen Werkzeuge (Greifer, Absaugeinheit, Dosierpipette etc.) gewechselt werden?
    -Oder sind alle Werkzeuge an einen Greifer angepasst?
    -Oder sind verschiedene Stationen vorgesehen (Dosierer, Rührplatz, etc.)?
    -Welche Chemikalienverträglichkeiten müssen Pumpen, Schläuche, Pipetten etc. erfüllen (Mineralöle, Treibstoffe, Säuren, z.B. Flußsäure, Lösungsmittel, etc.)
    -Wie soll alles gereinigt/desinfiziert werden, im Regelbetrieb/nach Störfällen?
    Mit diesen Daten kann man erst mal festlegen was man braucht welche Ausführungen davon und damit dann was man alles drum herum braucht.
    Die Dokumentation für Nachfolger im Support wärend der gesamten geplanten Produktlebensdauer ist von Anfang an im Auge zu behalten.
    (wäre nicht das erste Projekt was mit der Verfügbarkeit einer oder weniger Personen steht oder fällt)

    Ohne detailiertes Pflichtenheft kann niemand einen Preis schätzen.
    Das ist so wie die Aufgabe ein Flugzeug zu kaufen. Zwichen einem Ultralight und einer Boing 747 liegen über 200$ Millionen Preisunterschied.
    Beides erfüllt aber die die gestellte Bedingung, weil diese zu unpräzise ist.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von oberallgeier
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    ... -Welche Chemikalienverträglichkeiten müssen Pumpen, Schläuche, Pipetten etc. erfüllen ...
    Kleine Ergänzung - nicht zuletzt daran könnte so ein Projekt sterben: Ex-Schutz?

    ... Zwichen einem Ultralight und einer Boing 747 liegen über 200$ Millionen Preisunterschied ...
    Müsste schon ziemlich viel über 200 sein (fast das Doppelte); bitte entschuldige die dumme Bemerkung, aber ULs für runde 150 Millionen und drüber kenn ich nit.
    Ciao sagt der JoeamBerg

  5. #5
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
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    Hier gibt es ein paar Beispiele für solche Roboter.
    Vielleicht hilft es bei der Formulierung der Anforderungen wenn man sieht was es sonst schon so gibt.

    http://www.google.de/imgres?imgurl=h...w=1325&bih=719

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Hallo Steffen,

    Als allererstes solltet ihr mal zusammenschreiben, was das Ding dann alles können soll!
    Am besten erstellt man daraus dann aus Anwendersicht drei Gruppen:

    1. Unverhandelbare minimale Funktionen.
    2. Was so für den normalen Betrieb wünschbar ist.
    3. Luxusfunktionen.

    1. = Billiger geht es nicht!
    2. und 3. werden dann am meisten Veränderungen erfahren. z.B. hat man einen passenden Schüttler für 1. gefunden, erfüllt dieser schon den Wunsch "unterschiedliche Schüttelstärken", welcher in 3. aufgelistet ist.

    MfG Peter(TOO)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Zitat Zitat von Peter(TOO) Beitrag anzeigen
    1. Unverhandelbare minimale Funktionen.
    2. Was so für den normalen Betrieb wünschbar ist.
    3. Luxusfunktionen.
    Ich ergänze mal um Punkt
    4. Funktionen/Betriebszustände die auf keinen Fall eintreten dürfen.
    Denn von Punkt 1 bis 3 müssen alle Teile, Baugruppen, Funktionen etc. immer gegen Punkt 4 geprüft werden, sonst nutzen die schönsten Sachen nix wenn es zu einer Havarie der Anlage kommt oder einfach nur Ergebnisse unbrauchbar, durch Verunreinigung oder falsche Prozessparamter, sind.
    Grade bei der Integration von Baugruppen oder Anlagenteilen verschiedener Anbieter in größere Projekte habe ich das immer wieder erlebt.
    Sei es mechanische Abmessungen (z.B. Luftraum für Bewegungen), elektrische Größen, Datenprotokolle oder Einheiten.
    Ein brühmtes Beispiel: 1999 "Mars Climate Orbiter" Ein Team hat mit Meilen das andere in Kilometer gearbeitet. Resultat ein Multimillionen Dollar Feuerwerk in der Marsatmosphäre, das keiner sehen konnte, da es auf der Rückseite stattfand.

    @Oberallgeier: ich hatte die alte 747-400 im Kopf und da eine Reportage über den Bau von einer für LH da war der Kaufpreis 220Mio.
    Das ein Ultralight keine 20Mio oder mehr kostet ist mir klar, deshalb ja das "über" das lässt Luft nach oben.
    Es geht bei dem Vergleich ja nur um dem TE zu verdeutlichen welche Dimensionen zwichen zwei Interpretationen der selben Aussage liegen können wenn die Randbedingungen nicht ordentlich definiert sind.
    Geändert von i_make_it (30.05.2015 um 12:54 Uhr)

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