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Thema: Automarkt: Wer will noch Hybrid- und Elektroautos bei diesen Spritpreisen?

  1. #1
    Elektronik & Technik Infos Robotik Einstein Avatar von Roboternetz-News
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    Beitrag Automarkt: Wer will noch Hybrid- und Elektroautos bei diesen Spritpreisen?

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    In den USA kämpfen Elektroautohersteller schon länger aufgrund stark gesunkener Benzinpreise mit mangelndem Interesse - nun ist das auch in Deutschland zu spüren. Alternative Antriebe geraten ins Hintertreffen, doch Käufer denken dabei zu kurzfristig. (Auto, Studie)



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    News Quelle: Golem
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Michael
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    ich glaube, ich lebe in der falschen Gegend.
    Während vor 4 Wochen der Sprit (Super) den Preis von 1,31 Euro erreicht hatte, ist er nun, pünktlich zu Ostern, wieder auf über 1,40 gestiegen.
    Ich kann von billigem Sprit also nichts spüren.
    Aber wenn man lange genug den Sermon vom teuren Elektroantrieb wiederholt, dann glaubt man das auch irgendwann.
    Die Preispolitik der Hersteller ist ja auch auf Verbrenner ausgerichtet.
    Ein i3 kostet fast 15000 Euro mehr als die Alternative, ein 114i. Ist die Batterie so teuer?

    Bei einem Verbrauch von 6,9l bzw. 16kWh auf 100km ist der i3 mit seinem höheren Preis erst ab 275000 km besser dran als sein Kollege. utopisch.
    Rechnet man mit einem hohen Spritpreis von 2 Euro, dann verschiebt sich dieser Punkt auf rund 150000 km, auch nicht wirklich interessant.

    Es liegt also nicht am Spritpreis, sondern einfach an der Politik.

    Gruß, Michael

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Es liegt also nicht am Spritpreis, sondern einfach an der Politik
    Der Spritpreis ist Politik, weil das meiste Steuer ist. Wenn der Spritpreis nur der Preis für die Energie wäre, wären Elektoautos noch viel weniger interessant. Der ganze Elektroauto-hype gründet sich meines Erachtens nur auf den künstlich hochgehaltenen Spritpreisen.
    Elektrische Energie ist nicht besonders gut speicherbar, daran krankt das Elektroauto. Gescheiter wäre es wenn wir das Öl und Gas, mit dem wir unsere Gebäude heizen, zum Autofahren verwenden und dafür die Gebäudeheizung mit einer elektrisch getriebenen Wärmepumpe zu betreiben. Stationäre Wärmeenergie lässt sich besser speichern als mobile elektrische Energie. Aufgrund einer überkommenen fiskalischen Ungleichbehandlung von Energie soll es aber offenbar mit Gewalt die komplizierte und bisher technisch unbefriedigende Lösung werden.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Ich denke Michael meint hier nicht Regierungspolitik sondern Preispolitik der Konzerne.
    Will man ein Produkt in den Markt drücken kalkuliert man nicht auf eine kleine Stückzahl horende Entwicklungskosten, sondern lässt die gröstenteils aus dem Endpreis draus und hofft auf hohe Stückzahlen. Hier wird aber von vorneherein eine geringe Stückzahl postuliert und die Entwicklungskosten auf die verteilt. So schafft man sich selbst erfüllende Propehzeiungen. Die OPEC tut das Übrige dazu und schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Elektroautos verhindern und Fracking unrentabel machen. Wobei beim Letzten kann ich dabei was positives sehen.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Will man ein Produkt in den Markt drücken kalkuliert man nicht auf eine kleine Stückzahl horrende Entwicklungskosten, sondern lässt die größtenteils aus dem Endpreis draus und hofft auf hohe Stückzahlen.
    Diese Vorgehensweise wäre nur sinnvoll, wenn man eine hohe Stückzahl erwarten kann. Ich vermute aber, dass die Stückzahlen zur Zeit nicht sehr hoch würden, selbst wenn E-Antrieb den gleichen Verkaufspreis hätte wie der Verbrenner. Dazu sind einfach die Einschränkungen beim E-Antrieb noch zu groß. In der Stadt, wo der E-Antrieb besonders geeignet scheint (keine unmittelbaren Emissionen, guter Wirkungsgrad bei Stop-and Go, keine hohe Motorleistung nötig) haben nur wenige Leute einen privaten Stellplatz mit Elektroanschluss. Und selbst wenn der vorhanden ist, will man möglicherweise auch mal eine längere Autoreise machen. Dazu muss man dann einen Verbrenner mieten (oder hat den als Zweitwagen).

  6. #6
    Moderator Robotik Einstein Avatar von HannoHupmann
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    Eigentlich sind Verbrennunsfahrzeuge total bescheuert, die nutzten gerade mal 37% der im Treibstoff gespeicherten Energie für den Antrieb. D.h. über die Hälfte der Energie verpufft untgenutzt. Völlig Verschwendung einer Ressource die wir nur begrenzt! zur Verfügung haben!

    Strom kann man regenerativ erzeugen und speichern auch, nur ist die Bequemlichkeit beim Menschen eben höher als die Weitsicht.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Na ja, GM hat OPEL nur ein Brennstoffzellen Auto zugestanden, nachdem die schon über 20 Prototypen in der Garage stehen hatten (als Dienstwagen im Straßenverkehr unterwegs), dann wurde OPEL verboten im chinesischen Markt present zu sein und dann wurde durch GM, mit der Begründung das OPEL ja "nur" ein Brennstoffzellen Fahrzeug im Programm hat, die komplette Brennstoffzellenforschung eingestampft. Für mich ein Indiz das eine andere Technik als Verbrennungsmotoren nicht gewünscht ist, höchstens als Alibi.

  8. #8
    Moderator Robotik Einstein Avatar von HannoHupmann
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    @i_make_it das ist so nicht ganz richtig. Erwünscht wären andere Technologien schon von den Fzg-Herstellern, nur müssen diese erst teuer und aufwendig entwickelt werden. Diese Ausgaben zu machen scheuen gerade Firmen wie GM+Opel die Geldprobleme haben. GM muss Einsparungen machen und ganze, teure Sparten zu streichen, die nur langfristig Rendite versprechen, werden da gerne gestrichen.

    Der Verbrenngsmotor ist bereits fertig entwickelt und muss nur weiter gepflegt werden, das kostet nicht viel und man kann diese Arbeit mit dem vorhandenen Know-how und Personal durchführen. Firmen wie VW, BMW und Mercedes haben diese Geldsorgen nicht und forschen daher sowohl im E-Antrieb als auch bei den Brennstoffzellen. Nur hat man es dabei nicht besonders eilig, denn Geld lässt sich mit E-Autos noch nicht verdienen. Im Moment wir die notwendige Technik entwickelt und getestet, kein Maßenmarkt bedient.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    @HannoHupmann Ich war vor Ort und mir wurde beim Gang durch die Tiefgarage gesagt die Autos seien auf Serienreife entwickelt, aber von GM kam nur für ein Modell die Erlaubniss. Das heist die Entwicklungskosten waren schon längst angefallen nur die fertigen Produkte durften nicht an den Markt gebracht werden. Mittlerweile ist alles Leer und die Abteilung in die ich musste soll 2016 wohl auch aus dem Gebäude.
    Die Entwicklung bei Opel ging dahin die Ausbeute noch weiter zu verbessern, was mit einer Modellpalette am Markt ja zum einen Sinn macht und zum anderen dann die Forschungsausgaben zumindest teilweise wieder reinkommen. Mit nur einem Modell in geringer Stückzahl macht da natürlich keinen Sinn. Aber wenn für alle Fahrzeugklassen die OPEL anbietet schon je mindestens ein serienreifes Modell bereit steht, das auch noch weitestgehenst die Teile der Benziner nutzt, dann aber von oben kommt "Nein ihr dürft nicht" und dann nach einer Wartezeit kommt "Ihr habt ja nichts am Markt, deshalb machen wir hier dicht" dann fragt man sich schon was das soll. Die Brennstoffzellen Entwicklung soll ja in USA weitergehen, nur das man zwar alle Entwicklungsergebnisse eingesackt hat, aber die Know How Träger alle zurückgelassen wurden. Da sehe ich nur das doppelt Geld ausgegeben wird und OPEL zugunsten der US Marken im GM Konzern ausgeblutet wird.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Hallo,

    Die ganze Argumentation dreht sich wunderbar im Kreis und man findet dadurch jede Menge Argumente dagegen.

    Was den Konzernen fehlt ist der Pioniergeist der früheren Jahrzehnte!
    Der Verbrennermarkt ist technisch abgegrast, da kommt nichts revolutionäres mehr nach, aber man weiss was man hat.
    Das einzige neue in den letzten 100 Jahren war der Wankelmotor, der hat aber in der Praxis seine eigenen Tücken.
    Beim Diesel und Benziner wurde nur noch verbessert, aber der Aufwand für Verbesserungen steigt exponentiell, da ist auch langsam Ende der Fahnenstange.

    Das andere ist die Modellpolitik, das fängt schon bei der Farbe an. Die ganzen Grautöne sind eigentlich Sicherheitstechnisch komplett daneben.
    Und wozu braucht man im Stop and Go in der Stadt 140 PS?

    Zudem ist das Ganze System bis zum geht nicht mehr optimiert. Schon der Kredit für den Fahrzeugkauf wird von der Hauseigenen Bank gestellt. Momentan basiert der Markt auch nicht auf Innovation sondern auf Verdrängung. Das sieht man auch daran, dass manche Hersteller um die 600€ bei einem Neuwagen drauf legen. Allerdings weiss man dabei nicht genau, wie viel da durch Steuerverschiebung entsteht und wie schlecht es dem Konzern wirklich geht?

    Wenn man sich die Werbung ansieht, geht's heute auch nicht mehr um technische Daten, da sind heute fast alle Hersteller gleichwertig, das war früher mal anders.
    Heute geht's es, laut Werbung, nur noch um Fahrspass, Freiheit und darum anders zu sein als der Rest.

    Ich vermute, dass die Entwicklung in der Automobilbranche ähnlich verläuft wie in der Computerbranche. In den 70er Jahren hatten wir Firmen wie IBM, DEC, Unysys, BASF, Nixdorf und den Rest habe ich auch schon vergessen!
    Die wurden dann alle rechts von kleinen Firmen überholt, welch den nötigen Pioniergeist hatten etwas neues zu machen und viele der damals grossen gibt es heute gar nicht mehr oder sie spielen nur noch in speziellen Märkten mit.
    Ausser bei Banken oder Versicherungen habe ich schon ewig keinen Computer mit den drei blauen Buchstaben mehr gesehen ......

    MfG Peter(TOO)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

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