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Thema: Wie öko ist Windenergie?

  1. #1
    Elektronik & Technik Infos Robotik Einstein Avatar von Roboternetz-News
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    Idee Wie öko ist Windenergie?

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    Windenergie hat ein sauberes Öko-Image. Dabei ist leicht nachzuvollziehen, dass neben Flächenverbrauch und anderen Aspekten wie Ästhetik, Lärm und Vogelschutz auch ordentlich Energie dafür benötigt wird, Windkraftanlagen zu produzieren, die aufzustellen, sie zu warten und sie schließlich auch wieder zu entsorgen. Auch wenn man Energiegewinn und Energieverbrauch gegeneinander aufrechnet, zeigt sich doch, dass Windparks ganz schön öko sind.

    Siemens hat untersucht, welche ökologischen Faktoren für Strom aus Wind relevant sind. Demnach sind Windenergieanlagen typischerweise für eine Lebensdauer von 25 Jahren konzipiert. In dieser Zeit produzieren sie zwar viel Strom, aber nicht ganz emissionsfrei und damit nicht ganz verbrauchsneutral. Pro kWh rechnet man mit etwa 7 g CO2. Würde man diese Kilowattstunde konventionell erzeugen, dann ergäben sich Emissionen von 865 g. Eine „normale“ größere Anlage mit 80 Turbinen produziert total etwa 53 Millionen MWh im Laufe ihres Lebens. Dies ergibt eine Nettoeinsparung an CO2von etwa 45 Millionen Tonnen. Der Saldo ist also eindeutig positiv.

    Man kann mit diesen Zahlen auch grob abschätzen, wann sich eine Windenergieanlage ökologisch amortisiert. Das ist die Betriebszeit, die benötigt wird, um die durch Herstellung, Aufbau, Betrieb und Entsorgung bedingte CO2-Emission zu kompensieren. Wegen des niedrigeren Aufwands für Anlagen an Land liegt hier die Amortisierungszeit bei nur 4,5 bis 5,5 Monaten. Bei Offshore-Anlagen stiegt die Zeit zwar deutlich auf 9,5 bis 10,5 Monate, gemessen an der Lebensdauer liegt der Eigenenergieverbrauch aber immer noch bei etwa 4 %. Der „ökologische“ Wirkungsgrad liegt damit auch auf See bei exzellenten 96 %.

    Bild: Sandri Alexandra



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    News Quelle: Elektor
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Umweltbelastung durch den Abbau Seltener Erden, insb. Neodym...?

    Nie gehört!

    Das ist wie Wirtschaftlichkeit der Atomenergie ohne Super-GAUs und Endlagerprobleme...

    Alles Schöne Neue Welt!
    Geändert von HaWe (02.04.2015 um 11:57 Uhr)
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  3. #3
    Moderator Robotik Einstein Avatar von HannoHupmann
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    Wie gut, dass Neodyn nur bei einem sechstel der Windkraftanlagen eingesetzt wird. In der Regel ist es nämlich gar nicht notwendig diese Magneten zu verwenden, da man keine Gewichtsprobleme hat.
    Die meisten Windkraftgeneratoren 5/6 nutzen fremderregte Magnetfelder.

    Die Welt wird also wirklich schön!

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    da habe ich andere Infos, aber ich lasse mich da gern berichtigen:

    Einer Studie des Marktforschungsunternehmens trend:research zufolge hatten 2009 40% der neu installierten Anlagen ein Getriebe, aber weil die große Mehrheit der Hersteller an getriebelosen Anlagenkonzepten arbeitet, geht die Studie für Deutschland von einem drastischen Rückgang der Anlagen mit Getriebe aus. 2020 werden ca. 55% aller dann vorhandene Anlagen einen Direktantrieb haben. Bis auf einen Hersteller - Enercon - setzen derzeit alle auf Direktantriebe mit Permanentmagneten.

    Um solche starken Permanentmagneten zu erzeugen, sind Metalle der so genannten Seltenen Erden nötig, vor allem Neodym, das zum Aufbau von starken Neodym-Eisen-Bor-Magneten genutzt wird. Als Faustregel gilt: pro Megawatt Leistung benötigt ein Direktantrieb ca. 200 kg Neodym. Für eine 5MW-Anlage, wie sie etwa in im alpha ventus Windpark vor Borkum eingesetzt wird, wird also eine Tonne Neodym benötigt. “Neodym aber ist ohne große Mengen radioaktiven Abfalls nicht zu haben, denn es kommt nur in chemischen Verbindungen vergesellschaftet mit anderen sog. Lanthanoiden vor - und mit radioaktiven Elementen, z. B. Thorium oder Uran.”
    http://www.achgut.com/dadgdx/index.p...ren_atommuell/
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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Michael
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    Ich hab mich schon gefragt, wann die ersten kommen und von Vogelsterben oder Neodym erzählen.
    Wie Hanno schon schrieb, Neodym ist garnicht mehr nötig und wie du selber zitierst, deine Studie ist von 2009. Und sie prognostiziert in die falsche Richtung.
    Hier in der Gegend wurden in den letzten 5 Jahren etliche neue Windräder gebaut und ausschließlich alle (selbst, das, welches schon da stand) sind keine Direktläufer, alle mit Getriebe. Soviel zur Vorhersage.

    Aber was ist denn deiner Meinung nach die richtige Lösung bzw. der richtige Weg, saubere Energie für die Zukunft zu erzeugen?*

    Gruß, Michael

    *ich weiß, erzeugen geht nicht, nur umwandeln, wäre das Wort bereitstellen besser?

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Neodym wird ja wohl viel in China abgebaut, aber die Umweltzerstörung dort müssen wir ja nicht noch hier bei uns damit unterstützen.
    Magneten ohne Seltene Erden wären natürlich ok, keine Frage!
    Nur im Artikel oben: überhaupt kein Wort darüber!
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  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Michael
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    Nur im Artikel oben: überhaupt kein Wort darüber!
    ja, das Thema hast du erst angeschnitten.

    Mal im Ernst: Was schlägst du denn vor als Alternative?

    Ich schneide mein Brot mit der Hand, brauch keinen elektrischen Brotschneider. Meinen Kaffee mahle ich auch mit Hand, schmeckt besser. Das sind aber Peanuts gegen z.B. die Waschmaschine, die ich nicht ersetzen kann.
    Ohne Strom geht's einfach nicht.
    Wenn wir alle elektrisch fahren, eines Tages, dann brauchen wir ja noch mehr elektrische Energie als heute.

    Ich finde es halt blöd, wenn alle Nase lang jemand aus dem Loch kriecht*, und dem Verbraucher erzählt, wie umweltschädlich er sich verhält.
    Ohne eine Alternative zu nennen ist das alles nur blabla.
    Mehr als Energiesparlampen und sparsame Computer und immer Licht aus geht halt nicht bei mir. Ich muss meine Wäsche waschen
    Ich bin wirklich interessiert an eine konstruktiven Diskussion, aber diese ständige Mäkelei ist nur noch nervend.*

    Gruß, Michael

    *ich meine nicht dich

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    hast du diesen Satz überlesen...?
    Magneten ohne Seltene Erden wären natürlich ok, keine Frage!
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  9. #9
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Es gibt zwar auch Magnetmaterial ohne seltene Erden, nur ist es eher nicht lohnend das für die Generatoren zu nutzen, weil es doch recht schwach ist. Die Alternative ist eher ein Elektromagnet, der bei genügender größer auch zunehmend attraktiver wird. Entsprechend findet man die Permanentmagneten auch in den kleineren Anlagen, und nicht in den großen.

    Das Material aus den Magneten wird in aller Regel recycelt, wird also nicht wirklich verbraucht.

    Ob besser Neodymmagenten oder fremd-erregte Generatoren genutzt werden regelt sich auch über den Preis: Die Umweltbelastung lassen sich die Chinesen ja auch zunehmend bezahlen, und Windstrom wird billiger.

    Der Vergleich mit der Energie für die Herstellung ist aber nicht so einfach: die Energie bei der Herstellung steckt z.B. im Stahl und Kunststoff - das ist nicht so 1:1 mit Strom zu vergleichen. Auch der Strom ist nicht unbedingt zu jeder Tageszeit zu gebrauchen - die Windkraft kann man also nicht ohne Speicher betrachten.

  10. #10
    Moderator Robotik Einstein Avatar von HannoHupmann
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    HaWe hat mit seiner Studie von 2009 schon recht. Die Entwicklung ging tatsächlich in diese Richtung, dann hat China die Ausfuhr von seltenen Erden verknappt. Damit waren die Hersteller gezwungen in eine andere Richtung zu forschen. Mittlerweile vermeidet man seltene Erden soweit es geht und nur bei E-Autos braucht man diese starken Magneten, aufgrund der Gewichtsvorteile. Gewicht ist bei Windrädern aber weitgehend egal. Für Windenergie stimmt das Kosten / Nutzen Verhältnis nicht bei Neodynmagneten.

    Wichtig im Artikel finde ich, dass ein Windrad nach nur 10,5 Monaten ! mehr Energie erzeugt als verbraucht wurde zur herstellung. Solarzellen liegen bei 10 bis 20 Jahren bei gleicher Lebensdauer. Damit sind Windräder eine saubere Energieform, vermutlich sogar die sauberste Form!!! Noch sauberer ist nur Energie sparen.

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