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Thema: Motor, der möglichst schnell auf Drehzahl kommt

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Motor, der möglichst schnell auf Drehzahl kommt

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    Guten Morgen.

    Für ein Projekt möchte ich möglichst schnell einen Drehimpuls erzeugen.
    Dazu ist (bzw. soll) eine Schwungscheibe auf der Welle eines Motors montiert werden.

    Es ist für mich entscheidend, dass ich reaktionschnell handeln kann. Der Motor muss also (natürlich bei passend dimensionierter Schwungscheibe) sehr schnell auf Drehzahl kommen.

    Bisher habe ich mit einem einfachen DC-Motor gearbeitet : Link
    Dieser braucht jedoch fast Zeit im Sekundenbereich, um die Drehzahl zu erreichen.


    Dieses Projekt der ETH Zürich nutzt einen Brushlessmotor mit 50W (Link).
    Die Drehmoment-Drehzahl-Kennlinie zeigt mir auch, dass dieser Motor bereits bei geringer Drehzahl ein hohes Drehmoment aufbringen kann.

    Kann mir jemand einen Motor(-typ) empfehlen, der meinen Kriterien entspricht ?


    mfg,

    Christian

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Kann mir jemand einen Motor(-typ) empfehlen, der meinen Kriterien entspricht ?
    Kriterien hast Du ja noch keine genannt. Aber Brushless dürfte bei der verlinkten Anwendung, auch wegen geringem Eigengewicht, die richtige Wahl sein.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von White_Fox
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    Was heißt "möglichst schnell" in Zahlen? Was für eine Masse hat die Schwungscheibe?

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von Geistesblitz
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    Geht es denn um ein ähnliches Projekt wie in dem Video gezeigt? Dort wird nämlich der Impuls nicht durch plötzliches Beschleunigen, sondern durch plötzliches Bremsen erzeugt. Das Beschleunigen sollte sogar eher langsam erfolgen, um den Würfel nicht aus der Balance zu werfen.
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  5. #5
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    Es geht darum den freien Fall eines kleinen Kartons zu beeinflussen.

  6. #6
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    Meinst du damit, dass der Karton wie eine Katze immer auf der Unterseite landen soll?
    BLDC wurde ja schon genannt, ansonsten wäre es für so kurze Zeiten sicherlich auch möglich, einen höheren Strom durch den Motor zu schicken. Je höher der Strom, desto höher das Drehmoment und desto schneller wird beschleunigt. Dazu ist dann notgedrungen eine höhere Spannung erforderlich, die dann je nach Bedarf per PWM gedrosselt werden mus.
    AI - Artificial Idiocy

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Hallo Christian,
    Zitat Zitat von easter91 Beitrag anzeigen
    Für ein Projekt möchte ich möglichst schnell einen Drehimpuls erzeugen.
    Dazu ist (bzw. soll) eine Schwungscheibe auf der Welle eines Motors montiert werden.

    Es ist für mich entscheidend, dass ich reaktionschnell handeln kann. Der Motor muss also (natürlich bei passend dimensionierter Schwungscheibe) sehr schnell auf Drehzahl kommen.
    Schneller geht nur mit mehr Motorleistung!

    Den Impuls kann man physikalisch entweder durch Beschleunigen oder Abbremsen erzeugen, physikalisch unterscheidet sich dies nur durch das Vorzeichen.

    Technisch ist es aber wesentlich einfacher, einen Motor durch Kurzschliessen blitzartig abzubremsen, als ihn mit sehr viel Leistung zu beschleunigen.
    Das sieht man auch beim ETH-Projekt sehr schön!

    MfG Peter(TOO)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

  8. #8
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    Wenn er nur bremst funktioniert das Ganze aber nur in eine Richtung. Wenn er einen Karton im freien Fall damit steuern will halte ich eine Kombination aus Bremsen und Beschleunigen für nicht verkehrt-auch wenn Beschleunigung in der Tat eine besonders kräftige Lösung erfordert. Oder er braucht für jede Richtung eine eigene Scheibe-das würde immerhin schon sechs einzelne Schwungscheiben machen. Nicht daß das mit dreien davon schon kompliziert genug wird (viel Spaß beim Auslegen des Reglers). Ich persönlich würde für den ersten Prototypen wahrscheinich erstmal die Variante mit mehr Leistung ausprobieren. Denn bei zwei Schwungscheiben Torsionsmomente auf zwei anderen Achsen auszuregeln würde auch nicht viel einfacher werden. Und zwei Schwungmassen konstruktiv so zu verteilen, daß keine achsfremden Momente auftreten können (z.B. eine Scheibe mittig mit Hohlwelle, die andere Scheibe wird auf zwei Scheiben aufgeteilt welche wiederum auf einer gemeinsamen Achse sitzen, die durch die Hohlwelle der mittleren Scheibe geführt wird) würde wohl nur für eine Achse funktionieren.

    Im Übrigen denke ich, daß im Video auch Bremsen UND Beschleunigen verwendet wurde. Nur in einer Richtung hält es sich schwer auf einer Kante mit der Möglichkeit in beide Richtungen zu kippen.

    Mal was anderes: Der Würfel im Video regelt hauptsächlich in Ruhelage und dann auch noch "über die Kante". Würde eine einzelne Schwungscheibe gegen das Trägheitsmoment der anderen Scheiben im freien Fall eigentlich noch hinreichend ankommen, wenn sich die ganze Geschichte im freien Fall befindet? Soweit ich weiß hat man im Autobau einige schwierige Erfahrungen gemacht mit rotierenden Schwungmassen.

    Das wäre mal ein Fall für Matlab.

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Hallo,
    Zitat Zitat von White_Fox Beitrag anzeigen
    Mal was anderes: Der Würfel im Video regelt hauptsächlich in Ruhelage und dann auch noch "über die Kante". Würde eine einzelne Schwungscheibe gegen das Trägheitsmoment der anderen Scheiben im freien Fall eigentlich noch hinreichend ankommen, wenn sich die ganze Geschichte im freien Fall befindet? Soweit ich weiß hat man im Autobau einige schwierige Erfahrungen gemacht mit rotierenden Schwungmassen.
    Das faszinierende am Kreisel ist, dass man gar nichts regeln muss, der stabilisiert seine Lage ganz von selbst

    Eine Regelung benötigt man nur um die Lage zu verändern. Kann man mit jedem Kinderkreisel ausprobieren

    MfG Peter(TOO)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

  10. #10
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    Auf der Ce-Bit hatte mal eine Uni-Gruppe drei gestrippte Notebook Festplatten genommen und anstelle der Aluscheibe eine Stahlscheibe mit Blei im Rand als Schwungrad genommen. Es ging damals um eine Lagekontrolle für einen microcube Sateliten. (also auch Lageveränderung im freien Fall)

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