-         

Ergebnis 1 bis 5 von 5

Thema: induktiver Wegaufnehmer

  1. #1

    induktiver Wegaufnehmer

    Anzeige

    Hallo zusammen,

    Für meine Diplomarebeit benötige ich einen Wegaufnehmer, der für eine Geschwindigkeit von 1m/sec bei 0,1mm Auflösung geeinget ist. Bei uns im Labor liegt ein induktiver Wegaufnehmer (IW 250 von TWK-Elektronik) herum. Hier ist nun eine Messfrequenz( bei anderen Herstellern heißt es Grenzfrequenz) von 100 Hz angegeben. Nach meinem Verständnis würde das bedeuten, dass trotz analogen Ausgangs, die von der internen Elektronik erzeugte Spannung nur 100 mal pro Sekunde aktualisiert wird, für meinen Zweck der Aufnehmer also viel zu langsam ist.
    Bei einem anderen Hersteller ist jedoch angegeben: Grenzfrequenz: linear bis 150 Hz (sinusförmig bei 10 % vom Endwert, Phasennacheilung < 50° bei 150 Hz)
    Das würde ich wieder eher deuten, als wenn die Frequenz auf die Bewegung des Aufnehmers bezogen ist, aber sicher bin ich mir nicht!

    Die Meinungen der Mitarbeiter im Labor hierzu gehen auch auseinander, jedoch will sich keiner festlegen. Hat jemand Erfahrungswerte zu induktiven Messaufnehmern und weiß, wie die Frequenz zu verstehen ist?
    Wenn der induktive Aufnehmner nicht zu gebrauchen ist, welche analogen oder digitalen Verfahren eignen sich für die genannten Bedingungen bei einem Hub von ca. 15cm und möglichst geringen Kosten.
    Wäre klasse, wenn mir jemand helfen könnte, denn die Dynamik des Gebers auszumessen wäre im jetzigen Stadium ein großer Aufwand.

    Gruß
    Andreas

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
    Registriert seit
    13.11.2004
    Ort
    Regensburg
    Alter
    38
    Beiträge
    344
    Warum rufst du nicht einfach mal bei TWK an und fragst nach? Die können dir da bestimmt weiterhelfen.

    Wolfgang

  3. #3
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
    Registriert seit
    30.01.2004
    Ort
    München
    Alter
    64
    Beiträge
    12.367
    Die Anforderungen soweit wie beschrieben passen ganz gut auf eine optische Maus, die hier auch schon in einigen Punkten diskutiert wurde.
    Kritisch könnte dabei ein möglicher Schrittverlust sein, der beim klassischen induktiven Wegaufnehmer besser ausgeschlossen werden kann. http://www.emt.uni-linz.ac.at/roland...r/node124.html

    1m/s bei 0,1mm Auflösung ist schon ganz ordentlich und mit einer Meßfrequenz von 100Hz wird man die 0,1mm Schritte nicht einzeln messen können. Dafür vermeidet der induktive Wegaufnehmer Schrittfehler und liefert recht schnell immer den korrekten Positions Wert auch nach Bewegungen mit 1m/s.

    Du müstest mal sehen wie das mit Deiner Aufgabe im einzelnen zusammenpasst. Geschwindigkeitsmessung, Positionsmessung?
    Manfred

  4. #4
    Für alle die es interessiert, hier die Antwort von TWK:

    die induktiven Wegaufnehmer arbeiten mit einer Oszl. Frequenz von 10 kHz. Die interne Signalverarbeitung hat ein Tiefpaßverhalten mit 3 dB Absenkung bei 800 Hz Stößelbewegung (Grenzfrequenz). Bei 100 Hz ist die Absenkung 1%. Das heißt wenn der Stößel mit 100 Hz mechanisch bewegt wird, ist das Ausgangssignal 99% der Soll-Amplitude.

    Diese Angaben sind für die Berechnung von Sprungantworten interessant, also wenn der Stößel schlagartig bewegt wird und Sie wissen möchten wie schnell das Ausgangssignal der Bewegung folgt.

  5. #5
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
    Registriert seit
    30.01.2004
    Ort
    München
    Alter
    64
    Beiträge
    12.367
    So genau wußten es die meisten sicher nicht, deswegen ist es ja auch gut sich hier auszutauschen.
    Von Deiner ursprünglichen Frage bleibt noch die Auflösung (0,1mm).
    Die ist bei einem analogen Meßverfahren ja beliebig groß, nur der auslenkungsabhängige Linearitätsfehler könnte in der Richtung interessant sein.
    Vielen Dank aber auf alle Fälle für die Erläuterung.
    Manfred

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •