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Thema: Welle - Ritzel Verbindungen: Wie genau

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Welle - Ritzel Verbindungen: Wie genau

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    Hallo zusammen

    Seit Jahren träume ich von einem elektrischen, starken, vollgefederten Mountainbike.
    Ich habe das Projekt dann immer wieder verschoben, ganz "abgesagt"(innerleich) und es spuckt mir doch immer wieder im Kopf rum.
    Ich habe jetzt einfach mal wegen Motoren und Ritzeln rumgeschaut, und da gibt es einiges.

    Ich habe allerdings eine Grundsatzfrage:
    Wenn man diesen Motor anschaut:

    http://www.goldenmotor.com/HPM5000B%20Motor2.jpg

    Hat der auf der Welle, wie viele andere Motoren auch, eine Nut.
    Wie genau befestige ich nun auf der Welle ein Ritzel?

    Ich habe mir das irgendwie so überlegt: Ritzel (passend auf den Durchmesser der Welle, auch mit Nut) aufschieben, und einen Keil in die nun übereinander stehenden Nuten schieben.
    Aber der könnte dann ja wieder heraus rutschen?!

    Irgendwie ist mir das nicht ganz klar, hat da vielleicht jemand eine gute Erklärung / Übersicht wie das gemacht wird?

    Liebe Grüsse
    Thor_

  2. #2
    Moderator Robotik Visionär Avatar von radbruch
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    Hallo

    In diese Nut kommt eine Passfeder.
    https://www.google.de/search?q=passf...e=off&tbm=isch

    Das ist schon richtiger Maschinenbau. Die Rohlinge für die Passfeder gibts als Meterware. Die Verbindung ist formschlüssig und zur Übertragung größerer Kräfte geeignet.

    Gruß

    mic

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  3. #3
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Hi radbruch und Danke für deine Atnwort, hat mir schon mla weiter geholfen!

    Wenn ich jetzt, als Beispiel, dieses Ritzel auf den Motor kriegen möchte:
    http://www.maedler.ch/product/1643/1...eilung-58-x-38

    Dann bräuchte ich dazu diese Passfeder:
    http://www.maedler.ch/product/1643/1...n-6885-aus-c45

    Das heisst dann: Passfeder "in" die Welle legen und Ritzel aufschieben.

    Wie aber wird das Ritzel auf der Welle gegen axiale Verschiebungen gesichert? Die Welle hat ja sonst kein Gewinde o.Ä.
    Reicht es da, das Ritzel einfach mit einer Madenschraube auf der Welle zu sichern (vorher evtl. kleines Loch in die Welle vorbohren)?

    Grüsse
    Thor_

  4. #4
    Moderator Robotik Visionär Avatar von radbruch
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    Hallo

    Ich würde zwischen Ritzel und Welle in Wellenrichtung (halb in Welle, halb in Ritzel) ein Loch bohren, Gewinde reinschneiden und eine Schraube reindrehen. Die Passfeder wird dann noch durch eine Madenschraube (=Gewindestift mit Ringschneide) gesichert:



    Gruß

    mic

    P.S:
    Reicht es da, das Ritzel einfach mit einer Madenschraube auf der Welle zu sichern
    Ich glaube, das würde reichen. Es treten ja keine axialen Kräfte auf. In der Bohrung des Ritzels scheint auch schon ein zweites Gewinde zu sein:
    2 Stellschraubengewinde, einmal auf Nut ausgerichtet, einmal 90° versetzt.
    Oje, wer lesen kann...
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken DIN606_KRF_farbig.jpg  
    Geändert von radbruch (11.10.2014 um 21:56 Uhr)

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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Hallo Thot_,
    Zitat Zitat von Thor_ Beitrag anzeigen
    Wie aber wird das Ritzel auf der Welle gegen axiale Verschiebungen gesichert? Die Welle hat ja sonst kein Gewinde o.Ä.
    Reicht es da, das Ritzel einfach mit einer Madenschraube auf der Welle zu sichern (vorher evtl. kleines Loch in die Welle vorbohren)?
    Das Loch in der Welle kannst du dir sparen, das ist meist ein halber Ersatz für die Feder.

    Es gibt auch unterschiedliche Madenschrauben: Entweder vorne Flach, mit Spitz oder mit Schneide.
    http://www.cnc-modellsport.de/produc...oducts_id=1774

    Oft sind Motorwellen aber auch gehärtet, da ist dann nichts mehr mit bohren.

    Dann kann man das Ritzel noch aufpressen oder aufschrumpfen.

    Aufschrumpfen macht man meist mit Aluminium-Ritzeln.
    Da sich Aluminium stärker mit der Temperatur ausdehnt, kann man ein heisses Alu-Ritzel (100-200°C) einfach auf die Welle aufschieben, wenn das Ritzel abgekühlt ist, bekommt man es kalt nicht mehr von der Welle runter.

    Eine weitere Möglichkeit ist noch kleben. z.B. Loctite hat dazu spezielle Klebstoffe.
    http://www.loctite.ch/de/welle-nabe-verbindung-7769.htm

    MfG Peter(TOO)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

  6. #6
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    Das von dir gezeigte Ritzel hat doch schon ein Gewinde für eine Madenschraube, womit Ritzel, Welle und Passfeder zusammengeklemmt werden. Das Drehmoment wird über die Passfeder übertragen. Wenn du ein anderes Ritzel ohne Gewinde kauft, solltest genau so ein Gewinde anbringen, mit Klemmung auf die Passfeder.

    Madenschrauben auf Wellen sind immer schlecht, meistens wird die Welle dabei leicht beschädigt und das Ritzel lässt sich nicht mehr montieren/demontieren.

  7. #7
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    Wo wir schonmal dabei sind:
    Wozu sind eigentlich die spitzen Madenschrauben gut? Könnte man da ein Loch in die Welle bohren und die Madenschraube darin verankern?
    AI - Artificial Idiocy

  8. #8
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    Die sind wie schon hbquax gesagt hat, um die Wellen zu zerstören und eine Demontage zu erschweren

    Es ist nicht der Sinn einer Madenschraube durch ihre Form Kraft zu übertragen, wenn eine flache Madenschraube (durch Anklemmen) das Drehmoment nicht aufnehmen kann, dann ist eine mit Spitze auch nichts. Eine spitze Madenschraube nutzt man als Zentrierhilfe. Wenn der Werker zum Beispiel ein Klemmring immer an die exakt gleiche Position (/Winkel) montieren soll, gibt man in die Welle seitlich eine Zentrierung, in die die Spitze rutschen muss.

  9. #9
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    Danke für die Aufklärung
    Würde denn eine flache Madenschraube bei seitlich abgeflachten Wellen Sinn machen oder wie nutzt man diese Wellen für Nabenverbindungen? Ich hatte das schonmal ausprobiert, allerdings verzieht sich das gerne und die Nabe fluchtet dann nicht mehr vernünftig (war bei einer Kunststoffschnecke).
    AI - Artificial Idiocy

  10. #10
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    Welle-Nabeverbindungen mit Nabenschrauben funtkionieren nur für sehr kleine Drehmomente. Eigentlich ist das Bastelkram. Bei Modellbau-Elektromotoren kann man das machen, aber selbst da nur bei den schwachen. Wenn die etwas mehr Power haben, wird entweder die Welle einseitig abgeflacht (im RC-Car Bereich üblich) oder es wird, z.B. bei den Brushless-E-fliegern, eine Propelleraufnahme mit einer Art Spannzange verwendet. Im Großmaschinenbau kommt das ganze Repertoire an Welle-Nabe-Verbindungen zum tragen, das man im Roloff-Matek und im Maedler-Katalog findet. Madenschrauben kommen dann nur noch als Sicherung vor, z.B. bei einer Passfederverbindung wie oben. Selbst für Stellringe wird eine Lösung ohne Madenschraube bevorzugt ( http://www.maedler.de/product/1643/1...-aus-aluminium ), weil Madenschrauben weiche Wellen beschädigen und auf harten Wellen nicht gut halten.
    Was bei Madenschrauben noch hinzukommt: Eventuell vorhandenes Spiel wird natürlich in maximale Exzentrizität umgesetzt, die Made zieht alles auf eine Seite. Wenn das Ritzel wenig Wandstärke hat oder aus weichem Werkstoff ist, kann es sogar oval gezogen werden, so war es wahrscheinlich bei deiner Kunststoff-Schnecke.
    Eine ganz gute und noch relativ einfach Verbindung ist ein Querloch durch beide Bauteile und ein Spannstift, man ist dann bloß mit seiner Positionierung fix und die Welle wird durch das Querloch geschwächt (wird sie aber durch eine Passfedernut auch).

    - - - Aktualisiert - - -

    Lesenswert:

    http://www.maedler.de/product/1643/spannsaetze-spannbuchsen-taperbuchsen

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