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Thema: Platinen Ätzen

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied Avatar von robosapiens
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    Platinen Ätzen

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    Um etwas weiter weg von den "Fertigprodukten" zu kommen, möchte ich nun anfangen selber Schaltpläne zu erstellen und aufzubauen. Da es viele Bauteile, wie z.b. led Treiber, nur in smd Bauform gibt, möchte ich auch selber Platinen herstellen. Habe im Internet ein wenig gegoogelt und musste feststellen, dass es sehr viele gute Anleitungen zum Ätzen von Platinen gibt, wie z.b.:

    http://thomaspfeifer.net/platinen_aetzen.htm

    Ich möchte wissen,ob diese Anleitungen was taugen, oder ob ihr mir raten würdet platinen professionell herstellen zu lassen.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist Avatar von Thegon
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    Ob diese Anleitungen was taugen hängt von deinen Anforderungen ab. Ich mache es ziemlich genau so wie in der Anleitung beschrieben und ich finde es genial, weil das Ausgangsmaterial (Platine ohne Fotolack) so billig zu beschaffen ist und man richtig schnell ist, wenn man alles hergerichtet hat (ca. 30 - 60 min, je nach größe). Es werden keine (teueren) Verbrauchsmaterialien benötigt (abgesehen von Katalogseiten und natürlich Platinenmaterial), und man hat die Chance, falls das Bügeln nicht funktioniert hat, mit Stahlwolle alles abzureiben, Layout nochmal ausdrucken und nochmal aufbügeln.

    Man sollte sich bewusst sein dass eine Bügelplatine nie 100%ig maßhaltig ist (wegen Verzug beim Bügeln etc.) und dass Leiterbahnen kleiner 24mil manchmal angehen und manchmal eben nicht (zumindest bei mir ist das so). SOIC mit 1,27mm Pinabstand funktioniert bei mir nicht schlecht, aber 0,8mm Pinabstand (größere ATmegas etc.) krieg ich nicht hin.

    Fürs Hobbybasteln eine geniale Lösung finde ich, um an sehr saubere Aufbauten zu kommen, ohne viel zahlen und lange warten zu müssen.

    Grüße
    Thegon
    Geändert von Thegon (05.10.2014 um 21:09 Uhr) Grund: leicht umformuliert

  3. #3
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    Hallo robosapiens,

    ich weis nicht bei SMD bügeln, du hast teilweise Raster von 0,65 mm und zu komplex darf dein Layout da auch nicht
    sein, ich habe fast 10 Jahre geätzt ich bin froh das ich mit der Sauerei aufgehört habe.
    Ich mach mir immer Nutzen da kommt die einzelne Platine auch nicht so teuer und Probe aufbauten mach ich
    mit Adapter von SMD auf Lochraster das sieht dann so aus. Ich würde dir raten die Platinen fertigen zulassen.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	Musteraufbau.jpg
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Größe:	65,9 KB
ID:	29158

    mfg

    ihle

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied Avatar von robosapiens
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    Möchte euch kurz mein erstes Projekt schildern, möchte für mein Raspberry pi/Hexapod ein servocontroller Board ätzen. Möchte dazu zwei smd led driver mit I2C Schnittstelle verbauen. Weiß leider nicht, welchem pin Abstand solche Bauteile haben.

  5. #5
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Ich habe auch vor kurzem meine ersten Platinen geätzt und bin begeistert wie "leicht" es geht wenn ich daran denke was ich da alles vorher so im Netz gelesen habe. Allerdings verwende ich kein Katalogpapier sondern habe mir davor aus China um keine 10€ so einen 100er Pack von diesem gelben Papier geholt. Keine Ahnung ob Glück oder nicht, das funktioniert aber richtig gut. Mit Bahnbreiten bis 12mil runter hatte ich bis jetzt keine Probleme. Einfach mit einem Leinentuch dazwischen aufbügeln, abkühlen lassen und dann die Folie in einem Stück einfach kalt abziehen. Kein herumkletzeln, in Wasser einweichen oder sonst etwas.
    Allerdings musste ich davor das Papier mit einem Gewicht und einem Brett glattpressen, da es den Transport logischerweise nicht ganz ohne Falten überstanden hat. War mir dann aber egal da ich mir das Papier lange vorher schon gekauft hatte.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied Avatar von robosapiens
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    Wo bekomme ich natriumpersulfat her? Habe bei 7 Apotheken angerufen, aber alle haben mir gesagt, dass sie mir das nicht verkaufen dürfen, selbst in kleinen Portionen (100-200g) nicht. Kann ich vielleicht was andres, frei verkäufliches nutzen?

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker Avatar von schorsch_76
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    Das kannst du bei Reichelt bestellen. Musst nur als Kommentar reinschreiben: "Wird bestimmungsgemäß verwendet." Siehe hier.

    [1] http://www.reichelt.de/-TZMITTEL-400...atrimpersulfat

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied Avatar von robosapiens
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    Hallo,
    danke für die Info. Werde heute oder morgen das Natriumpersulfat bestellen
    Für wie schwer haltet ihr das Ätzen von Platinen? Welches Layout Programm nutzt ihr? Eagle, oder gibt es was besseres/einfacheres?

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker Avatar von schorsch_76
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    Die ersten Tests verlaufen häufig nicht erfolgreich. Das muss man auch lernen wie alles andere. Schwer ist es nicht, das ätzen von Platinen. Man muss sich nur an seine einmal ermittelte Prozedur halten.

    Bei mir ist das:
    - Drucken mit Laserdrucker auf Overhead Folie
    - Tonerverdichter + trocknen lassen
    - Belichtungstasche mit dem Ausdruck basteln für doppelseitige Layouts
    - 65 sec in Belichter lassen, wenden und nochmals 65 sec belichten
    - 20-40 sec in Entwicklerbad. 25° und 10g NaOH Perlen auf 1000ml Wasser
    - Ab ins Ätzbad. 40° NaPS Bad zwischen 8 und 20 min je nach Zusatnd des Bades
    - nach 30 sec im Ätzbad kurz rausnehmen. Ist das Kupfer schön hellrosa? Ja? Dann kanns weitergehen. Wenn nicht, ist das Belichten schief gegangen.
    - "Altes" blaues Ätzmittel immer wieder mal mit 1 Löffel NaPS "verbessern"

    Als Layoutprogramm verwende ich und andere hier im Forum KiCAD.

    Viel Erfolg bei deinen Versuchen!

    Hier kannst du meine Versuche mit meinem Ätzbad nachlesen ...
    http://www.roboternetz.de/community/...ten-SMD-SSOP28

    Nach diesen Tests mit der Nagelhärterlampe hab ich mir ein richtiges Belichtungsgerät besorgt. In der Kleinanzeigenbucht ...

    P.S.: Mach eine Belichtungsreihe und ein paar Ätztests.

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