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Thema: Möglichst kostengünstiger programmierbarer Einstieg

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Möglichst kostengünstiger programmierbarer Einstieg

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    Hallo,

    ich hab mir jetzt einige Threads zum beginnen und Einstieg durchgelesen, hadere aber noch mit mir was jetzt so das ideale für mich ist.
    Ich bin seit 15 Jahren Softwareentwickler, habe endlos Programmiersprachen gemacht und auch fertige Geräte über Schnittstellen angesteuert. Und bin halt seit geraumer Zeit am überlegen mal irgendwas selbst zu basteln, reizt mich als Aufgabe einfach ziemlich.

    Problem ist, die nötigen Bauteile müssten für den Einstieg möglichst kostengünstig sein. Fokus liegt jetzt nicht darauf irgendwas fertiges zu haben was dann besonders toll fertige Funktionen ausführt, sondern interessieren tut mich am meisten natürlich etwas programmierbares und sei es erst einmal was völlig simples, wo man Erfahrungen sammelt mit denen man sich dann an komplexere Sachen rantasten kann. Programmiersprache dabei völlig egal.

    Ideal wäre natürlich was was man als später noch als Modul verwenden kann, aber wenn das schwierig kostengünstig ist, dann auch problemlos was eben ohne diese Möglichkeit.

    Habt ihr da spezielle Empfehlungen?

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von oberallgeier
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    ... Einstieg ... reizt mich als Aufgabe ... Bauteile müssten für den Einstieg möglichst kostengünstig ... erst einmal was völlig simples ...
    Wenn Du nicht so deutlich auf "simpel", "kostengünstig" und Deine Programmiererfahrungen hinweisen würdest, würde ich das Folgende (klick) eher nicht raten. Aber es könnte für Dich genau das Richtige sein:

    ......

    Den Controller betreibst Du erstmal ohne Quarz, mit dem internen Takt, einfacher gehts kaum. Ein Steckbrett (klick hier) wäre sinnvoll(er) - es lässt sich später auch benutzen (nimm lieber dieses große statt etwas preisgünstigeres) - gäbs auch beim gleichen Lieferanten zusammen mit Kabeln. Dann bräuchtst Du anfangs nicht soo viel zu löten. Dazu ein paar Bauteile: Widerstände - 1k, 5k, 10k (100k?), zwei, drei Leuchtdioden, ein Poti z.B. 10k_lin. Evtl. ein, zwei Elkos um 22o µF. Dazu nen Programmer und gleich noch nen Controller (lieber etwas nicht mehr sooo kleines - mit Blick auf später) vom gleichen Lieferanten. Mit dem Pro grammer habe ich keine - mit dem Lieferanten sehr gute Erfahrung (unschlagbare Preise zu den Controllern). Stromquelle? Drei Zellen reichen - oder ein Netzteil das WIRKLICH nur 4,9±0,3V liefert. Und bitte: bau Dir gleich am Eingang ne Diode als Schutz gegen Verpolung des Eingangs auf.

    Der Rest ist dann aus dem Internet. AVRStudio 4 (für richtig große Projekte auch das Studio 6 - da gibts ne ziemlich umfangreiche Projektorganisation dazu). Mit dem eben genannten Controller habe ich keine Erfahrung, ich habe nen teureren, nach einigen etwas billigeren, der aber einige Vorteile und Features hat, die für "später" ziemlich sinnvoll sein können. Bei ebucht gibts solche Dinge aber auch - sehr billig. Der verlinkte Pro grammer funktioniert sehr unkompliziert und sicher aus dem AV RStudio gleich als "STK500" - wirste dann später genauer erfahren.

    Alles nur meine Meinung, größtenteils meine Erfahrung - und es ist erstmal sehr minimalistisch. Ich selbst hatte vor Jahren von Null auf angefangen mit dieser Variante. Die nötige Brainware gibts im Internet. Das eine oder andere Codebeispiel, für Dich sicher in C, z.B. hier im RNWissen.

    Ach ja, das Datenblatt zum Controller. Hier - diesmal kein deep link - nur als kleine Aufgabe (su che mega A V R) für Dich *ggg*. Und weils Sonntag ist ...

    Hoffentlich wars nicht zu viel zum Lesen und Klicken, viel Erfolg, schönen Sonntag!

    Sorry für den Nachtrag: 100 nF Kondensator(en), gegen "Eingangsstörungen" der Versorgung. Evtl. noch nen Quarz (für später, der 328er verträgt 20 MHz) - dann aber 22 pF. Von beiden Größen eher gleich je 10.
    Geändert von oberallgeier (24.08.2014 um 11:08 Uhr)
    Ciao sagt der JoeamBerg

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied Avatar von robosapiens
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    Wenn ich auch meinen Senf dazugeben dürfte....

    Ich habe vor einiger Zeit auch bei Null angefangen. Würde dir ebenfalls wie oberallgeier ein Steckbrett und wenige Bauteile wie Widerstände, Kondensatoren, Led's, Potis etc. empfehlen. Ich habe vor ein paar Monaten eine Hobbyauflösung über ebay-Kleinanzeigen gekauft für 50EUR. Dafür habe ich knapp 50 000 verschiedene Widerstände, Microcontroller, 1 000 Led's und sehr vieles mehr bekommen. Ich kann dir diese Variante nur empfehlen! Des weiteren würde ich dir für den Anfang folgendes Board empfehlen: http://www.ebay.de/itm/ATmega8-micro...item3393c5ede8 Ich habe dieses Board mehrmals für verschiedene Projekte gekauft und kann es mit gutem Gewissen weiter empfehlen.

  4. #4
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    Zum Thema AVR wurde ja schon was geschrieben. Daher erlaube ich mir mal zwei andere Vorschläge:

    Erstens, wirf mal einen Blick auf den hier
    http://mbed.org/platforms/ST-Nucleo-F401RE/
    der kostet je nach Versender zwischen 9 und 13 Euro.

    Die Programmierung ist erstmal rein Browserbasiert, was in der Praxis besser geht, als man zunächst erwartet.
    http://mbed.org/getting-started/
    http://mbed.org/handbook/Homepage
    http://mbed.org/cookbook/Homepage
    Auf richtige Entwicklungsumgebungen kann man dann später noch umsteigen.

    Zweitens, falls man Linux gewöhnt ist
    http://beagleboard.org/black
    die Programmierung reicht von C und C++ über Scriptsprachen
    https://learn.adafruit.com/setting-u...e-bbio-library
    bis Node.js
    http://beagleboard.org/Support/BoneScript

    Dazu LEDs, Widerstände und ein paar Schalter, das wurde schon gesagt, tausende müssen das aber nicht gleich sein. Dann noch mindestens eine Steckplatine, etwas Werkzeug und ein billiges Multimeter.

  5. #5
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    Ich hätte aber auch zum AVR geraten. Ich tue es aber nicht mehr da oberallgeier das schon so schön ausgeführt hat.

    Neben dem Hühnerfutter würde ich aber noch ein paar Lochrasterkarten und etwas Lötequipment ins Feld werfen. Einige Grundschaltungen kommen immer wieder, blöd die jedesmal wieder neu aufbauen zu müssen. Was auch nicht verkehrt ist: Bau dir ein eigenes Testboard. Lies dir ein Tutorial durch und was man da so machen kann (ich empfehle auch gern das Tutorial auf mikrocontroller.net), überleg dir was du machen willst und dann leg los.

    Wenn du Interesse hast, dann kann ich ja mal mein eigenes Board vorstellen. Die Teile kosten insgesamt vielleicht 10-15 Taler, aber du hast ne Weile was zu Löten. Als Starterausrüstung bietet es u.a.:
    • LCD
    • 8x LED
    • 8x Taster
    • 3x Poti (analoge Spannung messen)
    • Quarze + Schwingkapazität wechselbar


    Wie gesagt, es ist fast fertig, außer der zweiten Betriebsspannung (Ich hab zwei per Jumper wählbare Spannungen für den Controller vorgesehen) läuft es auch, am letzten Problem arbeite ich gerade. Ansonsten habe ich das Board so gestaltet, dass man sich leicht ein Addon dazu bauen kann. Z.B. um eine RS232-Verbindung zum Rechner herzustellen (was mein erstes Projekt damit werden soll). Schrittmotoren und Servos zu steuern und Steuersignale auswerten folgen dann auch bald...

  6. #6
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    Der Lötkolben wäre dann sicher der nächste Schritt, wenn man sicher ist, dass Elektronik was für einen ist.

    Was mir aber noch einfällt, wenn man eine Grundaustattung Bauelemente kauft, wäre ein lichtempfindlicher Widerstand (LDR) und ein temperaturempfindlicher Widerstand (NTC). Dann hat man auch andere Eingaben, als nur Poti-drehen und Knöpfchen-drücken

  7. #7
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    Noch ein Tipp: Für eine kleine Bauteilesammlung eignen sich die Grabbel-Sortimente von Pollin ganz gut. Grad für Widerstände und Kondensatoren sind die prima geeignet. Für viele Anwendungen sind die genauen Werte in weiten Bereichen völlig egal. Es interessiert niemanden, ob ein Pullup/down-Widerstand 500Ω oder 10kΩ groß ist, zumindest nicht bei Bastelleien.

    Und ein 12V-Netzteil ist immer gut. Für den Anfang reicht ein billiges Steckernetzteil. Für später vielleicht ein Labornetzteil.

  8. #8
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    Danke für die vielen schnellen Antworten.
    Werde mit jetzt mal die ganzen zusammensuchen und dann mal anfangen mit basteln

  9. #9
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    Ich muss nochmal dumm fragen, ich hol mir grad das zeug was ich brauche.

    Steckbrett, Kabel, Controller hab ich. Brauch jetzt noch Widerstände, lampen und sowas aber das ist nicht weiter das Problem.

    Aber 2 Sachen sind mir noch nicht wirklich klar.

    Erklärt mir mal einer kurz das Grundprinzip von so einem Programmer wie von oberallgeier verlinkt.
    Da gibts ja jede Menge verschiedene, die sind per USB mit dem PC verbunden und da wird dann Programmcode übersetzt und übertragen, soweit klar, aber wie ist denn jetzt die Verbindung von Programmer und dem Controller?

    Zweite Frage, dieses Minibeispiel mit dem Bild nutzt ja Batterien als Stromquelle. Wenn ich jetzt statts Batterien irgendeine Stromquelle verwenden möchte, habt ihr da Empfehlungen für mich?

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von White_Fox
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    Der Programmer fungiert als eine Art "Übersetzer". Der spielt das Programm (sogenannte Hex-Datei) in den Controller.
    Mit der seriellen Schnittstelle konnte man das Proramm auch ganz einfach ohne Prorammer in den Controller schreiben, bei dieser lassen sich die Pins der Buchse noch ganz gut ansteuern. Mit USB geht das nicht so einfach, außerdem hätte USB sowieso zu wenig Anschlüsse für eine direkte Verbindung.
    Einfach gesagt.

    Die Verbindung wird über die ISP-Schnittstelle gemacht. Da gibt es dann entweder sechs- oder zehnpolige Wannenstecker mit entsprechendem Kabel, einfach an die jeweiligen Beinchen des Controllers anschliessen.

    Und zu deiner Frage: Für erste Übungen sollte eine Wandwarze völlig ausreichen. Ich habe am Anfang mit einem 13,8V-Netzteil gearbeitet und mir irgendwann dann ein Labornetzteil geleistet.


    Edit:
    Wenn du Interesse hast, stelle ich in den nächsten Tagen eine Bauanleitung für ein kleines Entwicklungsboard rein.

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