Nachdem Experimente mit etlichen Nanomaterialien als Elektroden zur Kapazitätsverbesserungen bei Kondensatoren nicht besonders gut verliefen, könnte der volle Aschenbecher die Rettung sein. Eine Forschungsgruppe aus Südkorea stellte nämlich fest, dass das Material alter Zigarettenstummel besser ist als High-Tech-Entwicklungen wie Kohlenstoff, Graphen und Kohlenstoff-Nanoröhrchen.

In einem Artikel in der Fachzeitschrift Nanotechnology beschreiben sie, wie sie gebrauchte Zigarettenfilter in einer stickstoffhaltigen Atmosphäre in ein poröses Nanomaterial umwandeln konnten, da die Porenstruktur des Filters perfekt zur Anwendung als Elektroden in Superkondensatoren passt.

Von diesen Supercaps erwartet man, dass sie in Zukunft ähnlich viel Energie wie Akkus speichern können, sich aber blitzschnell laden lassen und enorme Ströme für Beschleunigungen abgeben. Momentan werden sie hauptsächlich als Puffer bei hohen Stromspitzen eingesetzt.

Und der Rohstoff wird trotz Zunahme der Nichtraucherfraktion nicht so schnell ausgehen: Jährlich würden geschätzte 5,6 Billionen Zigaretten geraucht, was gut 700 Kilotonnen Nachschub an Rohmaterial bringen dürfte. Und den Rauchern kann man daher nur folgenden Rat geben: Volle Aschenbecher nicht in den Müll entsorgen. Der Inhalt könnte einmal etwas Wert sein ;-)

Bild: Stefan-XP



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News Quelle: Elektor
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