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Ergebnis 1 bis 6 von 6

Thema: Leitungstheorie

  1. #1

    Leitungstheorie

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    Hallo,

    ich möchte eine 2-Draht-Leitung in Pspice simulieren. Der Wellenwiderstand des Kabels beträgt 150 ohm.
    Im Datenblatt ist der Schleifenwiderstand und der Kapazitätsbelag pro Länge angegeben. Jetzt brauch ich nur
    noch den Ableitungs- und Induktivitätsbelag. Weiß jemand von euch wie man diese Werte bestimmen kann?
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Ohne genau drauf geschaut zu haben. Kommst du überhaupt in Frequenzbereiche und Leitungslängen bei denen die Leitung eine nennenswerte Rolle spielt ? Also Leitungslänge kleiner/gleich Wellenlänge ?
    Ansonsten gilt für schwach Verlustbehaftete Leitungen:

    ZL =Wurzel ( L' / C' )

    ZL = Wellenwiderstand
    L' = Induktiverbelag
    C ' = Kapazitiverbelag

    und

    a = 1/2 ( R' / ZL + G' * ZL)

    a = Dämpfungsbelag
    R' = Widerstandsbelag
    G' = Leitwertbelag

    Damit solltest du deine fehlenden Werte berechen können, wenn ich auf die Schnelle richtig geschaut hab.

  3. #3
    ich habe die fehlenden Beläge berechnet und die Schaltung in Pspice simuliert.

    An R5 (Abschlusswiderstand) muss ein Spannung von 5 V abfallen (also die Hälfte der Versorgungsspannung). Meine Simulation zeigt einen Spannungsabfall von 10 V an.

    Habe ich irgend etwas übersehen?? Kann mir da jemand weiter helfen?
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  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von BMS
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    Hallo,
    warum haben R1, R2 und L1, L2 unterschiedliche Werte? Eigentlich müsste R1=R2, L1=L2 sein.
    Ganz andere Sorge bereitet mir der R3. Mit 0,nochwas Ohm macht der fast einen Kurzschluss, 10 V können daran kaum abfallen. (Außer es sind MegaOhm und nicht milliOhm gemeint, dann wäre das aber ein großes M)
    Der Generator hat eine Impedanz von 0 Ohm. Soll das so sein? Der Generator sollte auch an den Wellenwiderstand angepasst sein.
    Außerdem ist die Frequenz, die hier übertragen wird (PER=2m deute ich als Periode=2ms, was 50Hz entspricht) deutlich zu klein, als dass Leitungseffekte eine Rolle spielen.
    50 Hz sind für die Leitung ja quasi Gleichstrom
    Erst wenn die Leitungslänge im Bereich 1/10 der Wellenlänge oder größer ist, muss man sich Gedanken machen.
    Grüße, Bernhard
    "Im Leben geht es nicht darum, gute Karten zu haben, sondern auch mit einem schlechten Blatt gut zu spielen." R.L. Stevenson

  5. #5
    Da muss ich dir Recht geben R1=R2 und L1=L2 müssen gleich sein. Da ist mir ein Tippfehler unterlaufen.
    Habe die Werte angepasst. Jetzt fallen auch die 5V am Abschlusswiderstand ab.

    Die Schaltung soll mit 6MHz simuliert werden. Diesen Wert habe ich auch angepasst. Der Innenwiderstand vom Generator soll erst mal vernachlässigt werden.
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  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Dann müsstest du immer noch eine ca. 50m lange Leitung haben, als dass HF Effekte wirklich stören würden.

    Ergänzung zum Thema Generator:
    Entweder du willst jetzt HF Simulieren und dann gehört der Generator mit dazu oder du willst es nicht, dann kannst du ihn weglassen. Der Innenwiderstand des Generators sollte immerauf den Wellenwiderstand der Leitung angepasst werden (Genauso wie der Abschlusswiderstand der Leistung). In dem Zusammenhang kann man sich dann gleich Anpassschaltungen mit Blindelementen anschauen.
    Geändert von shedepe (06.03.2014 um 18:03 Uhr)

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