Jetzt gibt es sie auch aus Gold und Silber: die Nanoröhrchen. Wissenschaftler des Weizmann Instituts haben erstmals einen neuen Typ von Nanotubes erzeugt, die, je nach Komponenten, einzigartige optische, elektrische und sonstige Eigenschaften aufweisen. In Zukunft könnten sie als Bausteine für Nanotransistoren, Katalysatoren und Biochipsysteme eine wichtige Rolle spielen. Die unter der Leitung von Prof. Israel Rubinstein durchgeführte Studie wurde in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie publiziert.

Nanotubes, zylindrische Hohlstrukturen im Nanometermaßstab, wurden zuerst 1991 entdeckt. Die ersten rein aus Kohlenstoff bestehenden Miniröhrchen sorgten weltweit für Aufsehen, denn sie entpuppten sich als wahre Wunder: Hundert mal stärker als Stahl, dabei winzig klein und ausgesprochen gute Leiter für Elektrizität und Hitze schienen sie den Nanotechnologen geradezu alles zu bieten, was das Herz begehrt.

Den neuen, jetzt am Weizmann Institut erzeugten Nanotubes fehlt zwar die mechanische Stärke der Karbonröhrchen, dafür haben sie den Vorteil ihrer nanomolekularen Zusammensetzung: Je nach Wahl der Grundbestandteile, aus denen sie aufgebaut sind, lassen sich ihre Eigenschaften für die unterschiedlichsten Anwendungen „maßschneidern“. Selbst Mischungen verschiedener Nanopartikel sind als „Bausubstanz“ für die Röhrchen einsetzbar. Ein weiterer Vorteil: Diese Nanobausteine können gleichzeitig als Ansatzstelle für diverse „Anhänge“ wie metallische, halbleitende oder polymere Materialien dienen und so die Palette der Einsatzmöglichkeiten noch mehr erweitern.

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Quelle:
http://www.vdi.de/vdi/news/index.php?ID=1014361