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Thema: Allgemeine Frage zum Hausnetz mit Neutralleiter

  1. #1
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    Allgemeine Frage zum Hausnetz mit Neutralleiter

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    Hi Leute,

    ich habe eine bisschen komische Frage. Es geht um einen Fall, der wahrscheinlich in Deutschland nie passieren wird, aber trotzdem interessiert es mich.

    Mal angenommen ich habe ein TNS Netz mit L1-L2-L3 N und PE. Der Sternpunkt der Anlage ist geerdet (im Normalfall)
    UND jetzt kommts:

    Was wäre, wenn der Sternpunkt nicht geerdet wäre, und somit ist ja der Neutralleiter auch nicht geerdet und ich lange an den Neutralleiter hin.
    Bekomme ich dann einen Stromschlag wenn ich an einen ungeerdeten Neutralleiter hinlage, oder nicht weil der am Sternpunkt angeschlossen ist und dort immer 0V sind.

    Danke im Vorraus für jegliche Antworten

    LG
    EMZ

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    In einen TN-Netz ist der Sternpunkt geerdet, ansonsten ist es ein IT-Netz. Der Unterschied zwischen den beiden Netzformen erklärt dir auch, was dann wäre.
    Kultuverein Metal Resurrection, für mehr Bands und Konzerte in Österreich (:

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker
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    Deine Antwort ist nicht korrekt. Der Fall ist wiederholt aufgetreten. Es kann z.B. in einem Orts-Freileitungsnetz der N abgerissen werden. Damit ist der Sternpunkt in der "Luft". Es ist kein IT Netz, da die Phase immer noch Bezug zur Erde (N) hat. In Abhängigkeit der Belastung wird der sternpunkt verschoben. Ist die Belastung aller 3 Phasen gleichmässig, entsteht eine Spannung zur Erde gesehen von ca. 0V. Liegt auf der L1 ein Grossverbraucher z.B. Heizplatte vom Herd, auf L2 ein z.B. Uhrenradio (< 100mA) wird der Sternpunkt verschoben. Dadurch liegen an der Heizplatte vielleicht 50V an, und am Radio vielleicht 340V. Das kann zu einer Zerstörung des Radios führen.

  4. #4
    Julius68
    Gast

    Hausstrimnetz spinnt hilfe

    Hallo,
    mein Hausstromnetz spinnt total:
    Erst zerschiesst es meine komplette Ausseneinheit der Wärmepumpe ( alle Platinen kaputt ) dann gehen 4 Steckdosen in eimen Zimmer nicht ,
    plötzlich fällt die Stromversorgung der neuen Waschmaschine aus ( nach einer Stunde ging wieder alles ) und nun geht plötlich in einem Raum das Licht nicht mehr ( nach 5 minuten geht es wieder )
    Was ist das ??? Habe Angst - Elektriker kommt erst in 5 Tagen - Aaaaaa

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von 021aet04
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    Ich würde an deiner stelle die Sicherungen abschalten/herausdrehen und einen Elektriker suchen der schneller kommen kann. Das klingt nach einem Kontaktfehler, das führt unweigerlich zum Brand.

    MfG Hannes

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Zitat Zitat von Julius68 Beitrag anzeigen
    Erst zerschiesst es meine komplette Ausseneinheit der Wärmepumpe ( alle Platinen kaputt )
    Zitat Zitat von Julius68 Beitrag anzeigen
    dann gehen 4 Steckdosen in eimen Zimmer nicht
    Zitat Zitat von Julius68 Beitrag anzeigen
    plötzlich fällt die Stromversorgung der neuen Waschmaschine aus ( nach einer Stunde ging wieder alles )
    Zitat Zitat von Julius68 Beitrag anzeigen
    und nun geht plötlich in einem Raum das Licht nicht mehr ( nach 5 minuten geht es wieder )
    Die erste Frage wäre, gab es Gewitter mit Blitzeinschlägen in der Nähe?

    Die zweite Frage hatten die Nachbarn zur selben Zeit auch was festgestellt?

    Als drittes käme dran zu prüfen, wo hängt die Wärmepumpe dran, wo die Waschmaschine, wo das eine Zimmer mit den 4 betroffenen Steckdosen und wo das Zimmer mit dem Licht? (nacheinander L1, L2, L3 oder immer die selbe Phase)

    Dann ruft man beim EVU an und beschreibt das Phänomen.

    Interessant wäre noch was für eine Art von Licht nicht ging (Glühlampen, Halogen, Leuchtstoffröhren), Da eine Glühlampe ja bei verringerter Spannung nur dunkler ist wärend eine Leuchtstoffröhre (auch Energiepaarlampen nach dem Prinzip) nicht mehr startet wenn eine bestimmte Spannung unterschritten wird.
    Und bei Halogen kommt es drauf an was vorne dran hängt. Bei einem einfachen Trafo wird es auch gedimmt wenn die Spannung absinkt.
    In bestimmten Fällen kann man also schon ohne Messmittel feststellen ob ein Komplettausfall oder "nur" eine Spannungsabsenkung stattfindet.

    Bei mir wird momentan in Pfungstadt der Knoten für 6 Fernleitungen umgebaut, weil für die Nord-Süd Trasse eine 220kV Freileitung auf 380kV umgerüstet wird, da kommt es auch immer wieder mal zu schwankungen und kurzen Ausfällen wenn die was Schalten.
    Ob im eigenen Bereich grade so eine Masnahme stattfindet, steht im Netzentwicklungsplan. (Bei mir M60)
    http://www.netzentwicklungsplan.de/_...etz_Kosten.pdf

    Wenn die Störungen, grade mit Überspannungen (was vermutlich die Platinen getötet hat) verbunden sind, ist Sicherung raus aber wirklich nicht verkehrt.
    Bei der Wärmepumpe würde ich mal das Handbuch lesen, was da von Überspannungsschutz drinsteht. Und mich dann mal an den Installateur wenden wenn der da was vergessen hat (kostet ja immerhin Geld so ein Schaden).

    Als bei mir vor 3 Jahren eine Phase in der Erdleitung vorm Haus defekt war, hatten wir das auch erst durch einzelne Ausfälle bemerkt. Der Störtrupp war nach 2 Stunden da, hat gemessen und umgeschaltet. 2 Tage später haben die gegraben und geflickt.
    Ursache eindringendes Wasser.

    Einen Elektriker der bei so einer Fehlerbeschreibung sagt das er erst in 5 Tagen kommt, würde ich in den Wind schießen.
    Geändert von i_make_it (07.09.2016 um 07:11 Uhr)

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Hallo,
    Zitat Zitat von Julius68 Beitrag anzeigen
    mein Hausstromnetz spinnt total:
    Erst zerschiesst es meine komplette Ausseneinheit der Wärmepumpe ( alle Platinen kaputt ) dann gehen 4 Steckdosen in eimen Zimmer nicht ,
    plötzlich fällt die Stromversorgung der neuen Waschmaschine aus ( nach einer Stunde ging wieder alles ) und nun geht plötlich in einem Raum das Licht nicht mehr ( nach 5 minuten geht es wieder )
    Was ist das ??? Habe Angst - Elektriker kommt erst in 5 Tagen - Aaaaaa
    Als erstes würde ich den Elektriker abschiessen!
    Wenn er das Problem nicht richtig einordnen kann, hat der eh keine Ahnung! Bei manchen Schilderungen sollten beim Fachmann Alarmglocken los gehen.

    Grundsätzlich sollte man sich auch mit dem EVU in Verbindung setzen, das Problem kann auch bei ihnen liegen. Wenn die in deiner Gegend gerade am Netz arbeiten, wissen die das normalerweise.

    Bei deiner Schilderung besteht die Möglichkeit eines Wackelkontakts des Neutralleiters.
    Da besteht Brandgefahr. Nicht nur an der schlechten Kontaktstelle, sondern in jedem Gerät welches mit dem Netz verbunden ist.
    Normale Geräte sind für 230V ausgelegt, müssen aber kurze Impulse <0.001s mit ein paar kV aushalten. Die Netzspannung wird mit +/-10% garantiert, also über 253V müssen die Geräte nicht vertragen können. Bei einer Störung im N-Leiter können aber bis um die 400V auftreten, also gut 150V mehr als im Extremfall. Da können dann Bauteile anfangen zu brennen.

    Eingrenzen kann man das meistens mit ein paar Spannungsmessungen, auch ob das Problem in deiner Anlage oder beim EVU liegt.

    Normalerweise hat man zwischen N und L1, L2 und L3 jeweils 230V. Bei einem N-Unterbruch verschiebt sich der Sternpunkt und man misst 3 entsprechend unterschiedliche Spannungen. Fällt nur eine Phase aus, misst man 2x 230V und eine andere Spannung. Natürlich sind gewisse Abweichungen normal. Kann man den Fehler schon beim Hauptanschluss messen, liegt das Problem beim EVU, andernfalls in deiner Anlage.

    MfG Peter(TOO)
    Manchmal frage ich mich, wieso meine Generation Geräte ohne Simulation entwickeln konnte?

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