-         

Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: HBridge bei 3.3V und 1.5A?

  1. #1

    HBridge bei 3.3V und 1.5A?

    Anzeige

    Guten Morgen und Entschuldigung wenn dies eher in das Unterforum Elektronik gehört.
    Bin neu hier, also bitte korrigiert mich wenn ich mich blöd verhalte.

    Es geht um folgendes Gerät:
    Bild

    Man sieht hier zwei Motoren, einer in der mitte mit dem gelben und schwarzen Kabeln, einen auf der linken Seite bei den Entkopplungskapazitäten. Das vordere Elektronikboard soll gegen etwas eigenes ersetzt werden (das ganze soll später per USB steuerbar sein)
    Als USB Ansteuerung ist ein USBFoo angedacht (dachen zuerst an einen Arduino aber da wir uns ein Boards selber machen wollen müssten wir noch mit einem FTDI rumfummeln)

    Problem ist nur die Ansteuerung der beiden Motoren da wir nicht sehr viel über diese Wissen. Das einzige was wir haben sind Multimeter Messungen im Betrieb und das auch nur mit einem billigen Multimeter ohne PEAK.

    Beide Motoren sind DC-Motoren und zeigen da 3.5V im Betrieb. Der eine benötigt im Leerlauf 0.4A, unter Last bis zu 1A.
    Der andere lässt nur das Getriebe ein- und ausschnappen und ist dementsprechend kurz im Betrieb. Aber
    auch da sahen wir 3.5V bei 0.02A bis zu 0.5A.
    Ob der Schaltkreis da aber PWM macht kann ich auf Grund unser fehlenden Messmöglichkeiten nicht sagen.

    Die Idee ist nun eine Dual H-Bridge zu verwenden um beide einfach ansteuern zu können. Leider finde ich einfach keine HBridge die noch bei 3.3V funktioniert (L293 hat z.B. ein Minimum von 4.5V nach Spec).
    (die Motoren funktionieren auch bei 3.3V und der USBFoo kann entweder 5V oder 3.3V verwenden, wir dachten, das eine Spannungsversorgung für beides einfacher wäre. Alternativ könnte man den USBFoo auch bei 5V über USB betreiben, dann hätten wir da keine Probleme das die beiden Versorgungen sich stören aber dann produziert er auch 5V Logiksignale was AFAIK ein Problem für die Hbridge darstellt)
    Hat da einer Erfahrungen? Kann man den L293 einfach trotzdem verwenden? Liefert die Hbridge überhaupt 3.3V wenn ich sie mit 3.3V versorge? Habe jetzt schon an ein paar Stellen gelesen, das sie 4.5V benötigt um den Motor mit 3.3V zu versorgen (ka warum, habs nur gelesen aber nach dem Schaltplan macht das eigentlich keinen Sinn)
    Und wo ich gerade dabei bin, muss ich da noch auf Entstörung achten? Neben den Decouplingkapazitäten direkt am Motor?

    Vielen Fragen und erstmal Herzlichen Dank für jede Antwort!

    p90

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
    Registriert seit
    26.11.2005
    Ort
    bei Uelzen (Niedersachsen)
    Beiträge
    7.942
    Dder L293 wird nicht gehen, schon gar nicht brauchbar. Schon bei 4,5 V stören die relativ hohen Verluste an den Transistoren: da geht an jeder Seite 1-1,8 V verloren. Vor 4,5 V bleiben also sogar nur eher 1-2,5 V übrig.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
    Registriert seit
    10.10.2005
    Ort
    Freyung bei Passau in Bayern
    Alter
    66
    Beiträge
    10.969
    Hallo!

    Vielleicht lässt sich geeigneter Stereo-Audioverstärker dafür misbrauchen. Nur als Beispiel: http://www.datasheetcatalog.org/data...4tlpo2loyy.pdf.
    MfG (Mit feinem Grübeln) Wir unterstützen dich bei deinen Projekten, aber wir entwickeln sie nicht für dich. (radbruch) "Irgendwas" geht "irgendwie" immer...(Rabenauge) Machs - und berichte.(oberallgeier) Man weißt wie, aber nie warum. Gut zu wissen, was man nicht weiß. Zuerst messen, danach fragen. Was heute geht, wurde gestern gebastelt. http://www.youtube.com/watch?v=qOAnVO3y2u8 Danke!

  4. #4
    @Besserwessi
    Nach etwas nachlesen kann man den USBFoo sowohl mit 3.3V und 5V über USB speisen.
    Wir brauchen also nicht unbedingt eine gemeinsame Spannung solange die Schaltung entweder mit 3.3V Logic oder 5V logic tut. Die mOtoren brauchen aber immernoch 3.3 bis 3.5V. Wie bekomme ich den raus wie viel der Motor vond er Versorgugnsspannung sieht? Oder muss ich das dann über PWM machen? (habe ich für motoren noch nicht ganz verstanden, habe das bisher nur bei LEDs einegsetzt gesehen)

    @PICture
    Hm, das musst du mir vlt etwas näher erläutern. Und die Motoren sollen sowohl vor- als auch rückwärts laufen können (Entschuldigt, hatte ich vergessen euch zu schreiben). Der Verstärker stellt zwar die Amps bereits wenn ich das richtig verstehe aber ich muss dann trotzdem mit meinem Board irgendwie die Spannungen erzeugen oder? Also eine kleine H-Bridge und dann den Verstärker nachschalten oder wie?

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
    Registriert seit
    10.10.2005
    Ort
    Freyung bei Passau in Bayern
    Alter
    66
    Beiträge
    10.969
    Zuerst würde ich den Thread als "Lektüre" empfehlen: http://www.roboternetz.de/community/...l=1#post493083 und danach könnte ich dir konkrete Fragen beantworten.

    Die Audioverstärker darf man für Gleichspannungen so wie "starke" Operationsverstärker verstehen. Sie haben ziemlich hohen Eingangswiderstand (in kOhm Bereich) und können kleine Lasten (im Ohm Bereich) direkt mit ziemlich grossen Strom (im A Bereich) direkt treiben.

    Es ist keine H-Brücke davor notwendig, da die Last zwischen zwei Ausgänge geschaltet wird. Daher ist/sind ein Stereo- bzw. zwei Monoaudioverstärker pro Motor notwendig.
    Geändert von PICture (11.12.2011 um 03:09 Uhr)
    MfG (Mit feinem Grübeln) Wir unterstützen dich bei deinen Projekten, aber wir entwickeln sie nicht für dich. (radbruch) "Irgendwas" geht "irgendwie" immer...(Rabenauge) Machs - und berichte.(oberallgeier) Man weißt wie, aber nie warum. Gut zu wissen, was man nicht weiß. Zuerst messen, danach fragen. Was heute geht, wurde gestern gebastelt. http://www.youtube.com/watch?v=qOAnVO3y2u8 Danke!

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
    Registriert seit
    26.11.2005
    Ort
    bei Uelzen (Niedersachsen)
    Beiträge
    7.942
    Die Treiber, egal ob jetzt eine schaltende H-Bücke oder ein analoge (=Audioverstärker in Brückenschaltung so wie von Picture vorgeschlagen) haben alle einen Spannungsverslust durch die Schaltelemente. Dadurch kann der Motor nie die volle Spannung bekommen. Wie viel das ist hängt von der Ausführung ab. Beim L293 ist das mit ca. 1-1,8 V je Seite recht viel, weil da Darlington Transistoren benutzt werden. Wie viel da an Spannung verloren geht steht im Datenblatt unter "Output Saturation Voltage", ggf. getrennt für beide Seiten. Mit PWM kann man ggf. die Spannung am Motor weiter reduzieren und den Motor damit langsamer machen. Die Motoren sind auch nicht so empfindlich auf etwas zu hohe Spannung - kurzzeitig geht das. Um die Motoren mit dem L293 und 3,5 V zu betreiben braucht man also wenigstens etwa 6 V als Versorgungsspannung. Mit 1 A wird das aber vom Strom wohl auch zu knapp. Das mit den Logicpegel wäre eher kein Problem.

    Der von Picture genannte Audioverstärker ist hinsichtlich des Spannungverlustes besser als der L293. Da sind es nach dem Datenblatt nur etwa 0,3 -0,6 V je Seite (Im Datenblatt als Dropout im Diagramm). Da kann man also aus 5 V Versorgung bis etwa 4 V raus bekommen. Das Problem ist nur das TSSOP Gehäuse - das ist ein recht kleines SMD Gehäuse und ist nicht einfach zu löten. Damit würde ich besser nicht anfangen.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
    Registriert seit
    10.10.2005
    Ort
    Freyung bei Passau in Bayern
    Alter
    66
    Beiträge
    10.969
    Vielleicht findet man einen passenden Audioverstärker im DIP Gehäuse, wenn man SMD nicht mag ?
    MfG (Mit feinem Grübeln) Wir unterstützen dich bei deinen Projekten, aber wir entwickeln sie nicht für dich. (radbruch) "Irgendwas" geht "irgendwie" immer...(Rabenauge) Machs - und berichte.(oberallgeier) Man weißt wie, aber nie warum. Gut zu wissen, was man nicht weiß. Zuerst messen, danach fragen. Was heute geht, wurde gestern gebastelt. http://www.youtube.com/watch?v=qOAnVO3y2u8 Danke!

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •