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Thema: Laser Platinen Plotter

  1. #1
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    Laser Platinen Plotter

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    Hi Leute

    Nach der ungefähr 300sten selbstgeätzten Platine und unzähligen Mühseligkeiten mit der Film Belichtungsmethode und der Tonertransfermethode hab ich mich entschieden etwas Anderes zu machen was weniger umständlich ist. Nach einigen Recherchen und vielen Tests hab ich nun meinen Laserplatinenbelichter fertig gebaut.

    Da bei diesem Belichter ein Laser zum Einsatz kommt der wesentlich mehr als 5mW Leistung hat, waren natürlich einige Sicherheitsvorkehrungen nötig, da mir mein Augenlicht heilig ist.

    Sollte jemand daran denken, das nachzubauen, beachtet bitte, das ihr auf jedenfall einen geeigneten Augenschutz (Laserschutzbrille etc.) besitzt. Des weiteren ist das nicht wirklich ein Projekt für Anfänger. Es steckt eniges an Arbeit dahinter und ist nicht ungefährlich.

    Genug mit der Sicherheitsbelehrung hier die Beschreibung:

    Als Basis hab ich mir aus der Bucht einen alten Flachbettplotter ohne Elektronik gekauft (ca 15€) und erstmal eine Schrittmotor und Stiftansteuerung eingebaut.

    Ein Freund von mir hat mir ein Programm geschrieben, das G-Code in die passenden Befehle für den Plotter umsetzt und siehe da schon konnte ich mit einem Plotterstift das Layout auf Papier malen.

    Als Nächstes wurde der Plotterstift mit einem 405nm (beste Empfindlichkeit von Standart Bungard Platinen) Diodenlaser ausgetauscht und das Stift auf/ab Signal zum Ansteuern des Lasers verwendet.
    Anschließend wurde der Laser fokussiert um eine möglichst große Genauigkeit zu erreichen.



    Um nicht jedesmal eine Laserschutzbrille tragen zu müssen, wenn ich Platinen herstelle wurde der Plotter in einen eigens gebauten Kasten eingebaut, und mit Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet (Stromunterbrechung beim Öffnen, absolut blickdicht, versiegelt wenn gelasert wird) .

    Das Ergebniss sind wirklich sauber belichtete Platinen. Die Genauigkeit liegt bei unter 0.1mm und ist somit für so gut wie alle Chipgrößen geeignet. Die Belichtungszeit für eine 100x70mm Platine mit ca 80% Packungsdichte beträgt 6min pro Seite. Doppelseitige Platinen werden mit einer Genauigkeit von 0.05mm deckungsgleich.

    Hier eine Testplatine mit TQFP44 Chip als Größenvergleich nur gelasert und entwickelt:



    Noch etwas genauer:



    Hier ein PIC16F877 Adapter gelasert belichtet und geätzt: Man sieht dass der Laser hin und wieder kurz stehen bleibt, dass liegt aber an dem ziemlich langsamen PC. Der hängt manchmal kurz.



    Als Nächstes werd ich noch einen zweiten Laser einbauen mit dem ich dünne Klebefolien als Lötstopplach/Bestückungsdruck schneiden möchte. SMD Stencils sollten dann auch drinn sein

    Auf jeden Fall bin ich von den Möglichkeiten dieser Art der Belichtung schwer beeindruckt. Mit besserer Optik wären sicher noch bessere Auflösungen möglich, jedoch reichts momentan für alles aus.

    Alles in Allem hab ich ungefähr 100€ hingelegt, wovon das meißte sicher für die Sicherheitsvorkehrungen draufgegangen ist.

    Grüße

  2. #2
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    So ein Gerät würde mich auch reizen. Ich habe aber schon Fräsen. Und ätzen will ich wegen den Chemikalien auch nicht. Hast du noch mehr Bilder zum Plotter bzw eine genauere Beschreibung wie der Plotter funktioniert. Bekommen die Motoren die Signale direkt vom PC (wie z.B. Mach3) oder werden die Daten auf einem µC geschickt und dort weiter verarbeitet?

    MfG Hannes

  3. #3
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    Sehr genial!
    Gleich mal abonnieren, das Thema interessiert mich

  4. #4
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    Hi

    Werde demnächst noch ein paar Bilder hochladen.
    Im Prinzip ist die Ansteuerung wie Mach3 allerdings ist noch eine Steuerkarte im Plotter eingebaut(ohne uc) die die PC Befehle umsetzt.

    Funktionsweise des Plotters.

    Am PC generiere ich mit CopperCam den G Code für Outline Fräsen. Diese Fräsdaten werden vom Programm an den Plotter angepasst und umgerechnet. Dannach wird der Plottvorgang gestartet und der Laser fährt die Platine wie eine CNC ab. Danach muss die Platine nur noch aus dem Plotter entnommen und entwickelt bzw geäzt werden.

    Zum Schutz meiner Augen und um den Laser richtig fokussieren zu können hab ich mir aus Kamerasuchern und einer Webcam eine Schutzbrille gebaut, die hunderprozentigen Schutz bietet, ich den Laserpunkt aber auch sehen kann. Das schlimmste, das passieren hätte können, wäre, dass der Laser die Kamera zerstört und ich ne neue kaufen muss.

    Wie schon gesagt werde ich den Plotter weiterentwickeln um Folien etc schneiden zu können also ist er auch für andere Sachen verwendbar als nur Platinen zu belichten. Allerdings sind da wesentlich teurere Laser nötig und die gilt es erst aufzutreiben.

    Grüße

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von 021aet04
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    Kannst du den Laser in der Stärke regeln? Ist es geplant den anderen Laser (für Schneiden) in der Stärke zu regeln? Ich habe eine CNC Steuerung von Axemotion, bei der kann man im Programm einstellen was man montiert hat (Spindel nur Ein/Aus, mit regeln,...), u.A. kann man auch Laser einstellen (Laser- Plasmaschneidespitze bzw Analoglaser zum Gravieren).

    MfG Hannes

  6. #6
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    Da die uv-Laserdiode keinen Gasfaseranschluss hat und es aus EMV tecnischen Gründen nicht möglich war den LD Treiber weiter als ein 10cm weg von der LD zu haben ist der momentan verwendete Laser nur ein und ausschaltbar.

    Die Laserdioden in der Leistungsklasse für Folienschneiden sind teilweise mit LWL-Anschluss verfügbar. Darum werde ich den stärkeren Laser vermutlich mit einer digitalen (uC) einstellbaren KSQ betreiben um ihn der Materialbeschaffenheit anassen zu können.

  7. #7
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    sehr genial

    sag mal was ist das für ein plotter den du nutzt ?
    ist das eine blueray laserdiode ?

    mfg

  8. #8
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    Hi

    Der Plotter ist ein Sekonic SPL460. Leider is er A3 aber ich konnte nichts besseres in der Bucht finden. Und ja es ist ne normale Bluray Diode die mit ca 80mW fährt.

    Momentan arbeite ich noch an der Konstantstromquelle für den Schneidlaser. Damit man nachher einfach nur auswählen muss welches Material bearbeitet werden soll.

  9. #9
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    wenn ich das richtig gelesen habe hast du die komplette hardware aus dem sekonic rausgeschmissen und dann denke ich mal 2 schrittmotorendstufen eingebaut ??

    ich frage wel ich auch noch einen sekonic spl *frag mich nicht was für ne nummer* zuhasue liegen habe aber ich bekomme einfahc keinen treiber so über die tasten lässt er sich verfahren das war es dann aber auch schon
    hast du bilder von dem umbau ?

    na hört sich interessant an mit der konstantstromquelle/software

    mfg

  10. #10
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    Hallo,

    gefällt mir sehr gut Wenn ich irgendwann mal einen günstigen Plotter auf e*ay finde, nehm ich den mit und probiers auch mal!
    Aber eine Frage habe ich dazu:
    Bei deiner momenaten "Plottbreite" schafft man ja keine Leitungen zwischen z.b. einem TQFP32, oder?! Wäre es möglich, mit einer anderen Laser-optik (oder evtl. anderem Laser) das hinzukriegen, d.h. Leiterbahnen mit < 0.1mm und Abstände < 0.1mm?

    Gruß
    Chris

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