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Thema: Vorteile Nachteile Messing oder Stahlzahnräder

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Vorteile Nachteile Messing oder Stahlzahnräder

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    Hallo!

    Wie die überschrift schon sagt. Gibt es Vor Nachteile die für Stahl oder Messingzahnräder sprechen?

    Und dann noch ne Frage. Glaubt ihr die Zahnräder von Mädler sind besser verarbeitet als die von Conrad: http://www.conrad.de/ce/de/product/231797/
    oder http://www.maedler.de/Article/21304000.aspx

    Danke!

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Was die Festigkeit des Werkstoffs betrifft, dürfte der Stahl etwas besser sein, aber wahrscheinlich nicht viel besser (zumindest was die verlinkten Räder aus Automatenstahl betrifft), das ist eher kein wichtiges Kriterium. Im allgemeinen empfiehlt man für die Materialpaarung bei gegenseitigem Gleitkontakt die Paarung MS-Stahl, besonders bei Mangelschmierung. Das würde heißen, dass ein Stahlrad gut mit einem Ms-Rad kämmt, besser als Stahl-Stahl und wahrscheinlich auch besser als Ms-Ms. Das gilt auch für Gleitlager, wenn also ein Rad auf einer Stahlwelle gleiten soll, würde ich das Rad aus Ms wählen. Ms läßt sich auch einfacher spanend bearbeiten (z.B. Bohren, Reiben), besonders wenn die Oberfläche schön werden soll. Stahl ist anfälliger gegen Korrosion, wenn Feuchtigkeit eindringt.
    Conrad vs. Mädler:
    Ich habe keine eigenen Erfahrungen. Das Con-Rad hat 2 Madenschrauben, wenn Du die nutzen willst, würde ich dieses Rad wählen. Mädler macht zwar eine Aussage zur Verzahnungsqualität, ich habe aber die DIN-Norm nicht, kann das also nicht interpretieren. Conrad macht keine sinnvolle Aussage, deshalb muss das Rad aber nicht schlechter sein.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
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    Hallo!

    @ twoa

    Ich habe 1ige Getriebemotoren von Pollin ( http://www.pollin.de/shop/dt/NTY2OTg...otor_CB65.html ) zerlegt und tatsächlich Ms Hulsen in Stahlzanräder auf festen Stahlachsen gesehen.
    Geändert von PICture (15.05.2011 um 21:32 Uhr)
    MfG (Mit feinem Grübeln) Wir unterstützen dich bei deinen Projekten, aber wir entwickeln sie nicht für dich. (radbruch) "Irgendwas" geht "irgendwie" immer...(Rabenauge) Machs - und berichte.(oberallgeier) Man weißt wie, aber nie warum. Gut zu wissen, was man nicht weiß. Zuerst messen, danach fragen. Was heute geht, wurde gestern gebastelt. http://www.youtube.com/watch?v=qOAnVO3y2u8 Danke!

  4. #4
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    Hallo ranke!

    Vielen Dank für diese ausführliche und informative Antwort. Das hat mir schon mal sehr geholfen.

    Jetzt vielleicht noch eine Frage. Und zwar müsste ich bei einem Ms Zahnrad die Bohrung von 4 auf 6 vergrößert. Das klingt jetzt vielleicht voll banal aber ich hatte dieses Problem schon einmal und ich hab es einfach nicht hinbekommen. Die Bohrung war nachher nie mittig und das Zahnrad hat geeiert, trotz Ständerbohrmaschine und etlichen Versuchen.
    Vielleicht gibt es einen Trick
    Geändert von twoa (15.05.2011 um 21:43 Uhr)

  5. #5
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    @PICture, danke das bestätigt ja Rankes Aussage!!

  6. #6
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    Vielleicht gibt es einen Trick
    Beim Bohren gibt es erstaunlich viele Möglichkeiten Ausschuß zu produzieren, das muß ich leider auch immer wieder feststellen. Neu gekaufte Bohrer sind im allgemeinen viel zu geizig geschliffen, zum passgenauen Aufbohren würde ich mir einen schon etwas abgenützten Bohrer aussuchen (oder mit einem Neuen erst einige Zentimeter Stahl bohren). Zweitens könnte man vor dem Aufbohren mit einem Kegelsenker ansenken (möglichst langsame Drehzahl einstellen). Kegelsenker sind eher schabend und zentrieren recht gut, die keglige Senkung sollte eine gute Zentrierung für den Bohrer ergeben. Dass man das Werkstück sauber spannen und genau treffen muß ist trivial - ich schreibe es mal zur Vollständigkeit hin.

  7. #7
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    Ok Danke, das mit dem Kegelsenker probier ich mal...

  8. #8
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    Ich hätte auch eine Frage zu Zahnrad Materialien:
    Ich möchte ein externes Getriebe für meine Maxon Motoren bauen (9430 u/min, 21,5 mNm, ca. 11:1 Übersetzung) und bin realitv unentschlossen was das Material angeht. Es muss möglichst leicht sein und wird selber hergestellt (Firma erledigt das freundlicherweise) oder ein gekauftes muss nachbearbeitet werden.

    Was eignet sich besser? Aluminium fällt wohl raus? dann könnte ich das Getriebe direkt in das Rad integrieren und mir Schrauben sparen die sich eh wieder nur lösen...

    Vielen Dank!
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  9. #9
    Hallo,

    wie wäre es bei dem geringen Drehmoment mit Kunststoff? PA oder POM - da gibt es viel Standardware und es ist auch leicht bearbeitbar...
    Alu ist bei Zahnrädern eher unüblich (weil nicht sonderlich verschleißfest) - bei weniger belasteten Sachen spricht aber nichts wirklich wichtiges dagegen...

    Zu dem Problem mit dem aufbohren:
    Zum exakt zentrischen aufbohren von Löchern gibt es einen banalen Trick: Nicht den Bohrer, sondern das Werkstück in das Bohrfutter einspannen und den Bohrer in einem Schraubstock senkrecht nach oben montieren.
    Der Bohrer zentriert sich dann automatisch wie auf einer Drehmaschine. Es geht natürlich nur bei kleinen Werkstücken...

    Viele Grüße

    Christian

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Also es haben schon mehrere Leute mit halb so starken Motoren Konstruktionen gebaut, die auch mit Lego Zahnraedern gemacht waren. Allerdings haben die sich ausschliesslich in eine Richtung gedreht. Ich weiss jetzt nicht, ob sie einen PWM Betrieb trotz PI aushalten... Ich will es jetzt nicht drauf ankommen lassen, dass mir das ganze Ding im Wettbewerb auseinanderbricht. Naja, ich muss sowieso bei der Firma mal fragen, ob die mir Messing oder Stahl Zahnraeder in Modul 3 mit 10 und 100 Zaehnen machen koennen, sonst wird es wohl doch Kunststoff.

    Vielen Dank fuer deine Antwort.

    mfg skg-rob
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