-         

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 18

Thema: Kraft sensitiver Widerstand (FSR) und Füllstandserfassung

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    27.04.2011
    Beiträge
    5

    Frage Kraft sensitiver Widerstand (FSR) und Füllstandserfassung

    Anzeige

    Moin Moin liebe Community!

    ich benötige für eine Hausarbeit eure Hilfe. Und zwar möchte mein Dozent gerne wissen wieviel Milch noch in seiner Milchtüte drin ist. Die Information möchte er gerne über das Internet abrufen, um nicht immer umsonst zur Kaffeemaschine zu laufen

    Ob das sinn macht oder nicht ist eine andere Frage, jedenfalls habe ich mir überlegt den Füllstand über das Gewicht der Milchtüte zu ermitteln. Und zwar stelle ich mir vor 2 Plexiglasplatten zu nehmen (etwa so groß wie eine Milchtüte) und dazwischen einen "Kraft sensitiven Widerstand" (engl: FSR, force sensitive resistor) zu packen. Das Gewicht der Milchtüte drückt auf die oberste Platte und bewirkt somit eine Widerstandsänderung am Widerstand. Die dadurch auftretenden Spannungsunterschiede messe ich mit einem Arduino, welcher dann über WLAN die Messergebnisse nach Pachube sendet.

    Soweit die Theorie. Ich habe einen 4,3x4,3cm großen FSR gekauft welcher laut Datenblatt Massen zwischen 10g und 10kg detektieren kann. Anschließend eine kleine Schaltung mit einem 10k OHM Widerstand für GND dazwischen geschaltet. Die Schaltung sieht so aus wie im Anhang hinterlegt.

    Die ersten Messergebnisse sind auch gut, übe ich Kraft auf die Fläche aus, kann ich die Spannungsunterschiedene detektieren. Problematisch ist wenn einen Gegenstand länger auf dem Sensor lasse. Dann "kriecht" der Messwert langsam höher. Und hier ist mein Problem, wie erhalte ich einen stabilen Messwert?

    Vielen Dank für eure Hilfe, gern poste ich auch die weiteren Schritte dieses Unterfangens wenn es interessiert!

    Gruß,
    Chris
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken IMG_0031.jpg  

  2. #2
    Benutzer Stammmitglied
    Registriert seit
    09.03.2011
    Beiträge
    57
    Was heißt denn "kriecht langsam höher"? Liegt der Wert nach ein paar Minuten kriechen so hoch, dass das Ergebnis keinen Sinn mehr macht, oder nähert er sich nur irgendeinem Wert an?
    Eine Näherungsbewegung, die immer langsamer wird ist völlig normal.
    Wenn du direkt nach dem drauflegen einen vernünftigen Wert misst und dich das weitere steigen stört, könntest du softwaretechnisch einfach nach ein paar Sekunden aufhören zu messen.

    gruss michael

    ps: darf ich fragen was in was du studierst? Finde ich ganz lustig das Projekt

  3. #3
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    27.04.2011
    Beiträge
    5
    Also ich hab um 14:40 mal mein Messgerät auf die Sensorfläche gelegt und jetzt eine Stunde drauf gelassen. Der Startwert um 14:40 war 604 (einfach mal die Zahl so hinnehmen). Jetzt um 15:40 ist der Wert bei 670 und pendelt unregelmäßig hin und her. In Pachube sieht das so aus wie im Anhang. Die Kurve steigt stetig ganz leicht.

    Prinzipiell ist das ja kein Problem wenn sich der Wert irgendwann annähert, man erhält ja aus der Zahl 600 bereits eine Information (beispielsweise das bei 1 Liter milch ungefähr 600 herauskommt). Nur hab ich das Gefühl das der Wert weiter steigt und wenn der irgendwann bei 700 liegt dann ist die Information nicht mehr zu gebrauchen. Ich meine damit, wenn die Milchtüte fast leer ist und der Sensor die Zahl 230 rausspuckt und dann immer weiter größer wird, z.b. auf 400 ansteigt. Dann rennt mein Dozent zur Kaffeemaschine obwohl nichts drin ist, und das muss ich verhindern

    Softwaretechnisch begrenze ich das ganze in dem ich die Messwerte nur alle 15 sekunden auslese.

    Habt ihr damit den schonmal erfahrungen gemacht bei einer solchen "Dauerbelastung"? Gibt es Interpolations möglichkeiten um den Wert zu glätten?

    Ich studiere Master Wirtschaftsingenieurwesen an der Universität Bremen

    p.s. hier der pachube livestream meiner versuche: http://www.pachube.com/feeds/24117/d...istory.png?r=1 (Dort sieht es jetzt jedoch nicht so wild aus, am anfang war der anstieg größer.)
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken werte_14_15.png  

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von oberallgeier
    Registriert seit
    01.09.2007
    Ort
    Oberallgäu
    Beiträge
    7.554
    Zitat Zitat von Chris Kielhorn
    ... um 14:40 ... 604 ... um 15:40 ... 670 und pendelt unregelmäßig hin und her ...
    Warum schreibst Du nicht auch die Spannungsversorgung Deines Kraftmesssensors mit? Ist die uninteressant? Oder kann eine (schleichende) Spannungsänderung keinen Einfluss auf den Ausgabewert haben?

    Zitat Zitat von Chris Kielhorn
    ... Wert bei 670 und pendelt unregelmäßig hin und her ...
    Dieses Hin- und Herpendeln kann an Rundungsproblemen liegen. WENN die Ausgabewerte verhältnismässig klein sind im Vergleich zur minimalen Auflösung, dann können Sensoren oder Auswertungsdaten springen, siehe diese Grafik (aus diesem Thread):

    Klick hier für die Grafik (is a bissl gross).
    Ciao sagt der JoeamBerg

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
    Registriert seit
    08.01.2006
    Beiträge
    4.556
    Zitat Zitat von oberallgeier Beitrag anzeigen
    Warum schreibst Du nicht auch die Spannungsversorgung Deines Kraftmesssensors mit? Ist die uninteressant? Oder kann eine (schleichende) Spannungsänderung keinen Einfluss auf den Ausgabewert haben?

    Dieses Hin- und Herpendeln kann an Rundungsproblemen liegen. WENN die Ausgabewerte verhältnismässig klein sind im Vergleich zur minimalen Auflösung, dann können Sensoren oder Auswertungsdaten springen, siehe diese Grafik (aus diesem Thread):

    Klick hier für die Grafik (is a bissl gross).

    Eigentlich sollte der Messwert stabil sein/bleiben, auf dem Bild kann man nicht genau sehen wie gemessen wird und die Spannung b.z.w. der Strom spielt eine Große Rolle. Der Strom sollte eher sehr klein sein ansonsten kann der Widerstand mit der Erwärmung steigen/sinken je nach Temperatur Koeffizienten. gemessen werden sollte wie in der Zeichnung.

    V+ -----Sensor----------10k0-----GND
    .......................|.......................... .
    .....................Messgerät..............

    Gruß Richard

  6. #6
    Neuer Benutzer Öfters hier
    Registriert seit
    27.04.2011
    Beiträge
    5
    Okay hast du recht oberallgeier, das hätte ich noch dazu schreiben müssen

    Also ich versorge den FSR mit 5V Spannung vom Arduino und lese einfach den analogen Pin aus. Die 5V sind schon recht konstant, habe jetzt mal 2 Minuten lang probehalber alle 10 sekunden gemessen, das passt.
    Bzgl. des Ausgabewerts geht dieser Analog ja von 0 bis 1024 (wenn ich mich nicht irre). Der Sensor detektiert von 10g bis 10kg (laut datenblatt), ich nehme also einfach mal an das bei 10kg der Wert nahe bei 1000 liegt. Das konnte ich auch recht einfach überprüfen, hab einfachmal kräft mit dem Daumen draufgedrückt. Die Punktlast die dann auf die Fläche wirkt kann schon auf 10kg kommen.

    Das Ding ist ja eigentlich nur, dass wenn ich nennenswert den Sensor belaste, erhalte ich einen bestimmten Wert der jedesmal weiter ansteigt. Anscheinend steigt der Wert auch nach einer bestimmten Zeit nicht mehr so stark wie bei Messbeginn. Das bedeutet ja, wie ihr bereits vermutet habt, das der Sensor "sich ein pendelt".

    Ich probiere jetzt verschiedene Gewichte aus, schaue mir an in wie weit das Ergebniss vom ursprünglich, zum Zeitpunkt x gemessenen, Wert abweicht nach Zeit Y. Wenn ich da regelmäßigkeiten entdecke kann man das doch irgendwie rausrechnen.
    Ist den ein FSR hier gar nicht bekannt? (Wobei mir jetzt selber auch grad nicht einfällt wofür man den für Roboter nutzen könnte).

    @Richard: Exakt das ist meine Schaltung!

  7. #7
    Benutzer Stammmitglied
    Registriert seit
    09.03.2011
    Beiträge
    57
    Wenn du schon ein Datenblatt von dem Teil hast, kannst du doch auch nachlesen welcher Widerstand welchem Gewicht entsprechen soll. Damit weißt du welchen Anteil am Spannungsteiler dein Sensor bei einem bestimmten Gewicht hat und damit kannst du wiederum den ADC Wert berechnen.

    Später würde ich die Schaltung nochmal mit ein paar ausgemessenen Gewichten, oder zB Wasserflaschen kalibrieren.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
    Registriert seit
    08.01.2006
    Beiträge
    4.556
    Die Schaltung sollte so OK sein, mit einen Föhn (nicht ZU heiß) kannst Du testen ob und wie der Sensor auf Temperatur reagiert und gegebenenfalls einen R mit gegen sinnigen Temperaturverhalten dem Sensor parallel schalten. Möglich das eine Konstand Strom Quelle http://www.mikrocontroller.net/artic...stantstrom.gif stabilisieren hilft. Bekannt sind die Teile schon, werden aber wie auch Dehnmesstreifen wegen des relativ hohen Preises wenig eingesetzt. In einem anderem Thread bei dem 6? davon gebraucht würden habe ich diese Teile als Füllstands Messung vorgeschlagen, aber....€€€€.

    Gruß Richard

  9. #9
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
    Registriert seit
    30.01.2004
    Ort
    München
    Alter
    64
    Beiträge
    12.367
    Zitat Zitat von Chris Kielhorn Beitrag anzeigen
    Ist den ein FSR hier gar nicht bekannt?
    Doch, das ist so ziemlich das abenteuerlichste was es an Sensoren gibt: Kriechen von Gummi.
    Da ist im Ergebnis alles an Einflussgrößen drin was man erträumt, die Vergangenheit, Kurzzeit Langzeit, die Temperatur ... alles nichtlinear und verknüpft.
    DMS in den Sensoren billiger Waagen die am besten pro Wiegevorgang einen Reset erhalten sind um Längen besser.
    Dann kommen Kapazitive Sensoren bei denen man bei hoher Auflösung auf das weit geringere Kriechen von Metall-Federn aufpassen muss.
    Glasfedern oder können dann besser sein aber das lohnt sich für die Milchtüte nicht mehr.

    Da es auch gefragt wurde:
    Einen solchen Sensor kann man beispielsweise einsetzten um die Kraft zu messen mit der man ein Stück Holz greift. Man kann den Kontakt erspüren und muss nicht zudrücken bis der Greifer an der Grenze ist. Es ist eher so etwas wie eine allgemeine Kraftbegrenzung, nicht so sehr eine reproduzierbare Messung.

    Noch ein Nachtrag weil ich mit meiner Stellungnahme etwas spät in der Diskussion war:
    Wenn man selbst einmal ausprobieren will was mit so einem Sensor geht, warum nicht, wenn es heißt Hausarbeit und Dozent dann kann ich mir vorstellen, wäre ein anderes Messprinzip besser.
    Geändert von Manf (27.04.2011 um 20:38 Uhr)

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von 021aet04
    Registriert seit
    17.01.2005
    Ort
    Niklasdorf
    Alter
    29
    Beiträge
    4.544
    Bei Messgeräten sollte man immer eine Aufwärmphase einplanen. Ich kenne das aus der Firma. Bei einigen Messgeräte steht in der Anleitung (ich kenne das aus einem Durchmessermessgerät, das mit einem Laser funktioniert), dass man vor dem Kalibrieren ds Messgerät ca. 20 Minuten aufwärmen lassen sollte, damit das Ergebnis genau wird.
    Du könntest versuchen die Spannung etwas zu verringern. Vielleicht ist das Problem eine zu hohe Spannung (Widerstandänderung durch Temparaturerhöhung).

    MfG Hannes

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Kraft von Servos im Hexabot
    Von Bauteiltöter im Forum Allgemeines zum Thema Roboter / Modellbau
    Antworten: 32
    Letzter Beitrag: 06.09.2008, 12:28
  2. Zahnriementrieb - Kraft - Drehmoment
    Von Egly im Forum Mechanik
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 19.06.2008, 14:02
  3. Schrittmotor, wieviel kraft...
    Von Razzorhead im Forum Motoren
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 29.10.2007, 23:11
  4. Kraft-/Gewichtsensoren
    Von jeffrey im Forum Sensoren / Sensorik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 07.05.2006, 23:05
  5. Schrittmotor Kraft
    Von X-Ultra im Forum Motoren
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 08.12.2004, 18:47

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •