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Thema: CAN und Leistungsverluste - was tun?

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    CAN und Leistungsverluste - was tun?

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    Hallo miteinander.

    Folgendes Problem. Ich kommuniziere über einen CAN Bus mit einem PIC µC. Das funktioniert alles bestens mit einer kurzen Leitung von ca. 2 Metern.

    Nun möchte ich allerdings über eine lange Leitung (200m) mit dem PIC kommunizieren. Leider bekomme ich keine Verbindung hin - selbst wenn ich die Baudrate auf 50khz reduziere.

    Ich musste feststellen das die Leitungen jeweils 14Ohm haben. Somit bekomm ich einen höheren Abschlußwiederstand als die geforderten 120Ohm - liegt es vielleicht daran.

    Wie muss ich denn die Leitungsverluste berücksichtigen? Gibt es vielleicht Signalverstärker in Chipform?

    Gruß und Danke

    Martin
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Es gibt spezielle CAN BUS Treiber Bausteine http://www.datasheetcatalog.org/data...hip/21667d.pdf
    damit sind 1200m kein Problem. µC Ausgänge können in der Regel die Kapazität langer Leitungen nicht treiben. Die 140 Ohm sollten nicht stören wer ein Ozzi hat und mittels Poti die Flanken des sigals auf optimale Steilheit bringt, wird gelegentlich auch 280...Ohm einstellen müssen. Das hängt von der Länge und dem Material der der Leitung ab, genauer von der Gesamt Kapazität derselben.

    Gruß Richard

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
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    Hallo!

    Zitat Zitat von RoboLeo Beitrag anzeigen
    Wie muss ich denn die Leitungsverluste berücksichtigen? Gibt es vielleicht Signalverstärker in Chipform?
    Komplex mit Kapazitäten und Induktivitäten der Leitungen, deshalb kenne ich keinen einfachen Rat. Die "Signalverstärker" heissen Treiber (wie o.g.) bzw. Repeater.
    Geändert von PICture (10.03.2011 um 18:16 Uhr)
    MfG (Mit feinem Grübeln) Wir unterstützen dich bei deinen Projekten, aber wir entwickeln sie nicht für dich. (radbruch) "Irgendwas" geht "irgendwie" immer...(Rabenauge) Machs - und berichte.(oberallgeier) Man weißt wie, aber nie warum. Gut zu wissen, was man nicht weiß. Zuerst messen, danach fragen. Was heute geht, wurde gestern gebastelt. http://www.youtube.com/watch?v=qOAnVO3y2u8 Danke!

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Hi

    Der MCP ist schon integriert. Parallel betreibe ich auch noch einen Elmo Umrichter. Dieser läuft allerdings auch nicht. Ich werde das Signal mal mit dem Oszilloskop messen.

    Gruß Martin
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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    So

    folgendes Signal bekomme ich am Leitungsende. Bis auf die Spitzen Flanken sieht das ja gar nicht so schlecht aus.

    Vielleicht ist ja eine kleine Kapazität zum Entstören an der Stelle sinnvoll. Wie flach - sauber muss es denn sein?

    Nach Signalende sieht man deutlich wie die Spannung langsam abnimmt. Das kommt sicherlich auch von den Leitungskapazitäten.

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    Gruß
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  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Zitat Zitat von RoboLeo Beitrag anzeigen
    So

    folgendes Signal bekomme ich am Leitungsende. Bis auf die Spitzen Flanken sieht das ja gar nicht so schlecht aus.

    Vielleicht ist ja eine kleine Kapazität zum Entstören an der Stelle sinnvoll. Wie flach - sauber muss es denn sein?

    Nach Signalende sieht man deutlich wie die Spannung langsam abnimmt. Das kommt sicherlich auch von den Leitungskapazitäten.

    Klicke auf die Grafik für eine größere Ansicht

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    Gruß
    Hmmm, leider ist auf dem Bild die GND Linie nicht zu erkennen und der Signalpegel erscheint mir zu niedrig. Allerdings habe ich mehr Erfahrung mit RS485 und dort habe ich immer D-H mit einem Pull Up hoch und D-L mit einem Pull Down herunter gezogen um einen vernünftigen Pegel zu bekommen.als Widerstände habe ich so 2k7 oder was ich gerade hatte verwendet. Ich habe auch schon die Datenleitung mit einem 500 Ohm Poti abgeschlossen, das Signal mit dem Ozzi optimiert, Poti ausgemessen und durch passende Festwiderstände ersetzt. Das war aber in einer rauen Umgebung. Wenn die Leitung dadurch nicht ZU lang wird kannst Du die auch als Ring verdrahten, dann brauchst Du keine Abschluss Widerstände weil es im Ring keine hochohmige Leitungsenden gibt an denen Signal reflektieren entstehen. Siehe "Tokenring" Prinzip. Allerdings verdoppelt sich dadurch die gesamt Leitungslänge.....Ansonsten sieht Dein Signal eigentlich brauchbar aus, was für Kabel verwendest Du? Ich habe damals überwiegend mit normaler Tel-Leitung z.B. 2x2x0.6/0.8 gearbeitet. Dort kann je nach Material der Isolierung der Scheinwiderstand ~90.....125 Ohm betragen. Wenn man bedenkt das solche Leitungen an beiden Enden mit 1/2 ihres Scheinwiderstandes abgeschlossen werden sollten gibt das schon zu denken. Irgendwann ziehen die das Signal b.z.w. den Treiber in den Keller. Wirklich verbindliche Hersteller Angaben über den Scheinwiderstand wollte auch kaum jemand verraten.

    Gruß Richard

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Hi

    Also was das Oszillogramm angeht. Ground ist links zu sehen, an den kleinen Markern.

    Das Kabel ist nicht verdrillt und hat einen dicken Stahlmantel. 4 x 0,36mm².

    Ich habe gerade noch mit den Anschlußwiderständern herumgespielt und jetzt funktioniert es bei 125k. 250k war nicht drin. Da sind die Leitungsverluste wahrscheinlich einfach zu groß. Auf jeder Leitung messe ich knapp 14 Ohm

    Soweit reicht mir das erstmal. Kann sich die alten RS232 Schnittstelle mit ihren 9600 Baud verabschieden.

    Gruß und Danke

    Martin
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