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Thema: Bleigel durch 12.6V Lithium ersetzen?

  1. #1
    Benutzer Stammmitglied
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    Bleigel durch 12.6V Lithium ersetzen?

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    Hallo Zusammen,

    ich möchte gerne eure Meinung wissen, ob es sinnvoll wäre den Blei-Akku an einer vorhandenen Elektronik durch einen 12.6V Lithium-Akku zu ersetzen. Ich möchte nämlich den Platzbedarf und Gewicht mininieren. Ich habe dazu auch vom Fernost paar interessante Akkus gefunden:

    http://www.aliexpress.com/wholesale/wholesale-mb6.html

    Die Notstromversorgung der vorhandenen Elektronik funktioniert so: Sofern die Versorgungspannung von 12V vorhanden ist und die Akkuspannung unter 12V fällt wird er mit einer Konstantspannung 12V geladen. Ansonsten ist das Ladegerät, wie beim fehlenden Netzteil, ausgeschaltet.

    Jetzt ist die Frage, ob ohne eine Änderung der Schaltung einfach der Lithium-Akku eingesetzt werden kann, da ich ja 12.6V nicht überschreite?
    Entladeschuzt ist schon im Akku vorhanden.

    Ich bin auch für Alternativlösungen offen. Danke

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Ohne Schaltungsänderung am Ladeteil ist dieser Austausch nicht zu empfehlen.

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

  3. #3
    Benutzer Stammmitglied
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    Ja, das hab ich schon befürchtet.

    Im Internet habe ich mehrmals gelesen, dass sie aufwendig zu laden sind. Zuerst Konstantstrom und danach Konstanstspannung. Und keinesfalls die Maximalspannung überschreiten.

    Aber bei 12V Konstantspannung mit 0,6A Strom sollte doch nichts passieren? Was würde den passieren? Wenige Lebensdauer, geringe Kapazität oder kann man sie nicht aufladen? Ich habe genug gesucht aber für so eine Fragestellung nichts gefunden.

    Als Kontroller habe ich den LM3420-12.6 gefunden falls notwendig. Hat jemand Erfahrung damit für 12.6V Anwendung?

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    Hallo,

    bist du dir sicher, dass der Bleiakku bei der vorhandenen Schaltung mit einer Spannung von nu 12V geladen wird? Normalerweise braucht man da höhere Spannungen (ca. 13.5-15 Volt, je nach Akkkutyp, Temperatur und Dauerladung/Zyklenbetrieb).

    Der von dir verlinkte Akku ist vermutlich einfach ein 3S Lipo, was die angegebene Ladespannung von 12.6 Volt erklären könnte. Noch höhere Spannungen, die zum Laden von Bleiakkus benötigt werden und von der vorhandenen Elektronik wahrscheinlich geliefert werden, wären für einen 3S Lipo-Akku schädlich. Überladung kann im ungünstigsten Fall zu einer Explosion des Akkus führen.

    Unter Last wird die Spannung des Akkus vermutlich recht bald unter 12V fallen (Die Nennspannung bei 3S Lipos ist 11.1 Volt).

    Eine Spannungsregelung mit dem LM3420 in Standardbeschaltung (mit LM317) sollte prinzipiell geeignet sein. Allerdings braucht man dazu eine gewisse Spannungsdifferenz zwischen Eingangsspannung und Ausgangsspannung, damit der LM317 noch regeln kann.

    Wenn du unbedingt auf kleinere/leichtere Akkus umsteigen willst und dabei die vorhandene Elektronik erhalten willst, dann schau dir mal die LiFePo Akkus an (insbesondere A123 Zellen). Zum Ersetzen eines 12V Bleiakkus benötigt man da 4 Stück in Serie. Die Zellen sind relativ langlebig, in gewissem Umfang unempfindlich gegen Überladung und man kann ohne Bedenken auf einen Balancer verzichten. Es gibt auch fertige Packs, die als leichte Starterbatterie für Motorräder verkauft werden und mit der vorhandenen Ladeschaltung für Bleiakkus funktionieren.

    Gruss
    Jakob

  5. #5
    Benutzer Stammmitglied
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    Hallo Jakob,

    vielen Dank für deinen sehr umfangreichen und informativen Beitrag.
    Ja, du hast recht die Ladespannung liegt bei 16V, wobei sie natürlich noch optimierungsbedürftig ist. Der Vorschlag mit den LiFePo Akkus ist super. Ich werde mich umgehend darüber informieren. Danke

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