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Thema: Berechnung Raddurchmesser Kettenantrieb...

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Berechnung Raddurchmesser Kettenantrieb...

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    Erst einmal ein freundliches Hallo in die Runde!
    Mitgelesen habe ich hier schon öfter (gut, daß das so geht!).
    Nun taucht eine Frage auf, für die ich ad hoc keine Antwort habe- aber brauchen würde. Leider kann ich gerade keine Skizze einstellen, deshalb nun die

    Beschreibung:
    Es geht um ein Kettenmodell. Einfach vorderes und hinteres Kettenrad, darüber eine immens dicke Gliederkette.
    Addiert sich die Kettenstärke (Dicke, Höhe) zum dem Raddurchmesser bei der Berechnung der Fahrgeschwindigkeit?

    Dazu Idee 1: Antwort wäre nein, wenn man sich die Kette als Endlosband vorstellt, das einfach auf dem Untergrund liegt. Dann rollen die Kettenräder nämlich einfach ab.

    Idee 2: Raddurchmesser+ 2*Kettendicke =Berechnungsdurchmesser
    Dort, wo die Kette ums Rad umgelenkt wird, stimmt das. Aber dort, wo die Kette auf dem Boden aufliegt, auch?

    Idee 3: Was wäre der Unterschied, wenn die Räder nur Laufräder/-Rollen wären und irgendwo dazwischen das Antriebsrad die Kette antreibt?

    Meine Gedanken sind die, daß die Kettendicke eigentlich keine Rolle spielen dürfte, da die Kette in ihrer Dicke nur eine Parallelverschiebung der Farhbahn darstellt. Quasi so, als wenn man die Räder auf eine beliebig dicke Schiene o.ä. stellt. Allerdings ist ja die Kette Teil eines geschlossenen Systems. Liegt da der Knackpunkt?

    Wäre für Ideen oder Lösungen/Bilder/Berechnungsideen echt dankbar.

    Viele Grüße an Euch.

    Alex

  2. #2
    Benutzer Stammmitglied
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    wenn man sich die Kette als Endlosband vorstellt,
    wenn man einen fahrradreifen und schlach durchschneidet kann man sich das auch als "endlosband" vorstellt, trotzdem wird im radcomputer der außendurchmesser eingegeben also zusammen mit der lauffläche und nicht nur den felgendurchmesser.

  3. #3
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Ja, aber so einfach scheint das nicht zu sein.
    Das Kettenrad treibt die innenseite dieser dicken Kette an. Der Weg, den die Innenseite macht, ist an der Außenseite gleich, da die Kette auf dem Boden aufliegt. Erst, wenn die Kette der Radrundung folgt, macht sie durch die Krümmung innen weniger Weg als außen.
    Also müßte für die Geschwindigkeitsberechnung ja eigentlich der eigentliche Raddurchmesser reichen (wenn man mal annimmt, daß das Fahrgestell keine Wheelies macht... )
    Wie gesagt, wenn ein Antriebsrad irgendwo auf die Kette einwirkt, wäre es auch egal, ob es wirklich auf die Kette oder parallel dazu auf den Boden einwirkt.

    Irgendwie macht mehr denken mehr kirre...

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Der Durchmesser ist Antriebsraddurchmesser + 2 * Kettenstärke

  5. #5
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Denke, ich mache mal eine Skizze, sobald ich das nachher schaffe.
    Wenn die Formel passen soll, dann wäre es ein Unterschied, ob das Antriebsrad jeweils am Ende wäre, oder ob es irgendwo dazwischen antreiben würde.
    Leider habe ich noch keine Quelle gefunden, die dazu Ausskunft gibt oder mit einer Zeichnung belegt...

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Idee 2 wäre nur richtig, wenn die um das Kettenrad geschlungene Kette auch in diesem gebogenen Zustand die Kraft auf den Boden übertragen würde, weil bei der gebogenen Kette der Wirkdurchmesser (berechnet aus Kettenteilung und Zähnezahl) kleiner ist als der Außendurchmesser (auf dem die Kette am Boden abrollt). anders gesagt: ein Kettenabschnitt hat durch die Krümmung außen eine höhere Geschwindigkeit als innen.

    Aus diesem Grund ist Idee 1 richtig, weil bei üblichen Kettenlaufwerken die Kette flach auf dem Boden liegt. Dabei gibt es keinen Geschwindigkeitsunterschied in einem Kettenabschnitt.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von UlrichC
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    Hallo,

    die Kettenstärke etc. ist meist relativ.
    Am einfachsten ist:
    Man stelle sich vor die angetriebene Kettenfelge steht mit der Kette (ohne ohne Laufwerk, Laufrollen etc.) auf dem Boden auf.
    Dann hat man im Grunde ein Rad, dessen Rad, dessen Radius von der Achsmitte bis zum Boden reicht.
    BTW:Bei Lufträdern ist das z.B. ähnlich.

    Viele Grüße
    Christian

  8. #8
    Moderator Robotik Visionär Avatar von radbruch
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    Hallo

    Als Kettenlaie würde ich es so angehen:

    Länge der ausgelegten Kette durch Anzahl der Glieder ergibt die Länge eines Kettenglieds. Diese mal der Anzahl der Zähne des Kettenrads ergibt den Weg pro Umdrehung, geteilt durch 2Pi ergibt den Radius.

    Gruß

    mic

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  9. #9
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Der Ansatz von Radbruch trifft es am besten denke ich mal.
    Das Ergebniss sollte ziemlich genau sein.

    MfG JoeBlack

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von HeXPloreR
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    ...also irgednwie empfinde ich die ganze Frage als unlogisch:

    Natürlich zählt man die Dicke der Kette entweder 1x zu Radius oder eben 2x zum Durchmesser dazu. Irgendwie kommt es mir so vor als wenn jemand Fragt: Eine Kartoffel wiegt 100g, wird sie geschält, wiegt sie danach mehr oder weniger? ...äh, hallo?
    ich neige persönlich immer dazu ein Beispiel "etwas übertrieben dazustellen um den Unterschied deutlich zu machen:
    Also berechen bitte einmal dein Weg mit 2cm Durchmesser und anschliessend mal mit z.B. 20cm Durchmesser. Sollte Dir dabei irgendwas auffallen? Dann sollte es wohl klar sein worauf es dabei ankommt.
    UlrichC sagte es bereits. Es ist als Rad zu sehen. Und nur das eine Kette einige Vor/Nachteile gegenüber dem Rad hat, ist es doch bezogen auf die Physik nichts anderes.


    mfg
    "Es ist schwierig, jemanden dazu zu bringen, etwas zu verstehen, wenn er sein Gehalt dafür bekommt, dass er es nicht versteht" [Upton Sinclair] gez-boykott

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