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Thema: Federungs- bzw. Dämpfungsauslegung

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker
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    Federungs- bzw. Dämpfungsauslegung

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    Brauche unbedingt Hilfe bei der Auslegung einer Federung für meinen Kettenantreib. Anbei eine Grafik von meiner vorläufigen Konstruktion.

    Über konstruktive Kritik würde ich mich sehr freuen!
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken federung_128.jpg  
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    mfg Solo

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Soll das die Stützrolle für eine Kette sein ?

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Rabenauge
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    Dazu ist nicht viel zu sagen, da müsste man schon das ganze Fahrwerk mal sehen, auch Grösse, Gewicht und die geplanten Geschwindigkeiten.
    Für ein Fahrzeug bis, sagen wir, vier oder 5kg ist das, bei Gewschindigkeiten bis vielleicht 5 km/h, völlig übertrieben.
    Da brauchst du keine Dämpfer, eine Kette dämpft selber schon sehr gut.

    Obendrein wird dir die Lösung im Gelände unwahrscheinlich schnell verdrecken, Ketten sorgen da sehr zuverlässig für.
    Ausserdem gefällt mir der Aufbau der Schwinge nicht: so kann sie sich (und sie wird es auch) in sich verdrehen, worunter dann die Präzision des ganzen Fahrwerkes leiden wird.

    Ich schlage vor, du erzählst erst einmal, welche Grösse, welches Gewicht und welche Geschwindigkeiten du anstrebst, vielleicht auch noch etwas mehr übers Fahrwerk (welche Ketten usw.), dann kann man sich überlegen, was Sinn macht.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Begeisterter Techniker
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    Kettenfahrwerk

    Die Kette hat eine Länge von 38cm (zwischen den Antriebsrädern) und ist etwa 7cm breit. Allerdings kann die Länge durchaus noch variieren...

    Das Gewicht wird später auf jeden Fall mehr als 5kg betragen.

    Der Antrieb soll schnell werden! So schnell ichs hinbekomme - so ne Kette schluckt ja auch einiges an Energie.

    Die beiden Schwingen werden noch fest miteinander verbunden, also können sich dann nicht mehr verdrehen. Denke so wars gemeint?

    Die Stoßdämpfer sind aus dem Modellbau und können den Schmutz schon ab...

    Mir geht es hauptsächlich um die Auslegung der Hebel. Evtl. ist der 150° Winkel unzureichend. Konnte da leider noch nichts passendes im Netz finden. Habe mich da an gewöhnlichen Panzerketten orientiert, die sind ja schließlich auch alle gefedert. Haben allerdings auch mehr Laufrollen! Etwa um die sieben Stück.
    Miniaturansichten angehängter Grafiken Miniaturansichten angehängter Grafiken kettenantreib.jpg  
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    mfg Solo

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Das gibt so nichts, wenn deine Federbeinschwingen einfedern verliert die Kette ihre Vorspannung und springt ab.
    Üblicherweise haben die Tragrollen eine starre Anlenkung und Drehstabfedern.
    Die oberen (blassgelben) Stützrollen sind eher kontraproduktiv, da das "durchhängende" Kettengewicht die Kette schlüssiger in die Turasse zieht. Der Umschlingungswinkel ist größer.
    Je nach geplanter Anwendung solltest Du Dich mal mit den Deltalaufwerken von Caterpillar beschäftigen, da diese den Antriebsturras weit umschlingen und Schmutzunempfindlicher sind.

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Rabenauge
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    Hm, zwei Treibräder?
    No Go, entscheide dich für vorne _oder_ hinten (hat beides Vor- und Nachteile).
    Die andere Rolle gehört als Umlenkrolle- mit der kannst du dann auch gleich die Kette bequem spannen.
    Insgesamt würde ich ein Fahrwerk, was schnell (in Zahlen ausgedrückt verstehst du unter "schnell" was genau?) sein soll, möglichst tief legen.
    Allzu doll wird es ohnehin unkontrollierbar, da Ketten nicht anähernd den Grip haben wie Räder. Und es stimmt: du brauchst eine sehr hohe Antriebsleistung.
    Ausserdem ein extrem stabiles Fahrwerk und eine besonders haltbare Kette.

    Dass die Modellauto-Stossdämpfer Dreck ohne weiteres mitmachen, ist ein Gerücht: die Kolbenstangen verschleissen enorm schnell, wenn man sie nicht schützt. Aber man kann das oft nachrüsten: meinem RC-Monstertruck (auch so ein Wildschwein) habe ich den Dämpfern Socken angezogen, aus Modellierballons, die die Kolbenstangen recht effizient schützen. Muss man nur öfter tauschen, die Dinger.

    Wesentlich dreckunempfindlicher sind aber wirklich Schwingen mit innenliegender Federung (haben die meisten 1:16er Modellpanzer auch), da kommt man recht gut ohne Dämpfer aus: zum Teil sind richtige Drehstäbe verbaut, zum Teil aber auch simple Federn um die Schwingen gewickelt (schwer zu erklären jetzt), reicht völlig aus.
    In einem der Panzerforen hat jemand mal einen Heng-Long-Tiger zum Renner umgebaut, der Aufwand stand in keinem Verhältnis zum Nutzen (oook, das ist normal im Modellbau), es war wirklich extrem, was da alles auseinanderfiel.
    Zum Schluss war er wohl so bei 30 km/h mit dem Dingens, aber kontrollierbares fahren war da längst nicht mehr wirklich.

    @Hessibaby: die Kette wird bei schnellerer Fahrt nicht durchhängen, sie läuft auf die vordere Rolle (Treibrad oder Umlenkrolle, je nachdem) auf und springt ab. An den beiden Rollen wirken nämlich böse Fliehkräfte.

    Die Stützrollen wirken nur bei langsamer Fahrt bzw. verhindern im Stand das Längen der Kette. Ausserdem wirken sie etwas beruhigend, da so eine Kette Wellenbewegungen macht, wenn sie schneller läuft.
    Mit dem Einfedern gebe ich dir recht: Diese Anordnung wird die Kette viel zu sehr entspannen.

  7. #7
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    Was mir an der Kinematik auffällt ist, dass (sofern die Zeichnung die Konstruktionslage wiedergibt) der Seitenversatz zwischen Radnabe und Schwingenlager nur 22 mm, der Höhenversatz aber 56 mm ist. Das führt eher zu einem seitlichen Ausschwenken als zu einem vertikalen Einfedern.
    Prinzipiell ist das zwar nicht unbedingt zu beanstanden, führt aber zu einigen Nebeneffekten (ungleiche Empfindlichkeit auf Kettenzugkräfte speziell bei den endständigen Laufrollen, Kollisionsgefahr benachbarter Rollen bei unterschiedlichem Einfedern, insgesamt höhere Kräfte auf die Konstruktion). Ich würde bei einer Schwingenlagerung versuchen das Schwingenlager etwa auf die Höhe der Radnabe zu bringen. Eine Drehstabfederung bietet sich zwar an, prinzipiell ist aber gegen die Schraubenfedern nichts einzuwenden.
    Sicherlich ist ein Abwurf der Kette beim Einfedern immer möglich. Eine angemessene Federhärte, eine gute Kettenführung und geringe ungefederte Massen sind dabei wahrscheinlich entscheidende Faktoren. Schwingungsdämpfer dürften auch hilfreich sein (aber nicht gerade der wichtigste Faktor, wie Rabenauge richtig sagt, dämpft die Kette selbst auch).
    Bei den Stützrollen bin ich nicht sicher. Ich vermute schon, dass ca 40 cm freihängend bei dynamischem Betrieb ein Anlass für recht unkontrollierte Schwingungen sein kann. Ich würde die Stützrollen mindestens vorsehen, ausbauen kann man die später immer noch.

  8. #8
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    Erstmal Danke für die tollen Feedbacks! Hätte nie so eine Flut an Tipps erwartet....

    Google hat mich in Sache Deltalaufwerken von Caterpillar ein bischen weitergebracht:
    http://www.mvs-zeppelin.at/ikreator/...16/247-257.pdf
    http://www.budau.com/unternehmen/dow...20d5h%20SL.pdf
    Schaut schon recht interessant aus. Allerdings konnte ich noch keine genaueren Spezifikationen, die mir bei der Auslegung meines Antriebs weiterhelfen, finden.


    In meiner Zeichnung sieht man hinten noch ein kleines Stück vom Getriebemotor, der über einen Zahnriemen nur eines der Kettenzahnräder antreibt. Das Hintere... Wo liegen denn da genau die Vor- und Nachteile?!

    Die Variiante mit dem Federn des anderen Kettenrades hatte ich auch schon im Sinn. Bin mal davon ausgegangen, dass bei ausreichender Vorspannung die Kette nicht so schnell runterfällt. Es federn ja nicht alle Laufrollen auf einmal ein.

    Einen konkreten Wert für die Geschwindigkeit habe ich nicht im Kopf. Aber 30km/h hört sich schon recht gut an! Ein Leopard 2 schaft ja auch um die 100-110km/h.

    Konnte ein Bild vom Heng-Long-Panzer finden: http://ecx.images-amazon.com/images/I/41eerDNMU8L.jpg
    Leider nicht das Forum mit der Rennversion. Könnten Sie mir vielleicht einen Link zukommen lassen?

    Auch wenn manches schwer zu erklären ist, würde ich mich freuen wenn Sie es Versuchen! Das mit der Torsionsfeder habe ich verstanden, konnte mich aber nicht damit anfreunden. Wenns die Beste Lösung ist bau ichs so!


    Wenn ich das mit der Kinematik richtig verstanden habe wäre es besser die Laufrollen in Vertikalen als in Längsrichtung u Federn. Werde da nochmal ansetzen und meine Konstruktion überarbeiten, auch wenn ich noch nicht genau weiß, was der beste Ansatz wäre.
    Prinzipiell möchte ich die Federung so kompakt wie möglich bekommen. Auch wegen dem Schwerpunkt. Sollten die endständigen Laufrollen eine andere Federung bekommen. Vielleicht andere Winkel in den Schwingen. Wie lege ich so eine Federung mit Dämpfer und Schwinge generell am effizientesten aus?!

    Habe auch schon öffter gesehen, dass ein Laufrollenpaar über eine Wippe an einer Federung angebunden ist. Vielleicht finde ich hier noch Infos. Leider konnte ich bisher nur wenig über die Auslegung von Kettenantrieben finden. Im Buch Kampfpanzer heute und morgen, was ich mir extra besorgt habe, steht leider auch viel zu wenig über Federungen von Panzern.
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  9. #9
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Du könntest Dir auch mal diese Ketten anschauen.
    Ich weiss zwar nicht ob das was für Dich wäre, aber mir haben sie gut genug gefallen um sie zu nehmen.
    http://www.lynxmotion.com/Category.aspx?CategoryID=120
    Die gibts übrigens in 2" und in 3" Breite.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Die nennen das Deltalaufwerk Tri-Track, aber die Assembly-Instruction hilft bei der Auslegung.

    http://www.lynxmotion.com/images/html/build115.htm

    In dem Zusammenhang fällt mir ein dass es einen Marsrover mit 4 Tri-Track-Laufwerken gibt.

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    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

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