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Thema: Fischertechnik Robo-Pro mit starken Motoren

  1. #1

    Fischertechnik Robo-Pro mit starken Motoren

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    Meine erste Anfrage hier, daher bitte ich um Nachsicht, falls diese oder ähnliche Anfragen schon woanders stehen/standen: ich habe sie nicht gefunden.

    Zur Sache: Ich bin Lehrer und verwende seit Längerem in meinem Unterricht das Fischertechnik-Interface in verschiedenen Varianten, derzeit vor allem das Robo-Interface. Im Rahmen eines Projekts besteht der Wunsch, auf dieser Basis einen größeren autonom fahrenden Roboter zu bauen. Funk-Module für das Interface sind vorhanden, auch die Version Robo-TX mit Bluetooth, sodass das autonome Fahren selbst kein Problem ist.

    Jetzt meine Frage(n): Wie kann ich stärkere Motoren, z.B. die in diesem Forum immer wieder empfohlenen Scheibenwischermotoren oder auch starke handelsübliche Getriebemotoren an dieses Interface anschließen? Ich denke im Augenblick nicht darüber nach das Interface zu wechseln, da ich nicht nur eine Lösung für diesen speziellen Roboter suche, sondern generell Lösungen, wie man das vorhandene Interface - wir programmieren es meistens mit VB oder Delphi - für "Robotik" (bei uns ist das dann meistens "Messen-Steuern-Regeln") durch geeignete Schaltungen erweitern kann. Mir ist insbesondere nicht klar, ob man gängige Motortreiber einfach an das FT-Interface anschließen kann, das ja selbst bereits ein (für unsere Zwecke zu schwacher) Motortreiber ist.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Fischer schweigt sich auf seiner Webseite über die technischen Daten ( um nicht zu sagen Alles ) aus.
    Gibt es ein Datenblatt z.B. PDF dazu ?

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

  3. #3
    Vielleicht hilft die folgende Information weiter: Auf der Platine sind 8 digitale Aushänge für Motoren, Lampen und Elektromagnete, die ich einzeln (8x1) oder doppelt (4x2 für Rechts-/Linkslauf) ansteuern kann. Die Bedienungsanleitung schreibt dazu: 9V, Dauerbetrieb 250mA, kurzschlussfest.

    Auf der Platine sind diese an 4 ICs Typ TLE 4205G der Fa. Infineon angschlossen. Das sind meines Wissens nach die Motortreiber des Interface.

    Zum Testen und für erste Experimente habe ich den Getriebmotor Modelcraft RB 35 1:200 bei Conrad gekauft. Der läuft am Interface problemlos. Wenn ich den aber an mein Netzteil anschließe, bei 9V belaste oder gar blockiere, zeigt mein Netzteil bis zu 2,8 Ampere an. Ich habe nun Sorge, dass solche Werte das Interface zerstören. Und an noch stärkere Motoren, die ich für den Roboter benötige, denke ich da noch gar nicht.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Ich kann nur was über meinen Controller sagen, das ist der von 2000 ( Mit Klarsichtdeckel und der einfachen Erweiterung im selben Gehäuse)
    Robo Interface 93293

    Da gehen die Motoren:
    Motor ’M’ 31039
    S-Motor 6-9 V 32293
    Mini-Motor schwarz 24V 75245 (nur bis 9V)
    Power-Motor 9VDC 104574/104589

    Die Teilenummern sind von: www.knobloch-gmbh.de
    Bei 2 Powermotoren habe ich aufgehört.
    Und ich habe sie auch nie länger bei Vollast betrieben.
    Da die Erweiterungsmodule aber ja über einen Bus angesteuert werden, sollte es mit etwas Reverseengineering möglich sein ein Erweiterungsmodul mit eigenen starken Motortreibern zu entwickeln oder ein vorhandenes Modul umzubauen.

    Eventuell mal einen Brief direkt an Artur Fischer mit kurzer Beschreibung was man vorhat.
    Da der Mann ein leidenschaftlicher Tüftler ist und sich für Schulen einsetzt, kommt man so eventuell an die technische Spezifikation der Bus komunikation um sich dann ohne langes Forschen ein Erweiterungsmodul aufbauen zu können.

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied Avatar von wawa
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    Hallo damannp

    richtig, es ist der 4205G, der darf NUR 1A, schreib mich mal an. man kann eine Treiberschaltung hintendransetzen. da gibt es im Netz schon Loesungen.
    ob mit Optokopplern oder direkt.
    gruss wawa
    P.S. hab auch andere Loesungen fuer den Unterricht

  6. #6
    Benutzer Stammmitglied
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    Da die Erweiterungsmodule aber ja über einen Bus angesteuert werden, sollte es mit etwas Reverseengineering möglich sein ein Erweiterungsmodul mit eigenen starken Motortreibern zu entwickeln oder ein vorhandenes Modul umzubauen.
    Wurde schon gemacht: http://www.ft-fanpage.de/roboint/roboext.html
    Ich habe mit dieser Anleitung mal eine PS/2-Maus an das Robo Interface angeschlossen.
    es ist der 4205G, der darf NUR 1A
    Insgesamt darf man alle Motorausgänge auch nur mit 1A belasten, die Leiterbahnen sind leider nicht stark genug, damit jeder Ausgang 1A liefern kann ( http://www.fischertechnik.de/de/fanc...&m=30815#30815 ).

  7. #7
    Danke für die einzelnen Hinweise. Aber meine zentrale Frage bleibt noch unbeantwortet: Zwischenzeitlich habe ich natürlich noch ein wenig weiter gesucht und denke, Schaltungen wie z. B. "Miniatur Motortreiber für 2 Motoren (Fertigmodul)", oder "RN-Mini H-Bridge - Bausatz Motorsteuerung" (erhältlich bei robotikhardware.de) sind einen ersten Vesuch wert.

    ABER: Kann ich die auch an die Fischertechnik-Ausgänge anschließen? Diese sind selbst bereits Motortreiber vom Typ TLE4205G und liefern 9V, belastbar mit 250mA, max. 1A. In den Empfehlungen zu den oben genannten Motortreibern steht immer nur die Kombination mit dem dazu angebotenen Controller. Aber der arbeitet doch wohl mit 5V-TTL-Pegeln. Oder nicht?

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Für solche Fälle nimmt man Optokoppler

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

  9. #9
    An Optokoppler (eigentlich Relais) hatte ich ursprünglich auch zuerst gedacht. Aber die schalten doch nur an oder aus. Für Lampen ok. Aber wie steuere ich die Drehrichtung eines Motors?

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie Avatar von Hessibaby
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    Mit Optokopplern kann man, im Gegensatz zu Relais, auch höhere Frequenzen übertragen. Das bedeutet das man die PWM und Richtungssignale, welche in der vorgeschalteten Fischertechnik erzeugt werden, an eine Leistungsendstufe übertragen kann.

    Planung ersetzt Zufall durch Irrtum

    Gruß aus dem Ruhrgebiet Hartmut

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