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Thema: Frage zu Fehlsymptomen

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Frage zu Fehlsymptomen

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    Hallo,
    habe versucht das erste mal Platinen herzustellen. Das hat nicht geklappt, aber vielleicht kann man Anhand der Ergebnisse auf die Fehler schliessen.

    Ich bin dabei nach dem Tutorial im Wiki vorgegangen.
    http://www.rn-wissen.de/index.php/Pl...ungsmethode%22

    Ich habe einen 250W Halogenstrahler benutzt.

    Versuch 1:
    Ich habe den Ausdruck auf Overheadfolie mit der Tintenseite nach oben auf die Lampe gelegt und die Platine nach entfernen der Schutzfolie darauf platziert. Nach 2 Minuten belichtungszeit habe ich den Strahler ausgemacht und die Platine in eine entsprechend temparierte Entwicklungslösung aus Natriumhydroxit gegeben. Dosierung wie im Wiki.

    Nachdem sich 5 Minuten lang nichts tat (die Umrisse waren schon nach dem Belichten auf der Platine) stellte ich fest dass beim Abwaschen der Entwicklerlösung sich die Umrisse ebenfalls entfernten (war wohl TInte). Ganz ganz leicht kann ich die Umrisse der Schaltung sehen, aber nicht kupferfarbend etc.

    Versuch 2:
    Overheadfolie diesesmal mit der Tintenseite zur Lampe und 2:30 Minuten belichtet.
    Nach dem Belichten war ein grossteil der Schaltung bereits auf der Platine (nicht wegwischbar), was das Entwickeln nicht änderte. EIn Teil ist wie beim ersten versuch nur sehr schwach erkennbar.

    Diese Platine habe ich noch zusätzlich geätzt. Allerdings eine ganze Stunde lang bei 45° und mit Natriumsulphat. Es löste sich nur ein sehr kleiner Kupferteil und das Grüne wurde sichtbar. Nach einer Stunde ätzen habe ich dann aufgegeben.

    Was mache ich falsch? Was sind hier die hääuftigsten Fehler die man erkennen kann?

    Es grüßt,
    Basteltisch

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von Jaecko
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    Würd einfach mal schätzen, dass 2:30 zu kurz sind. Ich brauch mit UV-Lampen schon min. 8 min.

    Wie weit ist denn die Lampe von der Platine weg?
    Gibts Fotos vom "Versuch", wie das derzeit aussieht?
    #ifndef MfG
    #define MfG

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Jede Kombination aus Lampe, Vorlage, Glasscheibe und Platinenmaterial ist anders. Daher kann man nie einfach die Belichtungszeit direkt aus nem Tutorial übernehmen, sondern sollte immer erst ne Belichtungsreihe machen.
    Dazu schneidet man sich einige kleinere Stücke (2x2cm reicht) aus der Platine, und belichtet jedes Stück ein wenig länger als das vorherige.

    Da im Wiki-Artikel bei 500W Lampe 2 Minuten herauskommen, müsstest du bei 250W bei etwa 4 Minuten liegen. Ich würde also an deiner Stelle mit der Belichtungsreihe bei 3 Minuten anfangen und dann in Schritten von 20 Sekunden steigern. Am besten VOR dem Belichten die Zeiten auf die Rückseite schreiben, damit man sie später zuordnen kann.

    Wenn du nun die Reihe belichtet, entwickelt und geätzt hast, müssten die ersten Platinen unterbelichtet sein (zwischen den Leiterbahnen bleibt Fotolack stehen) und die letzten überbelichtet (Leiterbahnen verschwinden). Und irgendwo in der Mitte müsste eine gute Platine dabeisein (sofern deine Vorlage lichtdicht genug ist). Die drehst du nun um, und liest die korrekte Belichtungszeit für deine Ausrüstung ab. Dann könntest du noch mal 10 Sekunden mehr oder weniger probieren, um das Ergebnis weiter zu optimieren.

  4. #4
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    Die Belichtungsreihe kann man auch auf einem Strück (z.B. 5 mm x 2 cm) machen, und einfach die Schutzfolie stückweise abziehen. Die Reihe kann ruhig gröber sein: also z.B. 2/ 3 / 4,5 / 7 / 10 minuten. Wenn die Vorlage gut ist, kann man auch relativ lange belichten ohne das etwas passiert.
    Für einen Baustrahler kommen mir 2 Min auch sehr krurz vor.

    Nach dem belichten ist bei den meisten Platinen die Schaltung ganz schwach zu erkennen. Gerade für den Anfang ist es sinnvoll vor dem entwickeln in den Bereichen wo ohnehin weggeätzt werden soll ein paar gut sichtbare Kratzer zu machen. An den Kratzern kann man gut erkennen wenn noch ein Rest der Fotoschickt drauf bleibt.
    Beim Entwickeln sollte sich relativ schnell was dunkles von der Schicht lösen und die Schaltung gut sichtbar werden.

    Je nach Temperatur der Ätzlösung kann es recht lange dauern. Ein paar Stunden wäre nicht so ungewöhnlich.

  5. #5
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    Hallo,
    danke für die Antworten.
    Fotos kann ich leider keine genauen machen, da ist das Beschreiben schon effektiver. Die Platine lag direkt auf der Lampe.

    Kann man die Platinen denn einfach so schneiden? Ist da nicht Glas drinn?

    Also dieses "ganz schwach zu erkennen" ist beim ersten Versuch bei der gesammten Schaltung, und beim 2ten Versuch bei einem kleineren Teil der Fall gewesen. In beiden Fällen hat das Entwickeln absolut garnichts geändert.

    Ist denn eine teilweise Fehlbelichtung möglich?

    Beim 2ten Versuch war der grösste Teil schon sehr gut sichtbar. Ist das dann eine Überbelichtung?

    Das mit dem Teilbelichten werde ich ausprobieren sobald ich wieder in der Nähe eines Halogenstrahlers bin, danke.

    Es grüßt,
    Basteltisch

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Die Seite mit der Tinte sollte auf alle Fälle zur Platine zeigen. Schon durch die Dicke der Folie werden die Kanten sonst unscharf.
    Wenn die Lampe ungleichmäßig beleuchtet kann die belichtung auch Teilweise falsch sein.

    Vermutlich waren die Platinen noch deutlich unterbelichtet



    Die Platinen kann man schneiden, da gibt es verschiedene Moglichkeiteiten:
    Bügelsäge mit Metallsägeblatt
    Stichsäge mit Metallsägeblatt
    Kreissäge (HW, bevorzugt Trapezflachzahn)
    Ritzen und Brechen
    Spezielle Schere

    Kleine Teile kann man auch per Kneifzange/Saitenschneider trennen.

    In allen Fällen werden die Sägeblätter recht schnell stumpf, und man sollte sich etwas vor dem Staub schützen.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär Avatar von oberallgeier
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    Zitat Zitat von uwegw
    ... Da im Wiki-Artikel bei 500W Lampe 2 Minuten herauskommen, müsstest du bei 250W bei etwa 4 Minuten liegen ...
    Ich belichte auf knapp 1/2 m Entfernung mit 1 kW Photostrahler rund 45 sec. Also werden bei 1/4 kW = 250 W die 4 min ( ... 6 min) recht gut stimmen. Bei der Strahlung (-s-theorie) geht auch ein bisschen die Entfernung mit ein. Dass mein Wert stimmt kann man hier sehen.
    Ciao sagt der JoeamBerg

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Hallo,
    habe versucht die Platinen einzuscannen, hat nicht funktioniert. Da sieht man nix.

    Was muss denn auf der Probleplatine sichtbar sein damit ich die Optimale Zeit habe? Muss der Streifen gut sichtbar, weniger gut sichtbar, hell, dunkel oder bunt sein?

    Ich habe gelesen dass man auch normale Tischlampen verwenden kann. Ich habe eine mit 40W. Ist es sinnlos dort eine Platine zum testen zu verwenden oder ist es Möglich auch damit Ergebnisse zu erzielen? Auch hier wieder die Frage woran man erkennt das die Linie optimal belichtet wurde.

    Es grüßt,
    Basteltisch
    Es grüßt,
    Basteltisch

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von Jaecko
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    Am besten erkennt man es nach dem Belichten.
    Nimm mal ein Stück unbelichtete Platine ohne Schutzfolie und schab mit nem Teppichmesser/Schraubenzieher o.ä. den Fotolack ab. Alternativ einfach mit Aceton abwaschen; so dass man halt den Unterschied mit/ohne Fotolack sieht.

    Wenn die beiden "Farben" einer belichteten und entwickelten Platine genau diesen beiden Farben entsprechen, passts.

    Unentwickelt lassen sich die Strukturen ganz schwach erkennen; das eine hat nen leichten Gelbstich, das andere eher violett (zumindest bei meinem Basismaterial)
    #ifndef MfG
    #define MfG

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Eine normal 40 W Lampe wird kaum gehen, bei einer 40 W Halogenlampe könnte es gehen. Wie gut hängt aber vom Schutzglas ab. Die recht lange Belichtungszeit versteht sich von selbst. Aber wenigstens hat man weniger Probleme mit überhitzung als beim Baustrahler.

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