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Thema: Aus ATX-Netzteil Labornetzteil machen

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Aus ATX-Netzteil Labornetzteil machen

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    Hallo erstmal.
    Ich moechte mich jetzt mit Robotik beschaeftigen, und da ich mit der Elektronik und kleinen Schaltungen anfangen moechte, brauche ich natuerlich ein Labornetzteil, das mir Gleichstrom liefern kann.
    Mir ist die Idee gekommen, dafuer einfach ein altes ATX-PC-Netzteil zu verwenden.
    Ich habe dank google rausgefunden, dass man das Netzteil einschaltet indem man den gruenen Kabel an einen schwarez Kabel verbindet. Das klappt schon einwandfrei.
    Dann habe ich eine 5V-Spannung und einie 12V-Spannung, die ich verwenden koennte.
    Da habe ich mir gedacht, wenn ich noch dazwischen eine variable Resistenz haenge, kann ich wegen des ohmschen Gesetz den Strom regeln.

    U=R*I
    U ist konstant, R und I Variabel, I variiert in Funktion von R.
    D.h. U/R=I
    =>R ist inverse proportional zu I, d.h. wenn R groesser wird , wird I kleiner.

    Doch wenn ich das so mache, kann ich die Spannung imme noch nicht regeln.
    Oder habe ich hier auch schon Denkfehler gemacht, muesste ich hier das ohmsche Gesetz fuer Generatoren verwenden?
    Gibt es bei dieser Konstruktion lebensgefaehrliche Risiken?

    Da dies mein erster Post im RN ist, moechte ich um Nachsicht bitten, denn ich bin nicht sehr gewandt im Bereich der Elektronik, und mich im Voraus fuer eure Antworten bedanken.

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Die regelung der Spannung könntest du mit Spannungsregler machen.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
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    Hallo DarkBlueS!

    Wie du geschrieben hast, bist du ein Anfänger, deswegen versuche ich meine Antwort anzupassen. Mit Widerstände kann man keine stabile Spannung bei variabler Stromabnahme (Last) realisieren.

    Wenn du eine stabile variable Spannungsquelle für nicht besonders große Ströme brauchst, würde ich dir einen regelbaren Spannungsregler LM317 mit entsprechendem Kühlkörper empfehlen, der als Eingangspannung +12 V vom ATX-PC-Netzteil nutzt.

    Der kann zwar erst ab ca. 1,2 V regeln, das ist aber anfangs meistens ausreichend. Wenn du dich auch mit Schaltungen, die symetrische Versorgungsspannungen brauchen (z.B. Operationsverstärker) beschäftigen möchtest, kannst du dir das um negative Spannung mit -12 V aus dem PC-Netzteil und LM337 erweitern.

    Als "Lektüre" würde ich dir dieses Link empfehlen:

    http://www.roboternetz.de/phpBB2/zei...sches+netzteil

    MfG

  4. #4
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Erstmal danke fuer die schnelle Antwort.
    Dann wuerde ich mir also das hier holen: http://www1.conrad.de/scripts/wgate/...max_results=20
    Wieso kann ich das eigentlich nicht mit widerstaenden machen?
    Braucht man symmetrische Spannungen bei einfachen Schaltungen mit Mikrocontrollern und Motoren und LED's?
    Ich weiss nicht was eine symmetrische Spannung ist, ist das AC?
    Wie steht es mit der Sicherheit dieses Netzteils?

  5. #5
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    Hi!
    Als Anfänger sollte man die Fingers von diesen Netzteilen lassen. Die Dinge können sehr hohe ströme liefern und können keine Kurzschlüsse ab. Solltest du einen Kurzschluss bauen (und das passiert mit Sicherheit beim Experimentieren) macht es boom! und riecht danach auch nicht gut.

    Mit Widerständen macht man keine Spannungsregelung. Ich will jetzt nicht von unbelasteten und belasteten Spannungsteilern anfangen, glaub mir einfach. Ich empfehle dir ein gutes Labornetzteil zu kaufen, es ist einer Investition wert und wird dir viele Jahre gute Dienste leisten. (bloß kein Chinesisches )

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Währe es nicht möglich das Problem mit den Kurzschlüssen mit einer Sicherung zu lösen?
    wenn du die Spannung nicht so fein einstellen musst, also wenn du zwischen 5 und 12 Volt nuch ganze Volt Zahlen brauchst kannst du auch etwas mit Festspannungsregler basteln. Festspannungsregler sind nicht regelbare Spannungsregler somit könntest du einen für 6 und einen für 7Volt usw. bis 12 Volt nehmen.

    Lg

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Hi DarkBlueS

    - Spannung mit Widerstaende regeln:
    Der Stromverbrauch in elektronischen Schaltungen ist meist NICHT konstant. Wenn einen Motor geschaltet wird, Schall von einem Lautsprecher abgegeben wird oder einen Mikrocontroller einen I/O-port schaltet oder eine A/D-Wandlung macht, veraendert sich der Strombedarf. Einen Spannungsregler macht im Prinzip nix anderes als einen Reihenwiderstand (eigentlich: Reihentransistor) so zu aendern dass die Ausgangsspannung richtig wird bei variierenden Strom. Der unterschied ist aber dass der Spannungsregler (z.B. LM317) das innerhalb von Mikrosekunden erledigt, waehrend du selber dafuer mehreren Sekunden brauchst. Und da sich der Strom immer aendert, wuerdest du die ganze Zeit nur am Widerstand drehen...
    Der LM317 hat einen Ueberstromschutz (Kurzschlussschutz, Current limit) eingebaut. Kannst du aber auch zusaetzlich mit Sicherungen machen (doppelt haelt besser und sichert auch wenn du den LM317 falsch anschliesset)

    - Symmetrische Spannung:
    Du hast 2 Ausgangsspannungen die symmetrisch um 0V (Masse) sind, z.B. 0V mit +12V und -12V, oder 0V mit +8V und -8V ("+/- 8V"). Bei einfachen Schaltungen mit uC's und Motoren und LED's braucht man meist keine symmetrische Spannung.

  8. #8
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    @Lebi: Ich werde mir das dann mal als Projekt fuer spaeter lassen, oder koennte man das Risiko durch eine Sicherung mit z.b. einer 1A Obergrenze vermindern?(ich meine sowas: SICHERUNG TDC180 1 A )

    @Sergetg: Das mit der Sicherung habe ich mir auch schon gedacht. Meinst du ich sollte einfach duer verschiedene oft gebrauchte Spannungen eine Leitung mit einem Widerstand und einer Sicherung bauen? Das Netzteil hat einen 5V und einen 12V Ausgang.

    @nflatjor555: Meinst du damit, dass dann der Stombedarf im Sinne von Ampere raufgeht, und dann schaltet sicher der automatische Widerstand (oder Spannunsregler) automatisch zurueck, um die gleiche Spannung zu konservieren? Wie wird denn dieser Spannungsregler angeschlossen? Zu dem mit der symmetrischen Spannung: hat das einfach etwas damit zu tun, wenn man die Spannung anders herum misst, denn bei einem digitalen Multimeter kommen ja dann negative Spannungnen heraus?

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte Avatar von Neutro
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    Hallo DarkBlueS,

    eine Spannung wird ja gegen ein Bezugspotential gemessen, im Regelfall ist das die Masse (auch als GND oder 0V bezeichnet). Vom Diesen Bezugespunkt aus ist das also die Differenz zwischen zwei Punkten. Das bedeutet wenn du die Schwarze Messleitung des Multimeters an +5V anlegst und die rote an +12V erscheint als Messergebnis die Differenz also 7V. Im Normalfall also die Schwarze Leitung an Masse anlegen, das würde dann in meinem Beispiel auch die wirklichen Messergebnisse von 5V bzw 12V liefern. Eine negative Spannung ist also negativer gegenüber dem Bezugspunkt von 0V . Negative Spannungen werden meistens für OP Verstärker oder NF Endstufen benötigt.

    Spannungsregler sind sehr einfach zu beschalten, ein 5V Spannungsregler wie der 7805 hat nur drei Anschlüsse, Eingang-Masse-Ausgang. Als Außenbeschaltung reichen ein paar Keramikkondensatoren zur Entstörung, meistens 100nF und ein Elko im Breich von 100µF bis 470µF.
    Für erste Bastelleien reicht oft ein einfaches Steckernetzteil mit umschaltbaren Spannungen oder man nimmt einfach Akkus.

    MfG

    Neutro
    Jemand mit einer neuen Idee ist ein Spinner, bis er Erfolg hat.
    (Mark Twain)

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Fleißiges Mitglied
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    Hi DarkBlueS,

    ja, die Spannungsregler funktionieren etwa so.
    - Der Regler funktioniert etwa wie einen Reihenwiderstand
    - Wenn das Strombedarf deiner Schaltung steigt (Rlast sinkt), faellt kurz mehr Spannung ueber den Spannungsregler ab, und die Ausgangsspannung sinkt.
    - Der Spannungregler merkt das die Spannung am Ausgang absinkt und steuert dagegen indem es den Reihenwiderstand kleiner macht.

    Siehe auch:
    http://www.rn-wissen.de/index.php/Spannungsregler

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