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Thema: Metallteile verbinden

  1. #1
    Benutzer Stammmitglied
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    Metallteile verbinden

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    Hallo,
    Ich plane schon einen mobilen Roboter seit einer halben Ewigkeit, und habe nun mal angefangen mit basteln.
    Das ganze soll wie folgt werden:
    Der Mobile Roboter soll aus Aluprofilen einen Würfel bilden (ich werde ihn vermutlich mit Metallplatten oder Plexiglas zudecken).
    Ich habe schon am Antrieb gebastelt und etwas herumexperimentiert, aber was mich immer stört ist, dass man kaum Verbindungen hinkriegt die dauerhaft halten. Wen ich Aluprofile, Metallwinkel oder sonstiges nehme, durchbohre und mit M4 Schrauben und Muttern verbinde, hält das einfach nicht, die Muttern werden sehr scgnell locker und um ehrlich zu sein, toll aussehn tut's auch nicht...
    Wie macht man denn sowas richtig?
    Wäre auch für Lösungen mit Hartlöten offen (solange es kein Gasbrenner sein muss oder so).
    Ich glaube nur ich bin total auf dem falscen Weg und habe keine Ahnung wie ich ein stabiles Grundgerüst bauen soll.

    Ich hoffe mir kann jemand helfen und etwas Starhilfe geben .
    Bilder von ähnlichen projekten oder so würden auch helfen.

    Mfg,
    Nils

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    eventuell kleben mit zweikomponenten kleber es gab schon mal so eine ähnlicher frage "Löten oder schweisen" oder sp ähnlich

  3. #3
    Ich würde dir Nieten empfehlen. Die sind einfach zu montieren, sind nicht zu töten, sehen gut aus und sind zudem noch günstig.

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Sicherungsscheiben zwischen Mutter und Metallteil, bzw. Sicherungsmuttern verwenden (diese können aber nur einmalig festgeschraubt werden)
    Kultuverein Metal Resurrection, für mehr Bands und Konzerte in Österreich (:

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein
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    Zitat Zitat von eisplatte
    Ich würde dir Nieten empfehlen. Die sind einfach zu montieren, sind nicht zu töten, sehen gut aus und sind zudem noch günstig.
    Moin moin.

    Oder beides Nieten + Kleben. Beim Kleben bleibt das Problem an
    einen richtigen (nicht son Baumarktschrott) Industriekleber zu
    kommen. Heute werden auch im Autobau tragende Teile verklebt
    und halten, da das metall wie beim Schweißen nicht erwärmt wird,
    mehr aus als alle anderen Verbindungsarten!

    Ich habe im Fehrnsehen einmal einen Bericht gesehen. Dort worden
    zwei Flachstähle mit etwa 3 cm Überlappung zusammengeklebt. Die
    Teile mußten dann für 45 Min bei 80 Grad in den Backofen. Danach
    ging es zur Zerreißprobe, Fazit der Stahl ist gerissen, die Klebenaht nicht!

    Alu wird im Flugzeugbau schon seit Jahren verklebt, meistens aber
    noch zusätzlich genietet.

    Alu Scheißen ist nicht gerade einfach, geht aber (wenn Man es kann
    und das Werkzeug hat. Alu Löten geht auch, ist aber sehr kompliziert
    und Löten (außer Hartlöten bei Stahl) ist auch nicht wirklich stabiel.

    Beim Verbinden von Alu mittels Kleben/Löten hat man immer das
    Problem das Alu an der Luft quasie sofort/schlagartig "Rostet", Korridiert.
    Das beeinträchtigt die Qualität der Verbindung. Es gibt Berichte
    in dem ein Modellbauer einen Aluramen von seinem Modellheli gel. Solcheötet
    hat. Der hat die Lötstellen unter Luftabschluss (in Oel/Eingeoelt geschliffen
    und auch unter/durch die Oelschicht mit einen entsprechend großen
    Lötkolben weichgelötet. Der bericht ist etliche Jahre (197x) alt, ich meine
    aber das der Mann Hirschornoel/Fett verwendet hat. Solche Berichte merke ich mit normalerweise recht gut.

    Tip.: Google mal nach Alu Industriekleber und schaue beim Hersteller
    wo diese (Beworben) Eingesetzt werden. Dann im Telbuch www. Telbuch
    nach Firmen in der Umgebung suchen welche solche Produckte herstellen.
    Ja dann die Firmen "Abgrasen" und nett fragen ob sie Dir helfen können
    oder wollen oder Tip`s geben können. Das bedeutet etwas Einsatzwillen,
    der wird in der Regel auch gerne belohnt! Die Empfangsdamen von Firmen
    haben allertdings nur eine Aufgabe, den Boss vor Schorrern schützen.
    Es hat sich bewährt hinten auf den Hof nach den Meister zu fragen!

    Gruß Richard

  6. #6
    Benutzer Stammmitglied
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    Hallo,
    danke erst mal für die zahlreichen Antworten. Kleben werde ich vermutlich nicht, da gute Kleber schwer beschaffbar sind und ich ehrlich gesagt auch nicht besonders übezeugt von Kleben bin (aaah, es gibt doch nichts über eine mechanische Verbindung).
    Das mit den Nieten ist eien gute Idee, das werde ich mal nachprüfen.

    Mfg,

    Nils

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von i_make_it
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    Aluprofile aus dem Baumarkt sind in der Regel eloxiert, somit nicht zu löten.
    Ansonsten gibt es von Zeit zu Zeit beom großen "C" Aluweichlot zu kaufen.
    Allerdings ist Flußmittel für Alu da nicht zu haben.

    Alu Hartlote und Flußmittel sind sowieso nur im Fachgeschäft, und manchmal bei ebay, zu bekommen. Beim Löten ist wie beim Kleben auf jeden Fall erst die Eloxalschicht zu entfernen.
    Der einzige Vorteil von Löten gegenüber Kleben ist die Temperaturfestigkeit.
    Beim Kleben kommt es nicht so sehr auf spezialkleber an, da Epoxi- und Poliesterharze auch im Baumarkt zu bekommen sind.
    Hochfeste Laminatbauteile für Flugzeuge werden in Autoklaven gebacken, darauf hat nicht jeder Zugriff somit dürfte Kleben ausscheiden.
    Bleibt schrauben und nieten.
    Mit Popnieten lassen sich recht stabile Konstruktionen herstellen, die auch bei dynamischen (Schwingung) Belastungen einige Zeit halten.
    Schrauben mit Schraubensicherungen funktionieren auch sehr gut.
    Fächerscheiben, Federringe und Co sind Losdrehsicherungen, das funktioniert nur solange die Vorspannungskraft der Schraube nicht null wird oder die Sicherungselemente plastisch verformt.
    Nben Losdrehsicherungen gibt es noch Verleirsicherungen und Elemente die beide Aufgaben erfüllen.
    Also ich habe ein Off-road Chassis mit M4er Schrauben gebaut und da lockert sich nichts.
    Sowohl Schaubenkopf als auch die Mutter sind je mit einer vergüteten Fächerscheibe unterlegt und die Löcher sind 4,1 gebohrt.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Guter Expoxi Kleber hält mehr als Weichlot (PbSn), selbst der normale aus dem baumarkt ist damit vergleichbar, wenn das Mischungsverhältnis stimmt, man wirklich gut verrührt und man das ganz warm macht. Das Erwärmen hilft einigers und kann zum Teil auch nach dem ersten Aushärten geschehen. Die Teile verrutschen dann auch nicht mehr.

    Mein Härtetest für Epoxi war: 1 mm hochfester Draht auf ca. 15mm Länge in eine Loch mit etwa 1.1 mm eingeklebt. Meistens ist der Draht gerissen ( >700N).

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist
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    Ich verwende auch Aluprofile ausm Baumarkt, verschraubt mit M4, Schnorrscheiben und selbsthaltenden Muttern, da hat sich noch nie was gelöst. Diese Muttern kann man übrigens auch öfters lösen und wieder anschrauben. Wer sicher gehen will kann auch noch "Schraubenfest" oder ein ähnliches Mittel benutzen, ist aber ansich nicht nötig. Generell finde ich Verklebungen bei einem Experimentierobjekt eher suboptimal, und so schlecht sehen Verschraubungen auch nicht aus.

    mfg

  10. #10
    Benutzer Stammmitglied
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    Ich denke auch, dass eine Verschraubung Vorteile bringt. An so einem Roboter will man ja immer mal wieder was ändern oder reparieren. Wenn das Gehäuse dann verklebt, vernietet, verlötet oder verschweißt ist, wirds schwiereig.
    Falls die überstehenden Schraubenköpfe stören, kann man z.B. auf Senkkopfschrauben ausweichen, die mit dem Gehäuse bündig abschließen.
    Gegen selbstständiges Lockern der Verschraubung entweder Stoppmuttern, flüssige Schraubensicherung, Schnorrscheiben oder Federringe verwenden.
    Selbstsichernde Stoppmuttern kann man, solange im Versagensfall keine Gefahr für Leib und Leben davon ausgeht, natürlich auch mehrfach verwenden. Spätestens, wenn man die Mutter dann auch ohne Werkzeug abschrauben kann, sollte man sie aber ersetzen. Wenn es wirklich nicht auf Sicherheit ankommt und nur halten muss, kann man auch einfach mit dem Hammer einen Schlag auf die Sicherungspackung der Stoppmutter geben, dann hat sie wieder genug Spannung um sicher auf dem Bolzengewinde zu halten.

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