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Thema: Tauchglocke statt komplett abgeschottetes Gehäuse?

  1. #1
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Tauchglocke statt komplett abgeschottetes Gehäuse?

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    Hallo,
    ich habe mir - aus reiner langeweile - mittlerweile schon einige threads von leuten durchgelesen die einen irgendwie gearteten tauchroboter bauen wollen, dabei is mir etwas aufgefallen: warum wird soviel wert auf ein komplett druckfestes gehäuse gelegt (welches ja die tauchtiefe sehr begrenzt)? warum wird nicht einfach eine art tauchglocke genommen in der dann der roboter aufgehängt ist? diese müsste lediglich den druck der nach oben drängenden luft aushalten.
    ich kann mir nicht vorstellen, dass es an der elektronik liegt, die besteht ja zumeist einfach nur aus einer platte silicium, und das glasgehäuse einer diode müsste doch auch einiges an unidirektionalem druck aushalten?
    wenn ich mich nämlich nicht mit dem gehäuse so sehr rumplagen müsste, fände ich den bau eines ubootes vielleicht auch ansprechend

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von vohopri
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    Hallo Johannes,

    der Grund ist einfach: Die Tauchglocke verliert in der Tiefe an Auftrieb, ein Druckkörper behält ihn.

    grüsse,
    Hannes

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte Avatar von Tido
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    Moin,

    desweiteren müssen alle Komponenten (Elektronik) auch den Luftdruck in der Glocke aushalten und dieser hängt von der Tauchtiefe ab.
    MfG
    Tido

    ---------------------------------------------------
    Have you tried turning it off and on again???
    ---------------------------------------------------

  4. #4
    Moderator Robotik Visionär Avatar von radbruch
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    Hallo

    Der Luftdruck im Innern einer Tauchglocke muss dem des umgebenden Wassers entsprechen. Dadurch ist zwar fast kein Druck auf die Außenhaut die Glocke wirksam, aber wenn die Glocke kippen oder Druck verlieren sollte säuft der Roboter in der Glocke gnadenlos ab.

    Gruß

    mic

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  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
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    Wenn man wirklich Tief ( >1000 m) will, hat man theoretisch die Möglichkeit ein elastisches Gehäuse zu nehmen, und das komplett mit einer leichten Flüssigkeit (z.B. Alkohol) zu füllen. Der meisten Elektronik sollte ein hoher statischer Druck nichts ausmachen. Quarze und normale Elkos sollten aber nicht mehr gehen.

  6. #6
    Neuer Benutzer Öfters hier
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    Da Luft komprimierbar ist, würde der Wasserpegel in deiner Tauchglocke pro Meter Tiefe um X ansteigen. Deine Elektronik liegt also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann im Wasser. Ganz zu schweigen von den unterschiedlichen Auftribskräften, die die Glocke zum wanken und somit zum untergehen bringen. Den Schwerpunkt so zu verlagern, dass die Glocke nicht kippt wird sicher sehr schwierig.
    Hauptgrund ist aber glaube eher die komprimierbarkeit von Luft.

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist Avatar von Thoralf
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    genau, bei 10m Wassertiefe steht die Glocke zur Hälfte unter Wasser. Je tiefer, umso voller bis sie nahezu voll ist.
    Außerdem verdunstet bei einem offenem Wasserspiegel in der Glocke auch bei niedrigen Temperaturen Wasser und führt zu Fehlfunktionen.

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Roboter-Spezialist Avatar von Thoralf
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    außerdem schleppt man in solchen offenen Tauchbooten auch ne Menge Wasser mit rum. Das kostet zum einen Energie (kann mitunter entscheident sein) und die Brühe schwappert rum.
    Nach Vorversuchen, bei denen ich ein durchsichtiges Gefäß mit runter genommen habe, gab ich schnell diese Variante wieder auf.

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