-
        

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 27

Thema: Starker, steuerbarer Xenonblitz mit kurzer Abbrenndauer

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
    Registriert seit
    19.02.2005
    Alter
    29
    Beiträge
    830

    Starker, steuerbarer Xenonblitz mit kurzer Abbrenndauer

    Anzeige

    Da ich mir eine alpha 300 zugelegt habe und als nächstes einen luftballon beim platzen photographieren möchte, bin ich auf der Suche nach einer schaltung mit der ich eine stroboskoplampe wie diese zünden kann. Um 1/40 000 s zu erreichen muss ich die röhre kurz schließen.
    Habe aber noch irgendwie keine ahnung wie ich das anstellen soll =>hat jemand so etwas schon probiert, oder schaltungen im netz gefunden. Die, die ich ausgegraben habe entladen einen C vollständig, wodurch die blitzdauer unbrauchbar lang wird.
    Werde sicher einen Atmega verbauen, welcher das timeing und das triggern übernimmt.

    gibt es vl eine andere art einen solch kurzen, energiereichen lichtblitz zu erzeugen?


    sg Clemens
    Neun von zehn Stimmen in meinen Kopf sagen ich bin nicht verrückt. Die andere summt die Melodie von Tetris...

  2. #2
    Super-Moderator Lebende Robotik Legende Avatar von Manf
    Registriert seit
    30.01.2004
    Ort
    München
    Alter
    64
    Beiträge
    12.367
    Die besondere Eigenschaft ist dann ein "Sparblitz" der während der Brenndauer abgeschaltet wird.
    Üblicheweise dann wenn die Belichtung ausreichend ist, jetzt nach einer kurzen Zeit. Solche Schaltungen sollte es geben.

    Der Blitzstrom geht über einen Halbleiterschalter (Thyristor, sicher geht auch ein Transistor), die Brennspannung beträgt ja nur um 200V.

    Oder bist Du Dir sicher, dass die Röhre sogar kurzgeschlossen werden muss?

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Robotik Einstein Avatar von wkrug
    Registriert seit
    17.08.2006
    Ort
    Dietfurt
    Beiträge
    1.892
    So eine Blitzröhre hat üblicherweise 3 Anschlüsse.

    Die Leistungsanschlüsse sind Anode und Kathode, dort liegt im Normalfall eine Spannung von 300...1000V an. Wie hoch die Spannung genau sein muß, hängt von der Röhre ab.
    In vielen Schaltungsentwürfen wird diese Spannung mittels einer Kaskadenschaltung erzeugt.
    Diese Spannung ist über Kondensatoren gepuffert, deren Größe die Blitzhelligkeit beeinflusst.

    Der dritte Eingang ist ein Trigger Eingang.
    An diesem Eingang müss ein Zündimpuls so um die 4000V anliegen, damit die Röhre zündet.
    Diese Spannung erzeugt man normalerweise mit einem kleinen Zünddtrafo über den sich ein Kondensator schlagartig entlädt.

    Es wird also nicht die Röhre kurzgeschlossen, sondern die Primärseite des Zündübertragers + in Reihe geschalteten Kondensator.

    In ganz einfachen Schaltungen wird dieser "Kurzschluß" mit einem Überspannungsableiter gemacht. In etwas besseren Schaltungen wird dazu ein Thyristor verwendet.

    Über den Gate- Eingang kann dann dieser Thyristor dann getriggert- und die Röhre somit gezündet werden.

    Guck mal bei Google unter "Stroboskop Schaltplan"

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
    Registriert seit
    10.10.2005
    Ort
    Freyung bei Passau in Bayern
    Alter
    66
    Beiträge
    10.970
    Hallo!

    In einer Blitzröhre mir Widerstand R (im gezündetem Zustand) wird die im Kondensator C gespeicherte elektrische Energie mit bestimmter Effizienz in Lichtenergie umgewandelt.

    Die Helligkeit des Blitzes und seine Dauer sind vom Kapazität und Spannung des Kondensators abhängig und lassen sich am einfachsten mit diesen zwei Parameter unabhängig voneinander regeln. Die Dauer kann man mit der Kapazität und die Helligkeit mit der höhe der Spannung varieren.

    Um sehr kurzen hellen Blitz zu erzeugen muss die Kapazität möglichst klein und die Spannung möglichst hoch sein. Dabei muss die maximale Verlustleistung der Blitzröhre beachtet werden. Weil der R meistens unbekannt ist, ist Experimentieren angesagt.

    Mir ist bisher keine Unterbrechung der Entladung des Kondensators durch die Blitzröhre bekannt.

    MfG

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Robotik Visionär
    Registriert seit
    26.11.2005
    Ort
    bei Uelzen (Niedersachsen)
    Beiträge
    7.942
    Wenn der Blictz kurz sein soll, muß man wohl auch auf die Induktivität des Stromkreises achten. Also kurze Leitungen und hin und Rückrichtung dicht beieinander.

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
    Registriert seit
    17.02.2006
    Alter
    47
    Beiträge
    781
    Am einfachsten wäre wohl ein kleiner C mit hoher Spannung, wie PICture schrieb.
    In Fotoblitzgeräten werden zur Steuerung afaik IGBTs eingetzt. IGBTs kann man nach dem Zünden auch wieder abschalten, was eine elektronisch einstellbare Blitzleistung möglich macht. Aber das würde relativ kompliziert...

    Die Kurzschluss-Methode ist, denke ich, nicht mehr ganz aktuell

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
    Registriert seit
    19.02.2005
    Alter
    29
    Beiträge
    830
    ok, dann habe ich da wohl etwas falsch verstanden=> wieder weg mit der kurzschlussmethode.

    dieser schaltplan müsste also "nur" einen thyristor erweitern, der die blitzröhre von C1 nach einer bestimmten zeit trennt und spannungsfrei macht?

    sg clemens
    Neun von zehn Stimmen in meinen Kopf sagen ich bin nicht verrückt. Die andere summt die Melodie von Tetris...

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Lebende Robotik Legende Avatar von PICture
    Registriert seit
    10.10.2005
    Ort
    Freyung bei Passau in Bayern
    Alter
    66
    Beiträge
    10.970
    Hallo user529!

    Ich habe zwar keinen Schaltplan bisher gesehen, aber es ist nicht so einfach. Ein Thyristor hört zu leiten (also sperrt) nur wenn kein Strom durch ihn fliesst, lasst sich also nicht einfach abschalten und deswegen eignet sich für deine geplannte Anwendung nicht ohne.

    Einfacher wären bipolare Transistoren bzw. von dennisstrehl erwähnte IGBTs welche sich einfacher abschalten lassen.

    In jedem Fall wird die gesamte Schaltung für stufenlose Einstellung der Blitzdauer ziemlich kompliziert und Experimentieren mit Hochspannung geladenen Kondensatoren ist lebensgefärlich.

    MfG

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
    Registriert seit
    14.11.2003
    Beiträge
    813
    Nein, ueblicherweise schaltet der Tyristor bei "Computerblitzgeräten" den Kondensator kurz.

  10. #10
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
    Registriert seit
    17.02.2006
    Alter
    47
    Beiträge
    781
    Nikolaus, warum kann mein uraltes TTL-Blitzgerät von Minolta dann bei verringerter Leistung 4 mal direkt nacheinander Blitzen, bevor es sich wieder aufläd? Bestimmt nicht weil der Kondensator durch Kurzschluss komplett entladen wurde.
    Ok, mag sein dass es auf der Zeit durchaus auch Blitzgeräte gibt die nach der Kurzschlussmethode gearbeitet haben. Das war mal eine gängige Methode. Aber zumindest bei aktuellen Blitzgeräten kann ich mir das absolut nicht vorstellen.

    Gruß
    Dennis

    Edit: Ich hab gerade noch einen evtl. nützlichen Artikel gefunden.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Computerblitz
    Vgl. vor allem Computerblitzgeräte der 1. Generation : Computerblitzgeräte der 2. Generation.

    Edit2: Und weiter geht's TI bietet "INTEGRATED PHOTO FLASH CHARGER AND IGBT DRIVER" an. Es wird ein IGBT als Schalter benutzt. Über den Pin F_ON kann man den IGBT quasi direkt ansteuern und dadurch den Blitz an- und wieder abschalten.
    http://focus.ti.com/lit/ds/symlink/tps65552a.pdf
    Gruß

Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •