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Thema: Platinenkontakte für Leitgummi

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    Platinenkontakte für Leitgummi

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    Hallo,

    in einen defekten Playstation Controller möchte ich eine eigene Platine einbauen. Die Leitgummitaster sollen wiederverwendet werden. Hat jemand Erfahrungen oder Ideen für die Kontakseite auf der Platine? Einfach eine Struktur heraus ätzen und hoffen das die Oxidation nicht alles zu nichte macht? Die Platine soll weiter mit Hausmitteln (tonertransfer) herzustellen sein.

    Danke

    Jens

  2. #2
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    Moin.
    Wenn du mal ein LCD-Display auseinander nimmst, wirst du sehen, dass es einfach eng aneinander liegende Kontaktstreifen sind, die im Fall der industriellen Platine natürlich vergoldet sind. Wenn das nicht geht, würde ich empfehlen die Kontaktstreifen leicht zu verzinnen, entweder mit chemischem Glanzzinn, oder mit Lötzinn und Entlötlitze.
    Das sollte für Privatzwecke reichen. Vielleicht musst du nach 2 Jahren mal mit Kontaktspray drüber gehen, aber ansonsten sollte es gehen.
    Mach die Kontaktzungen nicht zu eng, damit das Leitgummi keine Kurzschlüsse macht.

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    Hallo,

    an Lötzinn hatte ich auch schon gedacht. Mit der Entlötlitze sollte das Zinn dann auch nicht besonders dick aufbauen.
    Mit Glanzzinn habe ich mich noch nicht auseinander gesetzt. Was jetzt bei google auf die Schnelle raus kam, war recht charmant.
    Ich denke das ist schon die Lösung, die ich gesucht habe.

    Danke

    Jens

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Roboter Experte
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    Guck mal dort,
    da ist eine gute Erklärung wie das funktioniert:
    http://thomaspfeifer.net/platinen_verzinnen.htm

    oder:
    http://www.ulrichradig.de/home/index...s_tricks/tipp3
    MfG. Dundee12

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Ich konnte bisher einmal in der FH mit Glanzzinnlösung (als Fertiglösung in der Plastikflasche von Proma, woher die das bezogen haben, weiß ich nicht) experimentiert. Innerhalb von 5min hatte ich eine schöne Zinnschicht, die auch kratzfest war.
    Das Zeug riecht aber nach Enthaarungsmittel oder faulen Eiern, wenn man die Platine einlegt. Ausserdem ist es sehr empfindlich. Laut dem wissenschaftlichen Mitarbeiter, der das Bad betreut, ist es sehr empfindlich. Die Platine war frisch mit Aceton abgewischt, er hat sie aber dennoch nochmal in Entwickler (NaOH) geschmissen, um doch noch Fettreste zu lösen. Leider war an einer Stelle dennoch ein Schatten, an dem das Zeug nicht richtig gehaftet hat und das Kupfer noch immer durchschimmerte. Ausserdem können bereits wenige Tropfen NaOH die Glanzzinnlösung unbrauchbar machen, ansonsten ist das Zeug jahrelang haltbar.
    Hat den Vorteil, dass man auch bei großen Flächen schön gleichmäßig verzinnt. In den Bildern vom den beiden Links sieht man, dass Inseln zurückbleiben. Das ist nicht schlimm, ausser wenn da direkt ein SMD-Teil drauf soll, und der Hügel zu hoch ist.
    Ich verzinne immer mit Flussmittelspray (Kolophonium) und normalem Lot, was ich an einer Stelle auftrage und mit ner großen Spitze und heißem Lötkolben (360-400°C) verteile. Zu viel ziehe ich mit Entlötlitze ab, danach muss noch das zurückgebliebene Flussmittel runter. Geht recht gut, ausser dass die großen Masseflächen echt hässlich werden. Und ich hab schonmal ne Platine dabei versaut, weil die stellenweise zu heiß wurde und sich verzogen hat, oder Leiterbahnen sich lösten.
    Das chemische Zeug bringt aber wieder neuen Sondermüll und Flaschen in meine Chemie-Sammlung. Wenn ich günstig dran komme, werd ichs dennoch mal probieren. Conrad hat eine Pulver-Tüte mit dem Zeug, die nurnoch in heißes Wasser gerührt werden soll, ist aber glaube ich nicht so lange lagerfähig.

  6. #6
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    Hallo,

    mit Entwickler arbeite ich ja nicht. Okay, zum Entfetten muss Azeton und Spiritus reichen. Nach dem Ätzen sollte da eh nichts mehr an Fett auf dem Kupfer sein.
    Ich hatte ja auch schon an Verzinnen mit dem Lötkolben gedacht. Entlötlitze würde das Ergebnis sicher auch verbessern. Aber genau diese Hügel haben zum Nachfragen veranlasst.
    Das mit dem chemischen Sondermüll hat mich bisher vom Belichten abgehalten.
    Ich werde das jetzt mit Glanzzinn versuchen. Vorher muss ich mir nur noch ein geeignetes Gefäß suchen.

    Danke

    Jens

  7. #7
    Erfahrener Benutzer Roboter Genie
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    Moin.
    Der umweltfreundlichste Teil beim Platinen herstellen ist sogar noch das Entwickeln der belichteten Platinen. NaOH ist viel im Einsatz, z.B. als Rohr-frei und nach dem Entwickeln kommt noch der Fotolack hinzu, der aber zu Boden absinkt. Alles noch recht ungefährlich. Bei der verbrauchten Ätzlösung sind viele Kupferionen vorhanden, die sehr gefährlich für Mikroorganismen (z.B. die in der Kläranlage) und Wasserlebewesen sind.
    Aber das führt etwas weiter Weg von dem eigentlichen Problem

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